zum verhältnis von kunst und welt möchte ich mich eigentlich nicht mehr recht äußern, vor allem weil es da in meinen augen kein verhältnis mehr gibt. die bildende kunst ist eine konzeption die im vergangenen jahrhundert durchaus ihre berechtigung hatte.

nach reichlicher überlegung bin ich aber zu dem schluss gekommen, dass kunst und kunstbegriff in der metamoderne überholt und obsolet sind. wer sich daran festhalten möchte möge das bitte gerne tun. ich für meinen teil kann hier keine besondere emphase mehr dafür entwickeln in einem sozialen system zu performen, in dem zeitgenössischer erfolg nur noch ausgerichtet ist auf die erfolgreiche produktion und vermarktung hochpreisiger spekulationsobjekte für die 1%. auch eine aufladung mit allem möglichen soziokulturellen aspekten und die permanente anbindung an wissenschaften sowie die versuchte unterwerfung an eine idee der aufklärung vermag hier nichts mehr zu retten.

wer als künstler lebt, die pforten der wahrnehmung offen hat, darüber hinaus auch bereit ist zu sehen und das dargebotene als ganzes wahrzunehmen, dem bleibt mittel- bis langfristig nur eines: die völlig komplette und restlose ablehnung der kunst. jegliche rettungs- oder reaktivierungsversuche sind zu unterlassen, hier gilt es stärke und haltung zu bewahren.

als metamoderner künstler kann es nur noch eine letzte aufgabenstellung geben, nämlich die, mit der kunst endlich auf zu hören. es also einfach sein zu lassen und statt dessen real, konkret im jetzt und hier zu handeln, gänzlich ohne irgendwelche symbolischen aufladungen auszukommen. zu existieren ohne dabei permanent die welt der zeichen zu bemühen.