Wie alles wirklich funktioniert : das dritte Leben

Herzner Wie Wo Kopf————–

PROLOG

Es bedarf wieder neuer Fragen, liebe Leser.
Stellt sie gerne ohne Scheu in dies Kommentarkasterl dort ganz weit unten.

Solch eine wie Iko stellte, kann man zum Beispiel stellen. Wobei ich mir meinerseits die Frage stellte, ob er vorher recherchiert und nachgedacht habe oder einfach intuitiv einen meiner Fingernagel auf den Kopf traf.

Heute sieht die Antwort zwar lang, aber trotzdem viel kürzer aus, als sie eigentlich war.
Aber kurz oder lang in Zeit und Raum ist ja ohnehin relativ.
So wie das „Wie“ und das „Wo“.

Ich danke Iko für einen Haufen Arbeit.

Herzner Frage Wiewo

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HAUPTTEIL

 

Liebe Leser,

die Antwort ist ganz leicht:

„Wie ich leben will“ und „wo ich leben will“ sind sehr eng aneinander gekoppelt und können nicht voneinander getrennt entschieden werden.

Das wäre die Antwort.

 

Herzner Wie Wo 02
Dieser komplizierte Beitrag heute wird aufgelockert durch meine eigenen Urlaubfotos.
Hier ein Familienfoto im Schwarzwald oben auf dem Schauinsland.

 

Und jetzt nehmen wir uns etwas Extrazeit und lesen den Rest.
Wem es irgendwann zu unübersichtlich wird, kann auch einfach runterscrollen bis Herzner das wichtige

 

A. Einleitung:

„Wie ich leben will“  (kurz: das „Wie“) und „wo ich leben will“ (das „Wo“/ das geographische Wo) sind sehr eng aneinander gekoppelt und können nicht voneinander getrennt entschieden werden.

Der Grund für dieses enge Verhältnis liegt schlichtweg in der Natur der Sache:

Faustregel: Menschen sind und bleiben Säugetiere und brauchen andere Menschen.

So auch für die Findung ihres „Wie“, welches ja bekanntlich eine der zentralen und wichtigsten und größten Baustellen im Leben jedes Menschen darstellt. Er benötigt sogenannte Eindrücke (Ideen, Vostellungen, Kritikpunkte) vermittelt durch Smalltalk, Konversation, Gedankenaustauch, Diskussion, Streit, Krieg, Streicheln, Küssen, Sex und Fortpflanzung mit anderen Menschen, um seine Vorstellung vom Leben zu extrahieren.

Menschen müssen andere Menschen riechen können, um sie bei wichtigen Fragen wirklich ernst nehmen zu können. Um die „Wie“-Eindrücke der anderen bewerten zu können, besteht der Mensch dabei aufgrund der Wichtigkeit des „Wie“ auf die Information der nasalen Botenstoffe des anderen. Später (bei Telefonaten o.ä.) muss der Mensch wenigstens eine Erinnerung an den Geruch, gekoppelt an die entsprechenden Eindrücke, die er von der Person bereits bekam, abrufbar haben.

Selbstverständlich können Menschen Eindrücke auch aus sich selber ziehen – sie sind ja auch Menschen. Kreativität für Lösungswege und Antworten entwickelt sich jedoch durch das Finden neuer Informationswege im Hirn. Das passiert – wie von mir immer wieder gerne erwähnt – zwar alle sieben Jahre durch Innensanierung des Hirns von selber, die Auseinandersetzung mit anderen Artgenossen verstärkt jedoch die Hirnmobilität und Ergebnisfindung um ein hohes und in den allermeisten Fällen unerlässliches Maß.

Faustregel: So viel Eindrücke wie möglich machen das Hirn so kreativ, erfahrungsreich und beurteilungsfähig wie möglich.
Faustregel: Der verarbeitungsfähige Eindruckmenge ist bei jedem Menschen zu unterschiedlichem Maß begrenzt. Danach geht die Übersicht flöten und man sollte mal Pause machen.

 

Herzner Wie Wo 04
Pause.

