Author Archive

Was geht woanders? Kurz umgeschaut im Internet.

Beim Donnerstag steht nach wie vor der Artikel zur Post-pre-spectaculative-Material-Internet-Email-Bazong-Megahipster-Objektfetisch-Normcore-Ausstellung im Kasseler http://www.fridericianum.org ganz oben – passend mit dem Kanzlerhashtag #Neuland versehen. Ich hatte die Ausstellung hier erwähnt, fand das Arrangement in der Tat auch äußerst reizend, und wollte das zweite #LocalNon dann eigentlich auch dort steigen lassen, sozusagen als ergänzenden immateriellen Kommentar zu all den Objekten dort. Heute bin ich dann aber doch wirklich froh darüber, wie es jetzt gelaufen ist, der Ebertplatz ist definitiv die bessere Location dafür gewesen. Apropos #LocalNon, die Bilder vom Ebertplatz, habe ich in meinen Blog gestellt. Wer sich für solche Sachen interessiert klickt bitte hier. Danke an Alle die da waren und mitgemacht haben.
Am nächsten Tag startete in der Boutique dann übrigens noch ein 48h-DeepNon, das hat Johannes Thies organisiert. Davon ist auch das Foto hier.

Foto_1

Deep Non am 5.4.2014 in der Boutique am Ebertplatz. 48h schreiben und sein,

» Gimme more of this please. now …

Julia Bünnagel Super Structure Part2

Die Bilder von Julia Bünnagels Skulpturexperiment bei Sebastian Brandl wollte ich eigentlich schon längst im Blog haben, kam aber wegen der Vorbereitungen fürs #LokalNon letzten Freitag die ganze Zeit zu nichts mehr. Deshalb hole ich das jetzt einfach mal nach, auch wenn die Ausstellung mit all den verschiedenen Umbau- und Nutzungsphasen jetzt schon vorbei ist.
Hat mir persönlich gut gefallen, wie Julia da mit den Dingen umgegangen ist, und die Objekte in ihrem Kontext verschoben und verwandelt hat. Wir zeigen das einfach mal als Bildstrecke für diejenigen die es nicht nach Köln geschafft haben, eine ausführliche Besprechung der Ausstellung gibt es übrigens bei den Kölner Kolleginnen und Kollegen vom Artblog Cologne.

Andreas-Oskar-Hirsch-DSC01111bea

» Gimme more of this please. now …

Die Elite der weißen Scheisse aus China

Also wer hier so ein bißchen mitliest, der hat vielleicht schon mal gemerkt, dass ich ein etwas ambivalentes Verhältnis zur Kunst habe. Obwohl ambivalent da vieleicht sogar etwas sehr euphemistisch formuliert ist, denn um Ehrlich zu sein geht mir die – mit Verlaub – weiße Scheisse zunehmend auf die Nerven. Und wenn es derzeit einen Künstler auf der Welt gibt, der für mich exemplarisch für das steht, was mich dazu bringt das Kunst-hassen zu lieben, der mir also so richtig, absolut und über allen Maßen auf den Sack geht, dann ist das der doofe dicke Chinese mit dem Rauschebart.
Aiweiwei ist eigentlich der Damien Hirst der politischen Kunst, obwohl ich letzteren, auch wenn ich für Zyniker wenig übrige habe, eigentlich dann noch vergleichsweise interessant finde. Echte Fieslinge sind mir zwar nicht wirklich sympathisch, aber eine ehrlich erkennbare Boshaftigkeit ist mir doch sehr viel lieber als der anbiedernd, devote Ideologiekitsch aus China, den man da jetzt im Gropius-Bau feiert. Viel lustiger und netter als ich formuliert das im übrigen Leo Fischer, ehemaliger Chefredakteur des Nachrichtenmagazins »Titanic«, an dieser Stelle. Klickt mal rein.

Energy Objects

Energy Objects are objects that don’t have relative value. They can’t be sold or traded for other objects. It is possible to gift them if one expects nothing in return. The objects contain life-affirming energy. Why would you use qualitative methods of assessment? Does it matter if the objects ‚look cool‘ or not? Images of the objects circulate as artworks. The objects themselves don’t circulate. They stand still and refer to higher planes. Documentation, in this case, is a form of sermonizing. Your child could’ve made these, but didn’t.

object16

» Gimme more of this please. now …

surplus living

99% aller Pressetexte die uns erreichen sind ausgemachter Schrott und Artyfarty-Bullshit-Bingo. Da lese ich zwei Sätze und dann geht die E-Mail in den Müll oder in den Orkus der Vergessens. Keine Ahnung warum man 2014 immer noch Einladungstexte schreiben muss die in erster Linie nichts sagen wollen. Spart Euch doch die Zeit und schickt uns ne Flasche Wein dafür, ladet uns nett ein, dann kann man über alles reden, wir sind ja bescheiden (und in Wahrheit gar nicht so garstig wie es hier manchmal scheint).

Aber es gibt auch Texte, die lese ich und denke mir ‚Hey Moment mal, da hat ja in letzter Zeit mal jemand das Fenster und die Tür aufgemacht und heraus geschaut aus seiner weißen Gummizelle‘. Und solche Texte packe ich dann auch gerne hier.

1

» Gimme more of this please. now …

Fabian Kuntzsch und Moritz Fiedler beim Auf- und Abbauen in der Filmwerkstatt

Moritz Fiedler und Fabian Kuntzsch sind Absolventen der Kunstakademie Düsseldorf und aktuelle Stipendiaten des dHCS Stipendiums des Kunstvereins für die Rheinlande und Westfalen Düsseldorf. Ich habe sie, also das heißt natürlich ihre Arbeit, vor kurzem Abends in der Filmwerkstatt gesehen und es hat mir wirklich gut gefallen, wie die beiden da sehr ernst und konzentriert, minutenlang ihre Objekte auf- und abbauen.

Foto 5

» Gimme more of this please. now …

Ein Vormittag in der Kunstakademie

natürlich waren wir diese jahr auch mal auf dem rundgang, und es war sogar ganz nett. man muss abstand zu den dingen dort halten und darf das nicht all zu ernst nehmen. und dann, wenn man das so zu sagen aus dem augenwinkel heraus im vorbeigehen mal kurz anschaut, dann kommen einige sachen doch ganz gut.

Foto32

» Gimme more of this please. now …

Da war was am Kö-Bogen – ein Ufo?

