Petites résistances im Weltkunstzimmer

Am vergangenen Samstag wurde Petites résistances - Rebellion als Kunstform im Weltkunstzimmer eröffnet. Das Berufsethos sollte uns verbieten, einen Beitrag zu diesem Thema zu veröffentlichen. Denn der Autor dieser Zeilen ist auch der Kurator der Ausstellung. Welch ein Glück aber, dass der Autor dieser Zeilen sich nie als professioneller Kritiker verstanden hat.

Fotos: Krischan Ahlborn

 

Über die eigene Ausstellung zu berichten ist schon peinlich, keine Frage. Im Ehrenkodex der Kunstvermittlung ist dies beinah ein Tabubruch. Denn auch die Selbstwerbung und -vermarktung kennt ihre Grenzen. Über die eigene Ausstellung zu berichten kommt einer Überschreitung des Rubicon gleich; von da an hat der Kunstkritiker seine Glaubwürdigkeit verloren und entpuppt sich als voreingenommener Texter (zum Komplex der Entmachtung der Kritik zu Zeiten einer ökonomischen Abwertung der reflexiven Praxis, empfehle ich übrigens wärmstens die letzte Ausgabe des Kunstforum International, dessen Schwerpunkt auf dem aktuellen Schicksal der Kunstkritik legt). Wenn der Kurator eine Rezension über seine Ausstellung schreibt, sollte man sofort an der Legitimität des gesamten Unternehmens (also: Ausstellung, Text und Textmedium) zweifeln. Aber erstens bin ich ja kein Kunstkritiker. Zweitens bin ich ja kein Kurator. Drittens schreibe ich gar keine Rezensionen, sondern liefere lediglich ein paar Aufnahmen zur (wirklich sehr empfehlenswerte) Ausstellung Petites résistances. Und viertens sind diese Bilder noch nicht mal von mir. Es doch alles in Ordnung. Oder?

 

Die Bilder zum Workshop folgen an dieser Stelle sehr bald….

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