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Julia Weissenberg im Interview bei Artfridge

Die Künstlerin Julia Weißenberg lebt und arbeitet den Rhein aufwärts in Köln und hat auch dort an der KHM studiert. Ihren Abschluss machte sie 2012 mit Auszeichnung bei Prof. Dr. Karin Harrasser, Prof. Matthias Müller und Prof. Johannes Wohnseifer – diese Minimalparemeter nun in extremster Kürze zur Person. Dazu gibt es unten noch ein paar Pics zum anfüttern für Euch.
Und mehr muss dann hier und jetzt ja auch nicht, denn artfridge hat gerade ein Interview zwischen dem Kurator Jürgen Dehm und ihr Angebot, dass ihr bitte mal klickt und lest.
Anlass des Interviews ist die laufende Ausstellung ‘Stranger days‘ in de Galerie Lisa Kandlhofer in Wien.

SOFT COMPANY

soft_01Video Installation, 2 HD Videos, Orchid, electric blue carpet, 2015

USB Power

USB_Power_kopiePU Kunstharz, ca. 50 x 0,6 x 0,6 cm – 2016

To make you feel comfortable

TomakeuFeel_29:01 Min., HD, Stereo Sound, 2016
Installationview: Matjö – Raum für Kunst, Cologne, 2016

Trump aus der Perspektive der Netzkultur

(Das hier nur kurz und grob notiert, eigentlich ursprünglich als Kommentar mal drüben bei Facebook. Also jetzt auch ;tldw statt ;tldr)TROLLING_THE_WORLD

Trump ist eigentlich ein waschechter Troll, im wahrsten Sinne des Wortes.
Und obwohl er angeblich nie Computer benutzte, passen Trump und Internet doch zusammen wie Faust auf Auge. Er fügt sich seltsam natlos ein in die Streitkultur der Internets. Begonnen mit flamewars in Foren, Chats und Mailinglisten, fortgesetzt in der Idee des Shitstorms in den Sozialen Netzwerken und Blogs, erweitert durch Konzepte wie hatespeech/fakenews erleben wir nun, vorerst einmal als Höhepunkt, den disruptiven Troll an der Spitze der US-Regierung. Ein Megatroll, der in erster Linie einmal seine Energie daraus zieht der ganzen Welt maximal auf den Sack zu gehen.
Hier zu auch ein Kommentar von Bernhard Pörksen beim deutschlandradiokultur. Das ist bitte nicht falsch zu verstehen. Es geht hier nicht darum das brisante Thema, so wie die, im Schlepptau des Trolls, nun ins Weisse Haus eingezogenen Ideologie klein zu reden.
Im Gegenteil sogar. Denn es deutet sich hier auch ein Machtverschiebung an, die anders und damit erst einmal komplexer sein könnte, als das was wir derzeit erkennen, da wir zum Abgleich vor allem die Folien der Vergangenheit nutzen.
Ganz unabhängig davon haben Trolle in den vergangenen Jahren mehr als einmal erfolgreich digitale Communities zerstört. Die Liste der Mailinglinglisten, Newsboards, Foren oder Chats die durch penetrantes trollen gesprengt oder zumindest nachhaltig verändert wurden, ist lang. Der disruptive Charakter des Trolls ist unbestritten.
Von daher ist es ja eigentlich auch nur konsequent, dass sich nun Zuckerberg als Kaiser der sozialen Netzwerke mit seiner globalen digital sozialen Infrastruktur (und noch mehr Milliarden) im Rücken, in Stellung bringt um dann möglicherweise im nächsten Schritt, die Politik an like-basierte künstliche Intelligenz und andere autonome Systemes wie zb Blockchain, und damit letztlich an die Ingenieure, zu übergeben. Ich halte es für gut möglich, dass sich nach dem global nervenden Trumptroll eine liberalen/neoliberale Mehrheiten nach einer Herrschaft durch Deus Ex Machina sehnt und diesen Schritt weg von den Enttäuschungen durch den Menschen hin zur Maschine sehr begrüßen wird.
Das ist dann so in etwa das, was ich aktuell unter dem Konzept des #digital3mpire verstehen würde.
Still thinking. To be continued…

Links dazu:
Wikipedia zu Troll_(Netzkultur)
Urban dictionary zu Flamewars
Sascha Lobo über shitstorms

1 träumender Schuh auf Instagram

Manchmal mach ich mir Bilder ohne darüber nach zu denken. Grafiktools der Wahl sind dann die neue Malfunktion von Whatsapp und die Textfelder von beispielsweise Instagram. Man vergisst das ja immer sehr schnell, dass wir heute schon mit diesen einfachen Apps verdammt mächtige Bild- und Textverarbeitungssoftware immer bei uns haben.
Aber ich komme schon direkt zu Anfang etwas vom Thema ab.
In jedem Fall, mache ich mir diese Bilder. Weil sie mir gefallen, vielleicht auch weil mir langweilig ist. Dann beginne ich im nächsten Schritt darüber und dazu zu schreiben. Und während ich schreibe geschieht etwas merkwürdiges: es entsteht aus dem Bild heraus so etwas wie eine Geschichte, sehr unbewusst und ungeplant. Wenn es aber läuft, dann kommen Text und Bild am Ende einfach so zusammen, mit meistens auch für mich überraschenden Ergebnissen.
Ein Beispiel für diesen Arbeitsprozess ist dieser Instagram-Post hier.