Irgendwas ist immer. Und irgendetwas war am Kö-Bogen. Aber wie so vieles habe ich auch dieses Ereignis irgendwie verpasst. Macht ja nix, schließlich sind wir keine Reporter, haben keinen Bildsungsauftrag und sind auch ansonsten Nichts und Niemanden verpflichtet – außer natürlich unseren Klickzahlen.

kunstgeflc3bcster

» Gimme more of this please. now …

Kurz notiert. Lindenow Netzwerk und Festival in Leipzig

Eben per E-Mail gefunden und jetzt hier mal kurz notiert.
Schönes Ding in Leipzig: Das Lindenow Netzwerk und Festival der unabhängigen Kunsträume im Leipziger Westen. Mehr Infos gibt es hier.

lindenow-l9_pic_fm_globusfabrik

http://www.lindenow.org

Danke Anna!

Gruppenausstellung Hauptstadt in Berlin / 01.03.2014 – mit Konzert!

Über Carola Ernst im Malkasten hatten wir vor kurzem was gebracht. Wer mehr von ihr sehen will fährt jetzt nach Berlin, oder ist schon da.

Denn am Samstag 01.03.2014 ist Finissage der Gruppenausstellung Hauptstadt in Berlin.

Noch mit dabei sind neben Carola Ernst dann Andrew Gilbert, Jonas Hofrichter, E.S. Mayorga, Martin Neumaier, Manfred Peckl, Hans Petri, Stefan Pfeiffer, Peyman Rahimi, Grit Richter, Benja Sachau, Felix Weber, Alexander Wolf, Dominic Wood so wie Phillip Zaiser & Thomas Zipp.

Raumansicht Andrew Gilbert & Church of Dominic Wood

Raumansicht Andrew Gilbert & Church of Dominic Wood

» Gimme more of this please. now …

8 jahre im schnelldurchlauf

und hier noch mal der letzte freitag abend im schnell durchlauf – fast forward.

danke an alle fürs kommen. und danke an lars für das video, hat sich die gopro doch gelohnt!

8 JAHRE, 9 BILDER, ALLES UMSONST?

Ein Hinweis auf eine kommende Ausstellung in eigener Sache.

In den vergangenen Jahren habe ich eine Reihe von sehr großformatigen, sehr farbenfrohen und sehr massiven Bildcollagen entwickelt und diese nach Fertigstellung in bester Qualität und höchster Auflösung im Netz publiziert.
Dort stehen die Originalbilder nun auf verschiedenen Webseiten zum freien Download, zum beliebigem ausbelichten und zum selbst gewähltem Handling für das Publikum bereit.

http://bit.ly/1fspVWO

Nach nun etwas mehr als 8 Jahren Arbeit habe ich jetzt beschlossen diese immer offen und wage belassene, in den Ausmaßen stets undefiniert gebliebene Bildarbeit einmal zu fixieren und sie sehr großformatig produziert in einen
Ausstellungsraum zu bringen.

Das Ergebnis gibt es kommenden Freitag, 21. Februar ab 19 Uhr im Atelier von Walter Padao zu sehen. Komm doch einfach mal vorbei.

8_jahre_9_bilder_alles_umsonst

8 jahre, 9 bilder, alles umsonst?
21. februar 2014 19 – 0 uhr
atelier walter padao
hüttenstraße 34,
40215 düsseldorf

Julia Bünnagels experimentiert mit SUPER STRUCTURE

Eine Skulptur die sich im Laufe einer Show wandelt, die zu erst ihre Form, dann ihrer Funktion verändert und schlußendlich als Kulisse dient, das hat Stil und so etwas gefällt mir gut! Julia Bünnagel experimentiert derzeit in den Räumen von Sebastian Brandl in diese Richtung.

Julia Bünnagel_Structure_2013-2014 1 web
Und da Manu eigentlich mal vor hatte zur zweiten Phase dort hin zu fahren um dann auch etwas darüber zu schreiben, beschränke ich mich hier auf den kurzen Hinweis zur Phase 1, verlinke zu Anna Lena’s Artfridge (sieh hat nämlich darüber geschrieben) und zitiere hier einfach mal schamlos.

» Gimme more of this please. now …

Guten Morgen Düsseldorf, guten Morgen Welt!

Aus Gründen die ich nicht mehr nach vollziehen kann, wahrscheinlich aber aus reiner Vergesslichkeit, ist unsere Videogrußkolumne verschwunden. Das ist natürlich Schade und soll nicht sein. Also setzen wir die Tradition des fröhlichen Morgengrußes einfach mal wieder fort. Diesmal aber, dem unnötigen Februar angemessen nicht mit fröhlichen Hallo, sondern mit einem wirklich netzdystopischen Videoclip von Jon Rafman. Das muss auch mal sein, denn nach mittlerweile fast einem Jahr der regelmäßigen Snowden-NSA-Enthüllungen kann ja eigentlich kein vernünftiger Mensch mehr von so etwas wie Netzutopien sprechen.

» Gimme more of this please. now …

USB Shuffle Show Nr 2

Wir hatten auf die USB Shuffle Show im Institut für Alles Mögliche hingewiesen.
Hier kommern die Bilder von diesem Jahr. Danke Stefan!

02

 

» Gimme more of this please. now …

Update Blogroll mit Another Artblog und The Expandress

Kurzes Infoplus für Euch.
Beim täglichen abhängen im Netz bin ich auf zwei neue Blogs gestoßen. Nr 1 ist http://anotherartblog.com von Tom Lingnau and Kristina Scepanski, ein sehr reduziertes minimalistisch gehaltenes Projekt mit dem Untertitel ‚Superficial Structures: Strategies of Display in Contemporary Art‚. Die Macher scheinen in Teilen aus Köln und Umgebung zu kommen, zumindest erscheint einem das so, wenn man über den Blog drüber liest. Für meinen Geschmack ist das alles noch eine kleine Spur zu brav und etwas zu sehr auf Kunst-CI getrimmt, kommt aber trotzdem ambitioniert daher und landet deshalb auch in der Blogroll bei uns.

Marcus_Kleinfeld_2014_1-810x664

Marcus Kleinfeld via Another Artblog

» Gimme more of this please. now …

die kunst retten *

Ein Text von Frank Richter

dieser stete zuwachs an galerien, museen, ausstellungen, auktionen, festivals, biennalen, kunstmessen, vernissagen, finissagen, katalogen, portfolios, retrospektiven, kunstpreisen, stipendien, kustoden, artdealern, gutachtern, museumspädagogen, sammlern, kunstarchiven, ausschreibungen, juroren, koryphäen, kunststudenten, kunstschulen, meisterschülern, karrieren, altmeistern, nestoren, berühmtheiten, kunstprofessoren, stiftungen, akademien, meisterwerken, monographien, kunstszenen, künstlertagebüchern, kunstmagazinen, ratinglisten, nachwuchstalenten, newcomern, shooting-stars, kunstmetropolen, mega-events, meuseum-shops, kunsttouristen, kunstbanausen…

» Gimme more of this please. now …

Domain Gallery – Onlineoffspace statt Whitecube?

