Monat: Dezember 2013

Geschenke zum Fest für Euch und ein neues Projekt für uns!

Wir bedanken uns auch diese Jahr bei allen treuen und untreuen Leserinnen und Lesern für ein weiteres gemeinsames Jahr in der Perisphere. Wir danken fürs Klicken, fürs Lesen, fürs Anmailen und zu weilen, und in letztere Zeit doch mehr, ja auch fürs Kommentieren. Obwohl gerade letzteres, trotz der mittlerweile recht hohen Besucherzahlen hier, immer noch eher die Ausnahme als die Regel ist. Einmal abgesehen von Katrins Beiträge, die damit hier auch die Kommunikation explizit sucht und voran treibt.
Aber eigentlich ist es seltsam, und für mich immer noch nicht so ganz nach voll ziehbar, weil in anderen Bereichen Gang und Gebe, nur eben in der Kunst nicht – denn das Phänomen des Nicht-Kommentierens betrifft ja nicht nur uns, sondern eigentlich die meisten Blogs zum Thema. Wo ran liegt’s?

Mein persönliche Meinung ist ja, dass man zum Einen einfach zu höflich ist, um anonym seinen Senf dazu zu geben – gerade dann wenn es mal kritisch sein müsste, zum Anderen aber auch viele einfach Schiss haben sich öffentlich noch eine Meinung zu erlauben, oder auch nicht mehr die Kraft und den Mut haben sich eine zu Leisten. Das Risiko erscheint einfach zu groß, mit einer solchen anzuecken oder unangenehm aufzufallen. Es könnte der Künstlerkarriere – die bei 99%, mittlerweile eher 99,9% eh nicht kommen wird – schaden und könnte vieleicht Nachteile bedeuten im Ratrace um die wenigen begehrten Plätze in der Zirkusmanege des Whitecube.
Oder ist es der vermeintliche Glaube automatisch zu den Verlierern zu gehören, wenn man das Maul aufmacht und auch mal sagt, wie ausgesprochen hohl, dümmlich und komplett und im gar-nicht-positiven-Sinne sinnbefreit so vieles in der Bildenden Kunst mittlerweile ist?
Man, also ich, weiß es nicht. Mich würde es interessieren und eventuell Frage ich wirklich Katrin Herzner mal zu dem Thema, weil sie sich immer so große Mühe gibt die Dinge ausführlich und wirklich richtig zu klären.

Aber eigentlich ist es doch etwas Schade, dass man sich so schwer tut mit einer Debattenkultur hier im Netz, denn es gäbe viel zu kommentieren zur Kunst, gerade von denen die nicht an den angespitzten Orten wirken, sondern irgendwo in der mittelweile viel zu breiten Masse vor sich hin werken.

Eventuell nehmen wir uns das einfach mal als guten Vorsatz für 2014, die Debattenkultur anzuheizen, sowohl online als auch offline, und mal wieder mehr über das zu reden was uns zusammen hält, auch wenn ich das eigentlich nicht mehr so nennen will, bei all den Hirsts, Koons und Ai WeiWeis die unter dem gleichen Label wirken.
Aber es scheint ein guter Vorsatz und damit ein neues Projekt zu sein. Und in diesem Sinne passt dann auch der Titel unseres Weihnachtsgeschenks an Euch.
Die Edition ‚The new project“ gibts es nach dem Klick auf das Bild zum Download für Euch (auf der Webseite noch mal klicken um Download der Tif-Datei zu starten). Das Bild ist mit dem Tool eurer Wahl bis zu 100% skalierbar und lässt sich in jeder beliebigen Onlinedruckerei der Welt ausdrucken und innerhalb weniger Tage postalisch liefern. Und Jesus ist auch drin!

thenewproject-web-1024

http://www.thenewproject.de
publiziert und zum download unter CC BY-NC-SA 3.0
Auflage: ∞

Frohes Fest und alles Gute für das kommende neue Projekt 2014.

Wie alles wirklich funktioniert : die Wahrheit

Herzner wahr kopf—————
EPILOG

 

Zu Weihnachten wünsche ich mir neue Fragen.

Warum man mich fragen sollte?

Wie man auf dem Foto sehen kann, denke ich darüber schon etwas länger nach ….

Ich habe für die Antwort ein paar Anläufe aufs digitale Papier gebracht.
Das besondere an dieser Frage ist, dass ich da tatsächlich ausnahmsweise mal die Fachfrau bin.

Es frug der Stephan die wichtigste Frage zuerst, die ich als letzte dieses Jahres dann auch mal beantworte:

Herzner wahr Frage

Im Gegensatz zu allen anderen Texten, kann ich diesmal ganz sicher behaupten: Ich habe recht.
Was ich hier schreibe ist wahrer als alles andere überhaupt und braucht dafür 1348 Wörter.