 

 

B. „Wie“-Findung

Faustregel: Wie ernst wir einen Menschen nehmen können, wenn es um persönliche Entscheidungen wie dem „Wie“ geht, entscheiden wir mit der Nase.

 

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Hier riecht es nur nach Hagel. Nicht nach Menschen.

 

B.1.Schritt eins bei einer Begegnung: Die Geruchsanalyse

Wir riechen den Gegenüber und ein Wust an Informationen dringt durch die Nase bis ins Hirn vor. Dieses seinerseits sortiert, verwirft, prüft neu und kommt innerhalb eines Augenblicks zu Ergebnissen wie: bekannt, verwandt, verwandt mit bekannt, interessant, uninteressant, stinkend, verliebenswert und ähnlichem.

B.2. Die Erkenntnisanalysen:
Die Ergebnisse der Geruchsanalyse sind vorerst wertfrei. Menschen erkennen die genetische Nähe oder Entfernung.
Diese Kategorisierung birgt die vorerst neutrale Information, wie viele neue Eindrücke zur Veränderung von Informationwegen im Hirn von diesem Menschen zu erwarten sind. Genetisch verwandte Menschen haben verwandte Denkweisen, genetische entfernte Menschen verfolgen andere Denkweisen.
Die Bewertung erfolgt in der akuten sowie der grundsätzlichen Erkenntnisanalyse. Sie werden mit postiven, negativen oder neutralen Wirkung der von dem gegenüber ausgesendeten Eindrücke bewertet. Postiv hieße: ich nehme sie ernst. Negativ hieße: ich schließe sie aus. Neutral hieße: ich höre mal zu, aber eigentlich kann ich sie gleich wieder vergessen.
Die Erkenntnisanalyse ist im Vergleich zur Geruchsanalyse leichter modifiziertbar.

 

Herzner Wie Wo 03
Bilder ohne Menschen sind für Menschen ruhiger.

 

B.2.1 die akute Erkenntnisanalyse
Akut gehen wir auf den gleichen Menschen in unterschiedlichen Situationen unterschiedlich ein und lassen ihn unterschiedlich nah an uns und unsere Meinungsbildung heran.
Sind wir gerade familiär gestimmt, freuen wir uns über Verwandte und nehmen sie ernst. Suchen wir gerade nach neuen Impulsen, die unser „Wie“ von andere Seite unterstützen oder aufmischen wollen, hören wir den fremd riechenden Menschen zu.
Ob wir bei eine Idee ernsthaft in Betracht ziehen oder nicht, sie teil unserer Vorstellung vom Leben werden lassen oder in ihr irgendwann ein Negativbeispiel erkennen, lässt sich akut nur vorläufig festlegen (Zum Beispiel: Aha – hört sich gut an.)
Der vorläufige Eindruck und der Geruch der Person werden gekoppelt abgespeichert und bei der Wiederkehr von einem von beiden wieder hervorgerufen. Werden sie häufig aufgerufen, festigt sich ihre Bewertung (Hört sich gut an) und sie fließen sie in die grundsätzliche Erkenntisanalyse ein, aus der letztendlich das „Wie“ hevorgeht (Das ist gut.).

B.2.2 Die grundsätzliche Erkenntnisanalyse
Dieser Prozess ist also die Vermengung vorheriger akuter Analysen mit neuen akuten Analysen, bei denen Geruch oder Idee bereits bekannt sind. Alles wird miteinander verglichen, und bei gehäufiger postiver akuter Analyse, wird ein bestimmter Geruch oder eine bestimmte Idee als übernehmbar angenommen und kann nicht mehr leicht in Frage gestellt werden.
Wir gewöhnen uns nicht nur an unser „Wie“, sondern auch an die Menschen und ihre Gerüche, die das „Wie“ mit gebaut haben. So werden uns Menschen vertrauter und die Geruchsanalyse selbst wird bei ihnen unwichtiger. Es wird vielmehr so, dass wir ihren Geruch aufsuchen, um das eigene „Wie“ zu unterstützen.
Häufig auftretendende Kopplungen von Geruch und Endergebnis der akuten und grundsätzlichen Erkenntnisanalyse, bilden im Hirn dann deutliche Trampelpfade, die dazu führen, dass der Geruch der fremden Menschen sogleich auslöst, dass seine Eindrücke postive, negative oder neutrale Einfluss auf das „Wie“ nehmen können, ob er mutmaßlich unterstützend oder widersprüchlich auf mein „Wie“ einwirkt. Eigentlich wird dann gar nicht mehr analysiert.