Die Domain Gallery ist eine von mittlerweile zahlreichen Onlinegalerien im Netz. Sabrina Möller hat sich bei artandsignature mit Manuel Fernández dem Kurator und Betreiber der Galerie unterhalten. Lesen könnt Ihr das Gespräch hier: WHITE CUBE OR ONLINE GALLERY? INTERVIEW WITH MANUEL FERNÁNDEZ.
Vergesst auch nicht mal kurz in der Galerie selber vorbei zu sehen, das ist nicht schlecht, tut sogar gut und für Euren Kopf ist das alle mal besser als der x-te SPON-Besuch am Tag. Zur Zeit läuft All Watched Over by Machines of Loving Grace, ein Videoclip des spanischen Künstlers Pascual Sisto.

Foto3

» Gimme more of this please. now …

Erik Stein beendet mit dem Besten vom Besten aus Düsseldorf

Das ist Schade! Erik Stein, langjähriger Blogautor des Donnerstag hört auf (Wir hatten uns vergangenes Jahr im April mit ihm unterhalten, das Gespräch findet Ihr hier) und schreibt seinen letzten Artikel dort.

Zum Abschluss haut er aber noch mal richtig auf die Pauke, in dem er hier mit viel Geduld analysiert und seziert was an Kunst derzeit anödet und nervt. Um sich nicht völlig im luftleeren Sprachraum zu verlieren greift er dazu die Ausstellung ‚Das Beste vom Besten‘ im Düsseldorfer Kunstverein auf. Kunstkritik at it’s best. Wir wünschen viel Vergnügen.

Bild vom Donnerstag Blog geliehen. Danke!

Bild vom Donnerstag Blog geliehen. Danke!

Und bei Kunstverein und Kunstkritik fällt mir auf einmal wieder ein, dass ich eigentlich noch mal etwas über den ADKV-ART COLOGNE Preis für Kunstkritik schreiben wollte. Denn beim Blick auf die wechselnde Abfolge von Preisträgern und Jurymitglieder der vergangenen Jahre offenbaren sich Qualitäten die ebenfalls an der von Erik gedachten Linie angedockt werden können. Auch hier zeigt sich, und zwar recht ungeniert und schamlos, eine fast schon grenzdebile Lächerlichkeit, die das Unterfangen mit der Kunst offen desavouriert (und das für läppische 3000 Scheine).
Man kann und soll so etwas als ästhetisch geschulter, denkender Mensch bitte nicht mehr all zu ernst nehmen. Denn wir wollen uns die  Selbstachtung und den Respekt vor einer Welt bewahren, die in Teilen durchaus schön ist, in der Menschen permanent erstaunlich gute und edle Dinge vollbringen und in der es einer ganzen Menge von Leuten jeden Tag aufs Neue gelingt den inneren Schweinehund erfolgreich in Zaum zu halten.

Seine Aufgabe und seine Berufung Ernst nehmen und die Distanz wahren soll aber bitte auch Erik Stein weiterhin, in dem er hoffentlich an der richtigen Stelle weiter macht. Und dem Donnerstag wünschen wir, dass man die entstehende Lücke erfolgreich schließt und die Arbeit der vergangenen Jahre dort genauso bissig, klug und selbstsicher fort setzt wie bisher.

 

Bewegung im Kölner Epizentrum

Schön, dass sich in Köln am Ebertplatz was tut. Und mit etwas Glück bemerkt man auf Seiten der Stadt jetzt auch welche wertvolle Arbeit hier getan wird. Wobei das gar eigentlich unsinn ist, so wie ich das schreibe.

» Gimme more of this please. now …

Die postinternet Ästhetik des Objekts reizt

Das hier in Kassel, im Fridericianum, das reizt mich seit dem ich es – leider erst etwas spät – über Matthias Planitzer gefunden habe. Eine ganze Weile läuft das jetzt schon und wurde gerade erst um einen Monat verlängert. Speculations on Anonymous Materials heißt es und bringt in ehrwürdigen, institutionellen Hallen sehr junge, sehr frische Leute zusammen, die wohl so noch nicht zusammen gekommen waren.

Ich mag den Stil dieser Leute, die alle noch etwas jünger sind. Gut in Teilen ist das alles ein klein bißchen reaktionär und für jemanden wie mich etwas zu stark am Objekt verfangen – aber hey Freunde, das ist institutionelle Kunst, da muss man auch ein bißchen lässig bleiben in der Beurteilung. Denn gute Sachen von guten Leuten sind schon dabei. Vor allem Timur Si-Qin ist mit seinem Axe Effect bereits vor einiger Zeit ein wirklich epischer Treffer gelungen, da ziehe ich auch mal meinen Hut. Das sind solche archaischen Dinger, die einfach passen, die man einmal sieht und die dann im Hirn kleben bleiben.

axeeffect_1280_04

Timur Si-Qin, Axe Effect, 2011

» Gimme more of this please. now …

Der Süden holt auf – zwei Neuzugänge in der Blogroll

Wir haben zwei Neuzugänge in der Blogroll. Hinter dem Blogprojekt www.artandsignature.com steckt die Kunsthistorikerin Sabrina Möller, Schwerpunkt dort ist die Kunstszene Wiens, Österreichs und Süddeutschlands.  Klickt mal rein, es geht auch überregional zur Sache. Ist doch schön, wenn sich nicht immer nur alles in Berlin abspielt.
Und dann noch etwas aus der Schweiz. Das Blog/Magazin www.widewalls.ch ist auf Urbanart und Grafik spezialisiert. Ebenfalls jetzt hier zu finden.

Pausen Bilder im Kunstknast von Ozean

ozean_stokou_03

Bild: Blitzkunst (Danke!)

OZEAN ist ein Projektraum auf dem Gelände des Atelierhofs Kreuzberg in Berlin. Eine ehemalige überdachte Garagenanlage wurde an der Vorderseite mit Holzlatten, seitlich mit einem Gitterzaun verschlossen. Blitzkunst bringt was über die aktuell laufende Sache dort. Das Ganze nennt sich Pausen Bilder und basiert auf einem Overheadprojektor. Gefällt mir als Kunsthassliebhaber wirklich gut, die K hier hinter Gittern zu sehen.
Alles weitere nach dem Klick hier.