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„was ich sehe“ – ein Film über Vera Lossau

Wäre er aus der Perspektive des Regisseurs, und nicht der dokumentierten Künstlerin, betitelt worden, hätte der Film von Wolfgang Waldmann „Was ich verstehen will“ heißen können. Stattdessen heißt er „was ich sehe“ und transportiert bereits bei dem erstrezipierten Textsubstrat diesen subjektiven Tonfall, der im gesamten Film vorherrscht. Der seit ein paar Monaten veröffentlichte Dokumentarfilm über die in Düsseldorf tätige Bildhauerin und Installations-künstlerin Vera Lossau ist nicht nur ein interessantes Zeugnis über die Arbeit und das Leben einer jungen, zeitgenössischen Künstlerin sondern darüber hinaus der rührende Versuch eines Filmemachers, das Mysterium der Kunst zu begreifen.

on demand Foto 6.Mai 2013

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Perisphere-Portrait #15: Ubbo Kügler

Natürlich auf perisphere-portrait.de!

Perisphere-Portrait gönnt sich ein paar Wochen Weihnachtspause und kehrt am 19.1.2014 zurück.

krueger

Katja Donnerstag und Yvonne Klasen im Quartier am Hafen

Text: Maria Wildeis
Fotografien: Thilo Schmülgen

 

In Köln spielen zwei Künstlerinnen mit dem Licht: Die Flora, eine Halogenlampe für Pflanzenwachstum wirft purpurnes und grünes Licht auf ein dupliziertes Wandstück. Das neue Raumfragment wurde in der Mitte aufgespiesst und dreht sich um die eigene Achse, wenn man es anschubst. Dabei verändert sich die Farbe je nach Einfallswinkel.

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Katja Donnerstag & Yvonne Klasen: Dancing Wall

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Zwei bis drei Minuten Schweigen in einem sehr sehr langen Gespräch

Beim Eiskellerberg gibt es ein wirklich, wirklich, wirklich langes, aber eben auch wirklich, wirklich, wirklich lohnendes Gespräch mit Karl Heinz Rummeny, einem der Mitbegründer und langjähriger Betreiber des Düsseldorfer Off-Space Parkhaus. Das Parkhaus, gelegen im Garten des Malkasten, ist einer der schönsten und mittlerweile ältesten Projekträume der Stadt. Rummeny hat das Projekt 1997 zusammen mit Jost Wischnewski und Gregor Russ begründet.

Mehr müssen wir an dieser Stelle nicht verraten, denn alles andere lest Ihr bei eiskellerberg.

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Parkhaus, vierwändekunst Festival, 2010

 

Wie alles wirklich funktioniert : Der Düsenjet im Wasserkocher

kopf————–
PROLOG

Wir haben einen Wasserkocher der extrem lauten Sorte.
Der Kaffee wird nach alter Manier durch einem Kaffeefilter im Trichter direkt in die Kanne gebraut.
Man wird also nicht vom Kaffeeduft, sondern vom Wasserkocher gerufen.
Die nächsten Fragen können sehr gerne unten in der Kommentarkiste gestellt werden.
Wie bisher sich gezeigt hat, ist keine Frage zu schwer, zu doof oder zu wenig einfallsreich.
Zum Beispiel diese schöne Frage von Teresa Teetrinker:

Herzner Düsenjet Frage
Heute gibts aberhallo zu viel Text.

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Kinosaal – Gasthof Worringer Platz

Das neueste Projektabschnitt vom Gasthof Worringer Platz verwandelt drei Fassaden des vielbefahrenen Verkehrskontenpunkts in Kinoleinwänden. Drei Künstlerinnen haben eigens für dieses schwere Milieu kurze Animationsfilme realisiert, die sich zum Teil auf die Architektur des Projektionsfläche, zum Teil auf die gesamte urbane Situation beziehen. Die Projektionsorte bilden ein signifikantes Dreieck entlang der Hauptverkehrsachsen Karlstraße, Kölner Straße und Worringer Straße.

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Frauke Berg

 

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Anna Lena Werner im Interview mit Shan Blume

Das hier wollte ich eigentlich schon seit Wochen mal bringen, kam aber einfach nicht dazu. Anna-Lena Werner von Artfridge hat ein Interview mit Freund und Kollegen Shan Blume gemacht. Shan Blume und ich haben uns vor einigen Jahren an der KHM kennen gelernt und dort zusammen studiert, und gefeiert. Dann, so etwa 2007, bin ich nach Düsseldorf und er ist mittlerweile in seine Heimat Berlin zurück.