 

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Oben auf dem Turm gibts jede Menge Luft.

 

B.2.3
Faustregel: Im Laufe des Lebens kann sich das Verhältnis zwischen akuter und grundsätzlicher Erkenntnisanalyse ändern – für gewöhnlich nimmt das Gewicht der grundsätzlichen Erkenntnisanalyse zu und sie wird dabei durch Gewöhnung zunehmend unflexibel.

B.3. Das Ende der Erkenntnisanalyse
Im Extremfall kann einreten, dass die grundsätzlihe Erkenntnisanalyse für abgschlossen erklärt wurde – die Analyse aufhört, die Erkenntnis da ist und das „Wie“ als unänderbar festgelegt wurde. Wahlweise haben wir dann einen erleuchteten Buddha oder einen totalen Sturkopf.
Dem Menschen ist es möglich, die Erkenntnisanalysen stumm zu schalten. Dies kann auch akut an fehlender Lust liegen oder daran, dass er sich nicht von einer Idee abbringen lassen will.

B.4. Der Sinneswandel
Die Vorstellungen vom „Wie“ können sich trotz eingefahrener grundsätzlicher  Erkenntnisanalyse, die ja zwangsläufig auf etwas bestimmtes hinaus läuft, auf den Kopf gestellt werden.

Zum Beipiel durch den von mir so geschätzte siebenjährliche Hirnumbau.
Durch ein einschneidendes Erlebnis, dass die eingefahrenen Beurteilungsmuster von Geruch, geknüpft an postive und negative „Wie“Vorstellungen hinterfragt.
Liebe auf den ersten Blick.

Oder: Durch ein neues „Wo“, an dem die Geruchsanalyse auf akute ungewohnte Situationen trifft, die eine sofortige oder schleichende Hinterfragung und Umbau des grundsätzlichen in Gang setzt.

Hallo „Wo“. Da bist Du endlich!

 

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Das Foto hab ich damals in Berlin gemacht, als ich da wohnte.

 

C. Der Geruchsraum „Wo“

Das „Wo“ ist der Radius in dem sich unsere Nase durch die Bewegung unseres Körpers bewegt und sich damit in einem Raum zur „Wie“-Findung aufhält. Wir rufen uns ins Gedächtnis: Keine „Wie“-Findung und keine Geruchs- und Erkennnisanalyse ohne Geruch.

Faustregel: Ohne gemeinsamen Ort mt gleichzeitiger körperlicher Anwesenheit, ohne die Überschneidung mindestens zweier „Wo“ keine Geruchsanalyse, keine Erkenntnisanalyse, keine Weiterentwicklung des Hirns oder des „Wie“.
Ausnahme: Der Mensch genügt sich selbst. Sein eigenes „Wo“ ist mit dem eigenen Deckungsgleich.

 

D. Die Geographie, das „Wo“ und das „Wie“

An unterschiedlichen geographischen Orte dieser Welt etabliert sich jeweils eine bestimmte Grundatmosphäre, die die „Wie“ der Menschen die dort wohnen und die klimatischen Gegebenheiten erzeugen. Der Prozess dieser geographischen „Wie“-Findung vom Ablauf durchweg vergleichbar mit der grundsätzlichen Erkenntnisanayse des einzelnen Menschen.
Letztendlich sammeln sich an einem geographischen Ort Menschen mit ähnlichem „Wie“. Welches im Übrigen auch sein kann, dass sie nicht viel miteinander zu tun haben.

Für einen Menschen bedeutet dies folgendes: Er sollte herausfinden, ob er eher nach verwandtem oder entferntem sucht, um sein „Wie“ und seine grundsätzliche Analyse zu verfestigen oder über seine akute Analyse neue Impulse einfließen zu lassen.