#GallerySurfing S01E01 @s_schmieg & @curatingyoutube YIBA

Für alle Leserinnen und Leser, denen OFF-Spaces mittlerweile einfach viel zu hip und zu on sind, gibts hier mal was ganz besonderes.  @s_schmieg & @curatingyoutube besuchen im nachfolgenden Clip die durch Anthony Antonellis kuratierte Online-Ausstellung http://www.younginternetbasedartists.com – und sprechen darüber.

Natürlich weiß ich, dass das die Allermeisten von Euch sowas nicht sonderlich interessiert. Aber es soll hier später keiner rumjammern und behaupten können, wir hätten Euch das nicht gezeigt! Viel Spaß!

Alle beteiligten Künstler nach dem Klick:

» Gimme more of this please. now …

Red & Yellow

Veli Silver (* 1983) & Amos Angeles (* 1986) mehr infos und clips gibt es bei rebelart,

ONE NIGHT STAND – PROLOGUE – die Bilder

Wir hatten den ONE NIGHT STAND in den Kunstwerken Berlin angekündigt – alle Infos dazu lest Ihr hier.
Gestern war mit der Präsentation der Open Gallery die Auftaktveranstaltung.
Open Gallery ist, soweit ich das bisher beurteilen kann, ein ziemlich spannendes Konzept, angesiedelt irgendwo zwischen Fluxus, sozialer Plastik, 90er-Netzavantgarde-Ideen und Anonymous. Gefällt mir gut, müssen wir im Auge behalten, da würde ich gerne mehr von sehen und hören.
Also drücken wir einfach mal feste die Daumen, dass die ONE NIGHT STAND-Reihe so weiter geht, das könnte noch spannend werden. Hier auf jeden Fall mal die Bilder vom Abend, allesamt mit freundlichem Dank entliehen vom Kreuzberg Pavillon bzw deren F***boook-Page.

ons_10_n

» Gimme more of this please. now …

Yun Nam im Kunstraum Unten

Nur keine Sorge bitte!
Wir, d.h. natürlich vor allem Emmanuel Mir, werden auch in Zukunft wieder vor Ort sein, uns die Dinge ansehen und darüber berichten. Es wird also auch 2014 subjektive, gefilterte, erste Eindrücke von Ausstellungen und Projekten hier geben.

Aber auch andere machen gute Arbeit und wenn wir es nicht selber schaffen, weil so viel anderes ansteht oder wir es einfach nicht mitbekommen, dann reicht auch mal ein Link. In diesem Fall geht der Link zu den Kollegen von kunstduesseldorf.de, denn dort gibt es die komplette Vorabbesprechung der kommenden Ausstellung von Yun Nam im Bochumer Kunstraum Unten.

kunstraum-unten-2011-3-EA00-Kopie

Die Ausstellung wird kommenden Freitag, 10.Januar 2014 um 19:00 Uhr eröffnet wird und bis zum 14.Februar laufen.
Weitere Infos findet Ihr auf der Webseite www.kunstraum-unten.de.

Neu in der Blogroll: bochumer-kunst-blog

Eigentlich ist in der Überschrift alles gesagt.
Den Blog hier hatte ich vor längerer Zeit schon mal entdeckt, keine Ahnung warum wir den noch nicht in der Blogroll haben. Ist aber jetzt geändert. Sorry, dass es so lange gedauert hat.
bochumer-kunst-blog.de ist ein Blog mit Fotoportraits von Dortmunder Künstlern, klickt doch mal rein.

One night stand in Berlin

madison_ivy_in_new_big_tit_porn_site

Eigentlich machen wir keine Ankündigungen, haben wir gesagt. Und eigentlich haben wir Niveau, haben wir mal gesagt.

Aber!
Das stimmt nicht, haben wir gemerkt.

Und außerdem, was interessiert uns unser dümmliches Geschwätz von Gestern? Oder die guten Vorsätze vom vorigen Jahr?

» Gimme more of this please. now …

Finissage Katja Donnerstag und Yvonne Klasen

Schön zu sehen, dass sich ausgerechnet an einem der Artikel in dem es um eine Arbeit geht, welche sich mit Null-Kommunikation beschäftigt, eine (wenn auch kurze) Diskussion entbrennt. Die Dialektiker unter uns dürfen jubeln und knobeln. Insgesammt kann man da mal bei Gelegenheit dann drüber sprechen und nachdenken, was das denn nun zu bedeuten hat und wie wir das bewerten wollen.

» Gimme more of this please. now …

Waiting for Edward Snowden

Letzten Freitag standen im Ankunftsbereich zahlreicher Flughäfen auf der ganzen Welt, Männer und Frauen mit Schildern bereit um Edward Snowden abzuholen. Die Aktion wurde im Laufe der letzten Woche übers Netz initiiert und koordiniert. Seinen Anfang hatte das Ganze wohl am Rande des 30c3, dem vergangnen Kongress des CCC, in Hamburg. Letzte Woche gabe es dann jedenfalls diesen Aufruf, der sich relativ schnell über die diverse digitalen Kanäle verbreitet hatte. Unter dem Hashtag #WaitingForEd lässt sich der Verlauf auf F***book und Twitter nachvollziehen.
Weitere Infos hier, und einen Ausführlichen Text und noch mehr Bilder gibt es hier.

1531717_586857344727627_1625682895_n

Discovered in Copenhagen International Airport Arrivals, Denmark #WaitingForEd

» Gimme more of this please. now …

Was geht ab im Internet – Rundschau Blogroll

Dem ein oder anderen Leser ist es schon mal aufgefallen. Rechts an der Seite haben wir eine Blogroll mit Links zu anderen Blogs die wir gerne lesen. Und weil auch da ordentlich was los ist und sich gerade so einiges tut in der ‚Kunstblog-Szene‘, werde ich das hier in Zukunft immer mal wieder für Euch aufbereiten.

Ausgabe #1 Rundschau Blogroll

Bei Bülent Gündüz geht es bei 360Grad um Blogs und Museen, sowie über Museen die eigene Blogs betreiben. Im zugehörigen Kommentarfeld hat sich eine umfangreiche und aktuelle Sammlung von Links zum Thema angesammelt.

Ein Gespräch zwischen der Artflash-Gründerin Katharina Bauckhage und Anneli Botz gibt es bei Artfridge. Artflash hat im letzten Jahr für ein wenig Furore gesorgt, weil man dort vorführt, dass Kunstverkaufen im Netz doch geht wenn man die Sache etwas anders aufzieht – aber warum auch nicht, Schuhe gibts ja mittlerweile auch im Browser.