Unvergessen sind und bleiben in jedem Fall die schräg-lustigen Nächte irgendwo zwischen ästhetischen Experimentalstudien, Happening, wahnhaftem Exzess und banal stumpfem Rausch im Dachgeschoß-Atelier der KHM.  Peter Zimmermann hatte zu dieser Zeit dort noch eine Professur für Malerei inne und die Räume dankenswerterweise organisiert.

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Atelier f. Malerei an der Kunsthochschule für Medien, Köln, 2005 oder 2006, Morgens gegen 6.30 Uhr

Auf dem Bild, das ist übrigens nicht Shan. Und bevor falsche Vorstellungen aufkommen, ich bin es auch nicht. Ich war zwar am Bühnenbild beteiligt, hielt aber bei dieser absurden abschließenden Performance in dem frühen Morgenstunden lediglich die Kamera.

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Ein Abend in zwei Studios

Das Studio Roh und das Studio for Artistic Research hatten an diesem Freitagabend eingeladen. Jeder für sich. Jede auf seiner Seite des Düsseldorfer Hauptbahnhofs. Und jeder mit sehr distinkten Programmpunkten.

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Azin Feizabadi im SAR

Der Name „Studio“ und die Einbettung im selbstorganisierten Künstlermilieu der Stadt ist ziemlich alles, was diese Projekte verbindet. Der zeitnahe Besuch der Räume, besonders an diesem Freitag, machte klar, wie fern die Absichten und Ambitionen beider Studios voneinander stehen. Während das Studio Roh einen vorläufigen Höhepunkt in trashiger Theatralik erreichte, bemühte sich das Studio for Artistic Research um High-End-Kunst mit braven politischen Akzenten. Zwischen der effektbetonten Geisterbahn des Einen und dem einwandfreien aber steifen Professionalismus des Anderen lagen Lichtjahre der künstlerischen Strategie.

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Kurzgeschichten von Saskia Zeller, illustriert von Frauke Berg

Zu Weihnachten wünsche ich mir keinen Stieg Larsson, ich lese es sowieso nicht. Schenkt mir lieber „Die dunkle Seite der Sonne“.

 

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Soeben im Selbstverlag erschienen: Ein Buch über die afrikanischen Erfahrungen einer jungen Europäerin. Saskia Zeller erzählt, Frauke Berg zeichnet dazu. Schönes Ding, begrenzte Auflage, korrekter Preis: Konsumklon, was willst du eigentlich mehr?

 

Buchprojekt_berg zeller

Wie alles wirklich funktioniert : ein paar Milliarden locker machen

Herzner Kopf Geld—————–
PROLOG:

 

VON WAS, VERDAMMMT, REDEN DIE DENN DA DIE GANZE ZEIT?

Was hat die Deutsche Bank eigentlich böses gemacht?
Oder überhaupt: Was ist ein Leitzins, und warum kann man ihn erhöhern und wen interessiert das?
Oder: Heißt es nicht doch Leihzins?

Und ich finde diese Fragen Scheiße.
Weil ich die Antworten wirklich gerne wüsste – und zwar einfach so – aus dem ff!

Seit ein paar Tagen habe ich aber einen ersten wichtigen Schritt Richtung Aufklärung geschafft!
Ich habe nämlich plötzlich verstanden, warum Thyssen-Krupp ihr Kapital erhöhen wollte, in dem sie neue Wertpapiere auf den Markt geworfen haben.

Und hier die Frage, für deren Antwort ich etwas länger gebraucht habe:

frage

Ich hatte eine Eingebung!
Sehr herzlichen Dank André!

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Wie alles wirklich funktioniert : U

Herzner U2——————
PROLOG:

Danke für die Fragen von letzter Woche!
Ich sammel weiterhin! Also sobald sich eine ergibt, kann man sie stellen, dort unten in der Kommentarkiste. Sie wird beantwortet, sobald es soweit ist.

Die Antwort auf die Frage mit dem Geld ist zum Beispiel in Arbeit, braucht aber noch mehr Zeit.

Und eine kurze Anmerkung zu „Warum sollte ich mich mit meinen Fragen ausgerechnet an Dich wenden? ;)“ ist auch schon zu sehr ausgeufert, um sie hier mal kurz in einem Nebensatz zu schreiben.

Lest doch einfach erstmal.
Wenn das hier ein Kunstwerk ist, liegen ohnehin 50% an Euch.

Diesen Mittwoch die Antwort auf die schöne einfache Frage mit dem U von Frauke, für die ich ihr wirklich ganz ganz herzlich Danke:

 

frage
In meiner Benutzeroberfläche werden die Kommentare tatsächlich eingereicht.

 

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Perisphere-Portrait #12: Hauschka

hauschka

Diese Woche mit Hauschka. Natürlich auf Perisphere-portrait.de