Faustregel: Der geographische Ort als Wohnort eines Menschen ist nicht unbedingt fächendeckend mit dem Radius eines „Wo“. Dieses kann nur Teile vom geographischen „Wo“ einnehmen und an andere Stelle deutlich darüber hinauslappen.

Das bedeutet: Gegensätzliche Vorstellungen vom Leben können auch in der selben Stadt existieren, weil die „Wo“ der Menschen unterschiedlich ist.

Beispiele:

Für Menschen, die ihr in einer geographischen Metropole körperlich anwesend sind, ihr  „Wie“ aber aus einem Pool von Verwandten ziehen, bei denen die grundsätzliche Erkenntnislage bekannt ist, haben trotz der Metropole um sich herum ein kleines „Wo“.
Menschen, die gerade eher nach fremden Gerüchen suchen, können auch in einer kleinen Stadt ein recht gr0ßes „Wo“ bewohnen.
Andere passen ihr „Wo“ und den „Wo“s einer Gruppe an, die sich vorwiegend an einem geographischen Ort aufhält.

 

Menschen, die an einem anderen geographischen Ort wohnen sind durch unser Geruchsgedächtnis Teil unseres „Wo“. Wir spüren, wenn es soweit ist, einen Menschen zu besuchen, um ihn wiedermal zu riechen.
FAZIT: Noch wichtiger als der geographische Ort (also eine Stadt) ist das „Wo“, in dem unsere Nase lebt, und ob unser „Wie“ sich verändern soll oder nicht.
Ein siebenjährlicher Hirnumbau kann einen Umzug, eine Reise oder die Suche nach neuen Freunden bedeuten: eine Veränderung des „Wo“.
Die Sehnsucht nach Gleichmäßigkeit und Bestätigung führt zum Aufsuchen alter Riechgesellen. Auch die zeugung eines neuen verwandten kann das alte „Wo“ und damit das „Wie“ bestätigen.

 

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E. Exkurs: Gnadenlos ist die Objektivität bei der Wahrnehmung eines geographischen Ortes

Als Mensch, der nach gut riechenden „Wo“s Menschen mit hilfreichen „Wie“-Eindrücken sucht, muss man an einem geographischen Ort zu allererst daran glauben, dass sie zu finden sein werden.
Da man die „Wo“s nicht überblicken kann, verlässt man sich auf seine Intuition. Es gibt genug andere Orte auf der Welt, in denen man mit dem richtigen Bauchgefühl auf die „Wo“s verwandter, gleichgesinnter oder inspirierender Menschen trifft.
Wenn es einem von vorneherein in einer Stadt intuitiv nicht gefällt, hat sie zu recht schlechte Karten – selbst wenn es sich dabei um eine Fehleinschätzung handelt.

 

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In einem Hotel in Hamburg.

 

F. Exkurs: Die mediale Illusion

Fernsehen, Telefon und Internet allein sind keine veritablen Gegenüber. Sie eignen sich nicht für die „Wie“-Findung, weil die nasalen Botenstoffe fehlen und keine Geruchsanalyse möglich ist. Nehmen Menschen geruchlose Informationsquellen für voll, lassen sie sich durch die sogennannte „mediale Illusion“ täuschen. Ohne Geruchsanalyse ordnen sie nicht riechbare Menschen Verwandtschaftskategorien zu und fühlen sich verbunden.
Letztendlich finden sie ihr „Wie“ entgegen dieser Illusion in den wenigen Menschen, die sie in echt treffen – oder eben nur in sich selber. An diesem „Wie“  wird durch geruchlose Medien letztendlich nicht gerüttelt.

 

Herzner das wichtige

Faustregel: Im Leben des Menschen können sich alle Faktoren verändern.