Der Artblogcologne nimmt Abschied vom scheidenden Direktor des Museum Ludwig. 1 Jahr ist Philipp Kaiser in Köln geblieben. Was er in der Zeit gemacht hat, lest Ihr hier.
Außerdem hier noch mal der Hinweis auf die Fotostrecke zur Kunst der 90er in Köln, ebenfalls Artblog Cologne.

Der Donnerstag zeigt sich mit einem Beitrag von Esra Yilmaz mal wieder von der besten Seite. Genüßlich, originell und präzise zerlegt die Autorin die Kooperation zwischen Künstler Santiago Sierra und Sammler Harald Falckenberg. Dabei entwickelt sie Gedanken die Spaß machen und stellt unter anderem klug fest, „Kunst ist vielleicht das Mittel schlechthin geworden, um wahren Dissens vom politischen Parkett fernzuhalten“. Also, alles lesen! Hier!

donnerstag-Bild5

Außerdem beim Donnerstag immer lesenswert der Lesezirkel, der allerdings derzeit leider – und hoffentlich nicht für immer – aus dem Layout verschwunden ist. Mein persönliches Highlight der Ausgabe #52 ist das Zitat des Zitats zum Neo-Biedermayer-Kotzbrocken Friedrich von Borries.

Einer meiner aktuellen Lieblingsblogs ist Blitzkunst. BZ ist schnell, kurzweilig, gut infomriert und noch dazu etwas, was man in der zeitgenössischen Ich-stecke-mir-den-Stock-bis-tief-in-den-Hintern-Kunst ja sonst nicht gerne ist, nämlich lustig. Und deshalb befindet sich die BZ jetzt selbstverständlich auch bei uns in der Blogroll.
Im verlinkten Artikel geht es unter anderem um Louise Blouin, die Chefin von blouinartinfo.  Die Dame scheint eine recht ambivalente Person, nur mäßig talentierte Unternehmerin, vor allem aber eine ganz miese Schreiberin ohne große Empathie zu sein. Das zumindest können wir ihrer E-Mail an die Ex-Mitarbeiter entnehmen, mit der man sich dort beschäftigt.
Außerdem bei Blitzkunst sehr schön: 10 tolle schlechte Vorsätze für 2014.

Sabrina Möller hat sich im Vorfeld der ersten Medienkunst-Messe UNPAINTED mit der Galeristin Haleh Heydari und der  Medienkünstlerin Birthe Blauth unter halten.

Und Matthias Planitzer sprach mit Klaus Steack über MAILART. UPDATE: Matthias Planitzer bringt bei sich im Blog den Postkarten-Dialog zwischen Martin Bothe und Klaus Steack über das Thema MAILART.“MAILART ist per se ein unabhängiges Netzwerk, das unabhängig nach eigenen Spielregeln funktioniert.“ Außerdem dort sehr schön „Was bleibt vom #selfie?
Selfie ist übrigens vom Oxford Dictionary zum Wort des Jahres 2013 gewählt worden.

Viel Spaß beim lesen!

Geschenke zum Fest für Euch und ein neues Projekt für uns!

Wir bedanken uns auch diese Jahr bei allen treuen und untreuen Leserinnen und Lesern für ein weiteres gemeinsames Jahr in der Perisphere. Wir danken fürs Klicken, fürs Lesen, fürs Anmailen und zu weilen, und in letztere Zeit doch mehr, ja auch fürs Kommentieren. Obwohl gerade letzteres, trotz der mittlerweile recht hohen Besucherzahlen hier, immer noch eher die Ausnahme als die Regel ist. Einmal abgesehen von Katrins Beiträge, die damit hier auch die Kommunikation explizit sucht und voran treibt.
Aber eigentlich ist es seltsam, und für mich immer noch nicht so ganz nach voll ziehbar, weil in anderen Bereichen Gang und Gebe, nur eben in der Kunst nicht – denn das Phänomen des Nicht-Kommentierens betrifft ja nicht nur uns, sondern eigentlich die meisten Blogs zum Thema. Wo ran liegt’s?

Mein persönliche Meinung ist ja, dass man zum Einen einfach zu höflich ist, um anonym seinen Senf dazu zu geben – gerade dann wenn es mal kritisch sein müsste, zum Anderen aber auch viele einfach Schiss haben sich öffentlich noch eine Meinung zu erlauben, oder auch nicht mehr die Kraft und den Mut haben sich eine zu Leisten. Das Risiko erscheint einfach zu groß, mit einer solchen anzuecken oder unangenehm aufzufallen. Es könnte der Künstlerkarriere – die bei 99%, mittlerweile eher 99,9% eh nicht kommen wird – schaden und könnte vieleicht Nachteile bedeuten im Ratrace um die wenigen begehrten Plätze in der Zirkusmanege des Whitecube.
Oder ist es der vermeintliche Glaube automatisch zu den Verlierern zu gehören, wenn man das Maul aufmacht und auch mal sagt, wie ausgesprochen hohl, dümmlich und komplett und im gar-nicht-positiven-Sinne sinnbefreit so vieles in der Bildenden Kunst mittlerweile ist?
Man, also ich, weiß es nicht. Mich würde es interessieren und eventuell Frage ich wirklich Katrin Herzner mal zu dem Thema, weil sie sich immer so große Mühe gibt die Dinge ausführlich und wirklich richtig zu klären.

Aber eigentlich ist es doch etwas Schade, dass man sich so schwer tut mit einer Debattenkultur hier im Netz, denn es gäbe viel zu kommentieren zur Kunst, gerade von denen die nicht an den angespitzten Orten wirken, sondern irgendwo in der mittelweile viel zu breiten Masse vor sich hin werken.

Eventuell nehmen wir uns das einfach mal als guten Vorsatz für 2014, die Debattenkultur anzuheizen, sowohl online als auch offline, und mal wieder mehr über das zu reden was uns zusammen hält, auch wenn ich das eigentlich nicht mehr so nennen will, bei all den Hirsts, Koons und Ai WeiWeis die unter dem gleichen Label wirken.
Aber es scheint ein guter Vorsatz und damit ein neues Projekt zu sein. Und in diesem Sinne passt dann auch der Titel unseres Weihnachtsgeschenks an Euch.
Die Edition ‚The new project“ gibts es nach dem Klick auf das Bild zum Download für Euch (auf der Webseite noch mal klicken um Download der Tif-Datei zu starten). Das Bild ist mit dem Tool eurer Wahl bis zu 100% skalierbar und lässt sich in jeder beliebigen Onlinedruckerei der Welt ausdrucken und innerhalb weniger Tage postalisch liefern. Und Jesus ist auch drin!

thenewproject-web-1024

http://www.thenewproject.de
publiziert und zum download unter CC BY-NC-SA 3.0
Auflage: ∞

Frohes Fest und alles Gute für das kommende neue Projekt 2014.

