Ruhig ist es geworden in der perisphere. Der Enthusiasmus fürs Thema – welches nun auch immer¿, so richtig klar wurde das hier ja eigentlich nie – klingt ab und es fällt doch schwer sich aufzuraffen, um etwa der Kunst noch etwas abzuringen, was noch an- oder aufregen würde. Zu abgelutscht, banal und durchsichtig ist das ganze Spiel geworden. Und je tiefer man eindringt, um so mehr offenbart sich die Inhaltslosigkeit und die tautologische Leere des ganzen Unterfangens.
Will man nun Zynismus und Sarkasmus nicht zu viel Raum geben, dümpelt man in diesem Lebensbereich dann eben so dahin, nimmt die Eitelkeiten und Neurosen der Protagonisten, so wie die all zu weltlichen Machtspielchen, mit einem müden lächeln zu Kenntnis und lässt die Dinge laufen, um sich so dann den wirklich wichtigen und schönen Dingen die das Leben zu bieten hat zu widmen.
So entsteht Ruhe.

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Aber manchmal, da weckt einen doch noch etwas auf und es freut einen wenn man das Feuer und die Leidenschaft für ein Sujet und die damit verbundene Sache spüren und lesen kann. s scharf gebrüllte und gut fundierte Kritik an der allseits gefeierten und global hoch gejazzten Instagramperformance der Künstlerin Amalia Ulman ist ein solcher Moment. Und während Kohout sich genüßlich an der Performance und dessen Rezeption abarbeitet, offenbart sie zugleich äußerst gekonnt die offenen Flanken der Tempel und Institutionen der Kunst, die zu solch scharfen Beobachtungen aktuell leider nicht Willens, oder nicht in der Lage sind.

Gut gebrüllt, Löwe! Und jetzt den Link zum Text ‘Kunst? Ja. Aber keine gute. #clickbaiting’.