Ein verändertes „Wo“ führt zu neuen Bahnen im Hirn.
Ein verändertes Hirn führt zur Reformation der Erkenntnisanalysen.
Ein veränderter geographischer Ort führt zu Überschneidungen mit den „Wo“ unbekannter Menschen.
Zeugt man eigene Nachkommen, wird die Geruchsanalyse um neue Verwandtschaftsgrade erweitert und die Erkenntnisanalyse reformiert oder auch gefestigt.
Die grundsätzliche Erkenntnisanalyse kann radikal oder schleichend umgebaut werden.
Die akute Erkenntnislage kann durch Alkohol, Drogen oder Hormone vollends aus dem Ruder geraten und die grundsätzliche Erkennnisanalyse auskoppeln.

 

letzte Faustregel: Alles hängt mit allem zusammen. Man kann es eh nicht überblicken und folgt sdewegen letztendlich der Intuition.

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In Lviv gehen riechende Menschen über einen Bürgersteig.
Sie kommen vom Einkaufen.

 

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EPILOG

Lieber Iko,

Deiner Frage nach zu urteilen würde ich gerne mal unsere „Wo“s überschneiden lassen.

Und das mit dem Fingernagel schreibe ich nur, weil es sich so schön anhört.
Es hat nicht wehgetan, keine Sorge.

Herzlich, Katrin Herzner

4 thoughts on “Wie alles wirklich funktioniert : das dritte Leben

  1. Liebe Katrin,

    das war wieder mal eine sehr schöne Antwort.
    Obwohl mir deine Antwort auf eine vermeintlich einfache Frage, die RegenwurmfrageegarfmruwnegeR, bisher am allerbesten gefallen hat, stelle ich eine etwas kompliziertere Frage. Nicht so schwierig wie die WieWo-Frage aber immerhin. Aber vielleicht ist sie ja doch auch eigentlich ganz einfach:

    Wieso will man so oft etwas anderes machen als man eigentlich machen wollte? Das eine will man doch auch so richtig wirklich machen und dann macht man doch lieber andere Sachen.

    Lieben Gruß, Robin

  2. Ich finde interessant, dass die Faustregel „Menschen sind und bleiben Säugetiere und brauchen andere Menschen“ alles bestimmend für deine Antwort ist. Ich vermute, das hat auf dich bezogen mit der anderen Faustregel „Im Leben des Menschen können sich alle Faktoren verändern“ zu tun. Jedenfalls frag ich mich da über Umwege: Wie funktioniert Perspektivwechsel eigentlich wirklich? Also, ich meine den kognitiven, zwischenmenschlichen Perspektivwechsel, nicht den räumlichen.

  3. Liebe Karola,
    aberhallo ist das auf mich bezogen. Ich weiß auch überhaupt allgemein gar nicht, wie ein überhaupt irgendein Mensch aus sich heraus könnte.
    Hm. Also ich dachte, ich beschreibe genau diesen kognitiven, zwischenmenschlichen Perspektivwechsel in der Erkenntnisanalyse, die sich ja auch nach geruchsräumlicher Überschneidung weiter entwickelt. Ich knüpfe ihn insofern an die geruchsräumliche Anwesenheit, da sie für die Einwirkung eines anderen wenigstens einmalig nötig ist, um den von Dir dann so genannten Perspektivwechsel auszulösen. Sonst kann man den anderen nicht einschätzen, nicht ablehen und sich natürlich auch nicht verknallen.
    Nur für den Fall: Säugetier ist hier im Sinne eines Lebewesens mit Hirn gedacht, und nicht zwingendermaßen eines der beiden Beteiligten eines rammelnden Hasenpärchens. Ich schreibe nicht nur von potentiellen Fortpflanzungspartnern, sondern von jedem Menschen, dem man begegnet. Selbst das „Alleine sein“ ist dabei über die Distanz zu Artgenossen definiert, womit man also letztendlich selbst für die Einsamkeit jemand anderen braucht, der eben gerade nicht da ist.
    Man muss nicht unbedingt mit jedem Menschen schlafen, der auf die Vorstellung vom Leben Einfluss nimmt.
    Ich bin mir aber nicht ganz sicher, ob ich dich da richtig verstanden habe. Wir stehen ja gerade nicht im Geruchskontakt.
    Das hier ist nur die Sphäre der medialen Illusion.
    Schöne Grüße
    Katrin

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