Zwei bis drei Minuten Schweigen in einem sehr sehr langen Gespräch

Beim Eiskellerberg gibt es ein wirklich, wirklich, wirklich langes, aber eben auch wirklich, wirklich, wirklich lohnendes Gespräch mit Karl Heinz Rummeny, einem der Mitbegründer und langjähriger Betreiber des Düsseldorfer Off-Space Parkhaus. Das Parkhaus, gelegen im Garten des Malkasten, ist einer der schönsten und mittlerweile ältesten Projekträume der Stadt. Rummeny hat das Projekt 1997 zusammen mit Jost Wischnewski und Gregor Russ begründet.

Mehr müssen wir an dieser Stelle nicht verraten, denn alles andere lest Ihr bei eiskellerberg.

Parkhaus_Ausstellung

Parkhaus, vierwändekunst Festival, 2010

 

Anna Lena Werner im Interview mit Shan Blume

Das hier wollte ich eigentlich schon seit Wochen mal bringen, kam aber einfach nicht dazu. Anna-Lena Werner von Artfridge hat ein Interview mit Freund und Kollegen Shan Blume gemacht. Shan Blume und ich haben uns vor einigen Jahren an der KHM kennen gelernt und dort zusammen studiert, und gefeiert. Dann, so etwa 2007, bin ich nach Düsseldorf und er ist mittlerweile in seine Heimat Berlin zurück.

Unvergessen sind und bleiben in jedem Fall die schräg-lustigen Nächte irgendwo zwischen ästhetischen Experimentalstudien, Happening, wahnhaftem Exzess und banal stumpfem Rausch im Dachgeschoß-Atelier der KHM.  Peter Zimmermann hatte zu dieser Zeit dort noch eine Professur für Malerei inne und die Räume dankenswerterweise organisiert.

khm_atelier_1280

Atelier f. Malerei an der Kunsthochschule für Medien, Köln, 2005 oder 2006, Morgens gegen 6.30 Uhr

Auf dem Bild, das ist übrigens nicht Shan. Und bevor falsche Vorstellungen aufkommen, ich bin es auch nicht. Ich war zwar am Bühnenbild beteiligt, hielt aber bei dieser absurden abschließenden Performance in dem frühen Morgenstunden lediglich die Kamera.

» Gimme more of this please. now …

Curart Popup Show

Der nachfolgende Text über die Onlinekunstplattform curart ist ein Gastbeitrag von Euphemia v. Kaler zu Lanzenheim. Die Dame mit dem schönen Namen ist Kunsthistorikerin und kümmert sich bei curart um die PR und den Aufbau von Kooperationen. Ich sage das vorweg, denn der Beitrag ist, ähm, … nun ja … für meinen Geschmack in Teilen etwas zu werbisch.

Aber! Ich hatte sie um einen Beitrag gebeten, weil mich ihr Projekt so wie das Theme Kunst, Markt und Internet in vielerlei hinsicht interessieren. Und man kann es an dieser Stelle ja auch mal offen zugeben, auch wir mischen nicht nur mit unserem Avantgardeblog und dem Startup adswarm in diesem höchst ambivalenten Feld so irgendwie mit.
Aber es geht ja auch einiges in dem Bereich und man wird sehen was davon in ein paar Jahren geblieben ist, was Strukturen verändert hat und was sich als Luftnummer heraus stellt.

Johanna_Creutzburg_Mal_dies_mal_jenes_sein_2012

Ich hatte Euphemia also um einen Beitrag gebeten. Worauf hin sie so freundlich war, sich die Mühe zu machen einen Text über das Projekt curart zu schreiben. Und weil ich hier jetzt nicht in Ihrem Artikel herum schreiben möchte, kommt dieser mit bestem Dank an die Autorin genau so in den Blog. Ihr wisst ja bescheid.

» Gimme more of this please. now …

Politik der Langsamkeit – Beat Wyss im Gespräch mit Anja Martick

Das Gespräch zwischen Beat Wyss und Anja Martick über das Verhältnis von Kunst und Medien wurde ursprünglich auf der Webseite der Universität Duisburg-Essen publiziert. Freund Alec machte mich gestern darauf  aufmerksam – Danke!
Und da wir im Text lernen, dass der Tanz um das Original sowieso ein recht neuer Splin der Kunst ist, verlinken wir, danken wir und kopieren es hier her.

Politik der Langsamkeit

Beat Wyss im Gespräch mit Anja Martick,
Weimar, 18. Juni 1998

Herr Wyss, könnten Sie kurz Ihren persönlichen Werdegang schildern, und wo Sie jetzt tätig sind?

Ich unterrichte Kunstgeschichte an der Universität Stuttgart und war zuvor an der Universität Bochum für das selbe. Ich komme eigentlich aus der Schweiz aber ich machte viele Wanderjahre nach den Vereinigten Staaten. In der Schweiz habe ich auch unterrichtet an der Eidgenössischen Technischen Hochschule.

Warum sind Sie von der Schweiz nach Deutschland gekommen?

Das sind Zufälle und zum Teil auch Absichten, ich habe in Deutschland studiert, in Berlin, und von daher hat es mich auch immer schon interessiert, hier zu leben und durch die Diskurse hier- ich find? das einfach ein bißchen lebhafter als in der behäbigen Schweiz.

Ihre ersten beiden Hauptwerke, also einmal „Der Wille zur Kunst“ und die „Trauer der Vollendung“, werden in die Kunstgeschichte eingeordnet, und das letzte Buch „Die Welt als T-Shirt“ ist eine Geschichte und Ästhetik der Medien. Wie sind Sie von der Kunst zu den Medien gekommen?

Für mich ist das eigentlich das selbe. Kunst ist ein Medium, ich finde ohnehin, es wäre eigentlich wichtig, gerade auch für Medienleute, daß sie begreifen, daß z.B. die modernen, die digitalen, die technischen Medien eigentlich nur ein Aspekt der Medien sind. Eine Kathedrale ist ein Medium, ein Buch ist ein Medium, ich fasse eigentlich das Medium als einen Filter zur Welt auf, den wir brauchen um sie zur verstehen.

