Internet essen und trinken – Im Gespräch mit Andreas Wundersee

Ich weiß  gar nicht genau warum ich erst jetzt dazu komme das hier zu verbloggen, auf facebook aber wars wohl schon mal. Es ist wirklich arm, aber zwo18 vergisst man, d.h. ich dann eben immer mal wieder (leider!) es gibt noch ein WWW außerhalb von facebook.
Definitiv keine gute Entwicklung.

Also jetzt und hier im Blog zwei Hinweise. Erstens auf ein Podcast, den Tausendsassa Andreas Wundersee mit mir bereits vor einiger Zeit in der Bar Alexander in Unterbilk aufgenommen hat. Wir haben dort über die Kunst, die Szene, Digitalität, Realität, Augmented Reality, Künstliche Intelligenz, warum man Kinder kriegen sollte, das Ende, die Evolution und die Metamoderne gesprochen. „WZW007: Auf ein Getränk mit Florian Kuhlmann“ findet ihr hier.

Zweitens und außerdem noch der Hinweis auf ein Video, ebenfalls von Andreas Wundersee, in dem er eine Arbeit remixt und weiter denkt. „Das Kunstwerk YOU CAN NOT EAT THE INTERNET von Florian Kuhlmann war der Auslöser für meine 9. YouTube-Folge. Ich wollte in einem Mukbang-Video das Internet essen und hab dafür die ART-PRODUKTE entwickelt.
Keine Frage, ich finds geil und freue mich natürlich sehr über sowas. was gibts schöneres als geremixt zu werden frage ich euch?
das video gibts hier und bisschen background dazu hier.

1 thought on “Internet essen und trinken – Im Gespräch mit Andreas Wundersee

  1. Hallo Florian, hallo Andreas Wundersee,
    ich bin über einen Umweg zu Eurem Austausch gekommen, weil ich das alte Katrin Herzner-Video zu Kunst gesucht und leider nicht mehr gefunden habe. Ich habe bis zum Schluss gerne zugehört!

    Katrin (die ich leider nicht persönlich kennengelernt habe) hat ja aufgehört, und ich kenne noch mindestens einen weiteren Menschen, der ebenfalls mindestens damit ringt…

    Mit dem Aufhören ringen anscheinend immer nur die, die im offiziellen Betrieb feststecken; mir ist kein kreativer nicht-Akademiker bekannt, der sich jemals gefragt hätte, ob er seine künstlerische Neigung nicht an den Nagel hängen sollte. Das bestätigt meinen schon länger bestehenden Verdacht, dass das Dilemma mit der Kunst begann, als sie zum Studienfach wurde und dadurch zum “Beruf” werden konnte. Wenn man noch einem weiteren Herren dient – z. B. eine Familie versorgen muss; Ihr spracht darüber – muss man Kompromisse Richtung Markt machen, ganz klar.

    Was ich so spannend finde: ganz viele Künstler teilen den Markt-Ekel ja, aber die Kunst wird nicht (mehr/noch nicht) aus ihm befreit… (… könnte das nicht wunderbar sein…? Katrin Video sprach mich damals so an, weil in ihrem Bild, das sie malte, der Markt nur eine winzige Anhangsblase war am “viel, viel, viel, viel, viel,… viel mehr” der Kunst.

    Und was ich philosophisch spannend finde: wenn in Zyklen alles immer wiederkehrt bis hin zur Frage, ob einem die eigenen Gedanken tatsächlich “gehören”, weil es nichts wirklich “Neues” zu geben scheint: geht es dann nicht allgemein um menschliche Weiterentwicklung? Ein eventuelles “Vorankommen” kann dann nie als monetäres, als Ziel eines äußeren Erfolgs verstanden werden, sondern nur als individuelles Ziel, das insgesamt den Heimatplaneten ein bisschen mehr in eine „gute“ Richtung bewegt, oder?

    So verstehe ich Kunst eingebettet in einen größeren menschlichen Kontext. Was Kunst “genau ist”, ist eine müßig Frage, die nur in einem (überflüssigen) Bewertungssystem eine Rolle spielt. Ich kann gut nachvollziehen, dass man nach KollegInnengesprächen wieder neu motiviert und inspiriert ist, denn man hat darüber gesprochen, worum es im Grunde geht: ums auseinandersetzende sich-Einbringen in sein eigenes Leben.

    Viele Grüße,
    Sabine

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