Ein Gastbeitrag von Luisa Hänsel, Berlin

Kunst lebt nicht vom Sehen allein. In diesem Sinne erprobt das Institut für Alles Mögliche (I-A-M) neue Wege der künstlerischen und nicht-künstlerischen Zusammenarbeit. Statt sich weiterhin am Konzept eines „Friedhofes der Dinge“, wie Boris Groys es nennt zu orientieren, ermöglicht das Institut die aktive Teilnahme an kreativen Prozessen.

Dabei bleibt es nicht in herkömmlichen Strukturen verhaftet, sondern streckt seine Fühler über den gesamten Stadtraum Berlin aus. In Wedding, Neukölln und Mitte betreibt das Institut seine Zweigstellen Zentrale, Niederlassung, Büro für Bestimmte Dinge und Abteilung für Alles Andere. Kommerzielle Mietstrukturen werden genutzt, um nichtkommerzielle Experimente zu realisieren.
Das I-A-M bietet Raum und Zeit für Projekte jeglicher Art. Dazu gehören eigenwillige Formate, wie der einmal im Monat stattfindende Berlin Art Battle, die von Laura Klatt organisierten Tischgesellschaften oder etwa Workshops zu Robotermusik von Karl Heinz Jeron.

Tischgesellschaften

Berlin Art Battle

Roboterhausmusik

Viele Veranstaltungen animieren die Besucher zum Mitmachen und regen zu Interaktion und Kommunikation zwischen allen Involvierten an. Kunstvermittler und Gründer des Instituts für unkontrolliertes Denken Oliver Breitenstein oder Netzkünstler Florian Kuhlmann eröffneten mit Projekten, wie dem Büro für Kunstvermittlung und der Ausstellung Konfiguration No 7, Diskurse über die momentane Situation der Kunstwelt und den Gebrauch neuer Medien.

Das vom Institut für Alles Mögliche jährlich organisierte unkuratierte Performancefestival Direct Action ermöglicht außerdem weniger bekannten oder unbekannten Künstlern ihre Arbeiten der Öffentlichkeit zu zeigen. Dadurch erhalten auch junge Kreative, wie beispielsweise Kunsthochschulstudenten, die Chance sich vor Publikum zu präsentieren.

Direct Action 2012

Direct Action 2010

In den Künstlerresidenzen, Büro für Bestimmte Dinge und Zentrale, finden Kunstschaffende aus aller Welt eine Anlaufstelle für kreative Arbeit in Berlin. Den Ideen sind auch hier keine Grenzen gesetzt. Kunst ist kein Muss, sondern eine Möglichkeit. Subtiler Humor schwingt dabei fast immer mit.


DAS BÜRO FÜR BESTIMMTE DING

Das „BÜRO FÜR BESTIMMTE DINGE“ in Neukölln ist ein Atelier und Wohnraum und steht seit August 2012 Künstlern aus aller Welt zur Verfügung. Es ist eine schöner und einfacher Ort um in Berlin zu wohnen, sich auf seine Arbeit zu konzentrieren und in einem der spannendsten Statteile Berlins seine Projekte zu präsentieren.


ZENTRALE

Die „ZENTRALE“ in der Schererstraße im Wedding ist ein weiteres Atelier und Wohnraum der seit Juni 2011 Künstler aus aller Welt offen steht. Auch hier handelt es sich um ein einfachen und charmanten Ort um in Berlin zu wohnen, sich auf seine Arbeit zu konzentrieren und seine Projekte zu präsentieren.


DIE ABTEILUNG FÜR ALLES ANDERE

Die „ABTEILUNG FÜR ALLES ANDERE“ ist ein temporäres Büro / Labor / Initiative für Kunst und alles Andere. Sie befindet sich in einer Remise im Innenhof der Ackerstraße in Berlin Mitte und ist etwa 30 qm groß. Der Raum wird in zusammenarbeit mit dem Künstlerhaus am acker! e.v. organisiert und wurde im September 2011 eröffnet.


NIEDERLASSUNG BERLIN

Die „NIEDERLASSUNG BERLIN“ ist ein Experimentalraum sowie ein Ort für Sammlungen, Absurdes und langwierige Prozesse. Sie befindet sich in einem Ladengeschäft im Wedding und wird in zusammenarbeit mit Ilse Ermen organisiert und unregelmäßig bespielt.

Institut für Alles Mögliche
PO-BOX 440156
12001 Berlin
Germany 
www.i-a-m.tk