Also ein Medium als Mittel?

Mittel, das Medium ist das Mittel die Welt anzuschauen, weil wir ohne ein Medium die Welt nicht verstehen.

» Gimme more of this please. now …

Constant Dullaart mit einer Doppelshow in der Future Gallery und bei Import Projects

OMG Freunde! Warum nur eigentlich geht alles was man macht immer so unfassbar langsam? Warum ist aber trotzdem nie Zeit für das Wichtige, nie Zeit für Kontemplation, nie Zeit für intensive Beschäftigung, für ein Vertiefen und ein Herumfeilen? Warum ist die wertvollste Ressource, die Lebenszeit, eigentlich so knapp in einer Welt die gigantische Überschüsse produziert und eigentlich schon lange nicht mehr weiß wohin mit all den Artefakten und Objekten die täglich aus den Fabriken herauskommen? Und warum rackern wir uns, nach dem es gelungen ist, reale Objekte im Überfluss zu produzieren, nun an der Erzeugung der virtuellen ab?
Nicht das dieser Artikel Antworten auf die Fragen liefern wollte, aber ein Blick auf die realen, irrealen und hyperrealen Objekte unsere Zeit ist anhand der Betrachtung der nachfolgenden Ausstellung drin.

Constant Dullaart ‚Jennifer in paradise‘

Es geht um die Arbeit von Constant Dullaart, dieser ist gebürtiger Holländer, lebt in Berlin und arbeitet von dort aus international, medial. Seine Arbeit dreht sich um die digitalen Realitäten, deren Auswirkungen auf unser Leben, und um das Medium, welches beides mit jedem neuen Tag und jedem Klick näher zusammen bringt. Im Herbst hatte er unter dem Titel  ‘Jennifer in Paradise’ seine erste Einzelpräsentation als Doppel-Solo-Show. Doch auch die 12 Monate davor waren nicht von schlechten Eltern, an 30 Ausstellungen wirkte der umtriebige Kollege in dieser Zeit mit.

» Gimme more of this please. now …

Spot on Marija Bozinovska Jones

Bild und Text by Marija Bozinovska Jones

Spot on ist das Format auf perisphere, in dem wir Künstler zu Wort kommen lassen und Ihnen die Möglicheit bieten, einen Teil Ihrer Arbeit zu präsentieren. Marija Bozinovska Jones zeigt heute 6 Bilder mit Text, angesiedelt zwischen Pop, Sub- und Trashkultur.

Future of the Past

Diese Arbeit wurde vor kurzem in Berlin ausgestellt und beschäftigt sich mit Identitätsdefinierung in einer Zeit digitaler transkultureller Existenz, durch Gegenüberstellung alter und moderner Elemente, beispielsweise eine antique Büste und 3D Technologie. Durch die Betonung der nationallen Identität spiele ich mit dem Begriff ‚Nationalismus‘; als fiktiven Kurator habe ich ein Land mit einem kontroversen Name festgelegt (F.Y.R.O.M.). Gleichzeitig ist Alexander der Große auf Grund mit seiner metaphysischen Frage ‚Wer bin ich?‘ Pièce de résistance. Ich habe in der Galerie einen politischen Rave inklusive Musik, Nebel und Laser inszeniert.

» Gimme more of this please. now …

There will be burgers

Zwischen der Figur des Künstlers und der Figur des Ingenieurs besteht seit dem Verschwinden des Universalkünstlertypus ein ganz besonderes Spannungsverhältnis. Es ist eine Art von Weltgestaltungs-Wettstreit zwischen Mythos und Ratio, der sich durch die Geschichte zieht, und in dem wir – mit Blick auf die totale Rationalisierung der Welt – derzeit leider keine all zu gute Figur machen. Von daher, ist das natürlich eine gute Sache, wenn die Leuten, wie am 28.9.2013 geschehen, bei Projekten wie dem Art Hack Day Berlin im LEAP zusammen kommen, um zusammen zu denken und zu arbeiten .

THERE WILL BE BURGERS ist eines der Ergebnisse dieses 24-stündigen Hackmarathons. Es ist Webseite und Skulptur, und nach Definition der Autoren eine ‚24 hour crowd sourced sculpture‚. Für einen begrenzten Zeitraum von 24 Stunden wurde über das Netz, Twitter, Facebook und E-Mail Geld für eine temporäre Skulptur bestehend aus Mc Doalds Burgern gesammelt. Per paypal konnte man den Kaufpreis eines Hamburger und eines Veggieburgers überweisen, nach Ablauf der 24 Stunden wurde dafür dann bei Mc Donalds das Material für die Plastik gekauft: 85 Hamburgers and 37 Veggieburgers.

Ich habe mit Sebastian Schmieg, einem der beteiligten, ein Kurzes Inerview per E-Mail geführt.

Photo by Michael O’Brien

fk: Um was gehts in dem projekt?

ss: Innerhalb von 24 Stunden konnten Menschen uns per PayPal Geld senden, damit wir bei McDonald’s Cheesburger und Veggieburger kaufen. Als Gegenleistung bekamen sie ein Foto ihres Burgers, auf den ihr Name projiziert wurde. Anschließend wurden die Burger – 85 Hamburger und 37 Veggieburger – zu einer Pyramide gestapelt und letzten Endes von den Ausstellungsbesucher/innen komplett verdrückt.
Warum — das sehen alle Beteiligten vermutlich unterschiedlich. Mich hat interessiert, wie hier ein ziemlich dämliches, technisch-kommerzielles System aus Social Media, PayPal, McDonald’s und „personalisiertem Produkt“ als dampfende Pyramida in den Ausstellungsraum gelangt. Dort stand dann u.a. der künstlerische Leiter der Transmediale mit einem Burger in der Hand. Das ganze Geld ging natürlich an McDonald’s.

» Gimme more of this please. now …

Visiting AWA – der MAGIC RABBIT im Düsseldorfer Underground

Davon gibt es wirklich nicht viel hier. Und wenn schon, dann natürlich immer in der Nähe des einen Platzes, dort, wo es dann eben immer ist, wenn in Düsseldorf etwas ist. Aber, so ist diese Stadt nun mal, da kann man nicht viel machen, sondern muss damit leben, und nicht immer ist das schlecht.
Es ist nicht Berlin, doch wir wissen schon warum wir da sind – und auch warum wir bleiben. Vielleicht wird nicht so viel rum gevögelt hier, dafür gibt es mehr Jobs und etwas weniger Hartz IV. Und das sind Dinge, die werden dann irgendwann doch wichtiger, wenn man langsam reifer und etwas älter wird…

Aber manchmal da treibt es uns dann doch noch mal raus in den Undergound, und wir trinken und schauen was da heute so geht, sehen uns an wie man jung, schön und geil ist beim feiern. Erinnern uns zurück, stellen fest, dass etwas vorbei ist was einmal war, genießen die damit verbundene leichte Melancholie, bestellen dann aber, wenn die Anderen gerade ankommen um richtig durch zu starten, doch das letzte Bier.
Denn, zu hause, dort wo es uns dann hinzieht, schlafen und wachsen gerade die zukünftigen Feiernasen, Drogenfreunde und großen Trinker heran. Und bis die aber mal soweit sind all das zu erforschen, machen wir Ihnen erst mal die Milch warm und singen Ihnen die Schlaflieder.

Und jetzt die Bilder vom vorletzten Wochenende (25.10.) aus der AWA-Bar
Giulia Bowinkel + Felicitas Rohden präsentieren: MAGIC RABBIT @ AWA

» Gimme more of this please. now …

Einweihung der medialen Plastik local.#non.access in Berlin

Es ist schon wieder eine ganze Weile her und ich wollte es schon längt einmal gemacht haben, kam aber einfach nicht dazu, weil die Zeit so rast und so vieles zu tun und zu erledigen ist. Man kommt ja einfach zu nichts. Kaum ist der Montag endlich überstanden, der Einstieg in den Arbeitsalltag leidlich geschafft und der Kater vom Wochenende verdaut, da verschickt man noch ein oder zwei E-Mails, führt ein paar Telefonate und Zack, da ist der Freitag schon wieder, eine weitere Woche herum und man dem Ende wieder ein Stück näher. So zumindest kommt es mir derzeit vor und in mir wächst der Verdacht, dass es einem beim letzten Wimpernschlag genau so vorkommen wird, verdammt schnell und verdammt schnell vorbei gewesen.

Aber ich schweife ab.

Denn eigentlich wollte ich Euch auf local.#non.access, das letzte in Berlin realisierte Projekt, hinweisen. Ohne dabei jetzt zu sehr übertreiben zu wollen, und in aller Bescheidenheit, die Nummer ist ein wirklich epochales Ding geworden, in der Form noch nie dagewesen und natürlich ironisch, technisch, paradox und hochpolitisch, wie es sich für echten Avantgardeshit eben gehört.

In Kooperation mit km.temporaer und mit der Unterstützung ausgewählter, internationaler Topnetzkünstler konnten wir da einen echten Coup landen und die erste mediale Plastik ever installieren. Das Ganze ist ein Meilenstein geworden bzw wird einmal einer gewesen sein.

» Gimme more of this please. now …

Hacker-Offspace Chaosdorf und Garagelab Düsseldorf

hackaday.com bringt gerade eine Serie über Hackerspaces in Europa. Hackerspaces sagt Euch nichts?
Das sind im Prinzip die Offspaces der Nerds, Geeks und all der anderen Protagonisten der Hacker- und Netzkultur. Dort wird programmiert, über Programmierung gesprochen, über Physik diskutiert, über die Welt philosophiert, aber auch in Eigenregie geforscht – meist mit Schwerpunkt auf Computertechnologie, aber eben nicht nur.  Do-it-yourself ist eine der treibende Kräfte dort, Open-Source das dominierende Softwaremodell und 3D-Drucker sind derzeit ziemlich heiß.

Eigentlich geht es dort gar nicht so viel anderes zu, als in den Projekträumen der Künstler, nur dass man auf das uniforme Weiss verzichtet (dafür aber der Pinguin allgegenwärtig ist), nicht ständig Artefakte raus und rein räumt und es mehr gut bezahlte Spezialexperte für komplizierte Sonderanwendungsfälle gibt.

» Gimme more of this please. now …

So nah so fern in Nürnberg

Unser Kollegin Anna Lena Werner vom artfridge-Blog hat in Nürnberg ein recht großes Projekt kuratiert und gemeinsam mit den dort agierenden Künstlern realisiert. ‚So Nah so fern‘ war der Titel der Gruppenausstellung auf dem ehemaligen AEG-Gelände.

Wir haben uns als Teaser mal vier Bilder kopiert, den Rest gibt es nach dem Klick bei Ihr im Blog.

» Gimme more of this please. now …

Unser Nachbar Herr S im Gespräch

Herr S ist, ohne es wohl zu wissen, seit Jahren unser Nachbar. Natürlich ist er keiner der direkten, also keiner von denen, die man Morgens in der Dusche und Abends auf dem Klo hören muss, aber er ist so Nahe dran, dass unser Babyphon bis etwa 7 oder 8 Meter vor seine Wohnung reicht – ich habe das in einem anderen Zusammenhang ausprobiert.
Darüber hinaus ist er wohl wirklich einer der Künstler, die mir in den letzten Jahren die meiste Zeit am nächsten waren; mehrmals die Woche trennen uns nur wenige Meter voneinander. Während er aber entspannt oben in seiner Altbauwohnung sitzt (oder schläft) und versucht keine Fehler zu machen, fläze ich – immer noch angestrengt – 3 Meter unter ihm im Stammcafe herum, um mich vor dem Fehler der Arbeit zu drücken und den wenigen Lohn, vor dem ich mich nicht drücken konnte in Latte Macchiato oder – wenn auch zunehmend seltener – in Bier umzuwandeln.
Doch trotz dieser Nähe trennen uns Welten. Während er sich zuweilen mit schwersten Materialien herum plagen muss um den gewählten Raum zu prägen, sind es bei mir ephemere Informationen und Konzepte, die einen Ort definieren. Und Währen wir uns an den äußersten Rändern der Perisphere verdient machen, muss unser Nachbar Herr S seine Tätigkeit mitten drin in der Kernzone verrichten.
Aber trotzdem darf er hier bei uns ins Blog rein. Weil das ja auch mal schön ist, wenn der Nachbar im Internet was zu sagen hat, dem man auch gerne zu hört. Und weil man beim zuhören das Gefühl hat, dass Herr S trotz seiner Arbeit im Zentrum die Randgebiete nie ganz verlassen hat.

Und da man die Videos der Freunde vom Eiskelllerberg leider nicht einbinden kann, wie ich eben erst zu meinem größten Bedauern feststellen musste, bleibt hier nur das Verlinken in diese Richtung. Deshalb heißt es jetzt erst mal Abschied zu nehmen von der Perisphere um hier zu klicken, und dann hoffentlich wieder zu kommen.