Im ersten Moment erscheint es natürlich absurd. Warum auch sollte ein Fuß, noch dazu in einen Turnschuh gekleidet, träumen? Von einem Hut! Man denkt dann ganz natürlich so ein Quatsch und tut es dementsprechend auch schnell ab. Und doch, wenn man es dann mal sacken und wirken lässt, stellt man fest, dass es eigentlich keinen wirklichen Beweis dafür gibt, dass es nicht so sein könnte. Nur weil Schuhe nicht sprechen und statt dessen unsere Füße wärmen und schützen, muss das ja noch lange nicht bedeuten, dass sie nicht träumen. Und wenn sie schon träumen, warum dann nicht von etwas was weit entfernt liegt. Für den Schuh am unteren Ende kann das durchaus der Hut weit oben auf dem Kopf sein. #success #dreamer #gewinner #schuh #erfolg #träumen #denken #instagram #NON #Düsseldorf #neuss #thinking

Ein von Fkuhlmann (@fjc_kuhlmann_2k) gepostetes Foto am

„ splitter & amalgam “ – die 1. digitale düsseldorf

vom 3.11. – 6.11. läuft die 1. digitale in düsseldorf. gestern abend war opening der zugehörigen show im weltkunstzimmer.
und wegen pics or it didnt happen, sind hier jetzt die pics.

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The Internet Is Present (Part 2)

6. mai 2016, digital3mpire: The Internet Is Present (Part 2).

0 — overview (good) 1 - yhurn 2 - igor botur 3 - art lebe & ski

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_turbulenz – chaotische Bewegungen mit starker Wirkung

Turbulenzen bezeichnen chaotische Bewegungen, die eine starke Wirkung entfalten können. Es handelt sich um eine Form der räumlich-zeitlichen Unordnung, die in der Natur weit verbreitet ist. Aufgrund ihrer Unregelmäßigkeit aber haben sich Turbulenzen lange der wissenschaftlichen Beschreibung entzogen. Sie verlaufen so zufällig, dass sie immer wieder singuläre Formen generieren. Dieser Umstand macht sie auch für die Kunst interessant. Denn Turbulenzen sind Störungen der bestehenden Ordnung, die ein produktives Eigenleben entwickeln.

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Matthias Neuenhofer erforscht seit vielen Jahren das ästhetische Potenzial von Feedbackschleifen mittels Video. In der Tradition der abstrakten Videokunst nutzt er Feedbackprozesse, um die Grundlagen und Bedingungen des technischen Bildes auszuloten. Seine frühen Arbeiten verzichten auf die Kamera und konzentrieren sich auf die reine Abstraktion im Sinne einer Selbstreflexion des Mediums. Doch hat sich Neuenhofers Arbeitsweise seither erheblich verändert und erweitert. So bezieht er mittlerweile auch verfremdete Kameraaufnahmen mit ein, um verschiedene Computeralgorithmen auf sie anzuwenden, so dass komplexe generative Kompositionen entstehen.


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#clickbaiting instagram – sofrischsogut brüllt wunderbar zu Amalia Ulman

Ruhig ist es geworden in der perisphere. Der Enthusiasmus fürs Thema – welches nun auch immer¿, so richtig klar wurde das hier ja eigentlich nie – klingt ab und es fällt doch schwer sich aufzuraffen, um etwa der Kunst noch etwas abzuringen, was noch an- oder aufregen würde. Zu abgelutscht, banal und durchsichtig ist das ganze Spiel geworden. Und je tiefer man eindringt, um so mehr offenbart sich die Inhaltslosigkeit und die tautologische Leere des ganzen Unterfangens.
Will man nun Zynismus und Sarkasmus nicht zu viel Raum geben, dümpelt man in diesem Lebensbereich dann eben so dahin, nimmt die Eitelkeiten und Neurosen der Protagonisten, so wie die all zu weltlichen Machtspielchen, mit einem müden lächeln zu Kenntnis und lässt die Dinge laufen, um sich so dann den wirklich wichtigen und schönen Dingen die das Leben zu bieten hat zu widmen.
So entsteht Ruhe.

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Aber manchmal, da weckt einen doch noch etwas auf und es freut einen wenn man das Feuer und die Leidenschaft für ein Sujet und die damit verbundene Sache spüren und lesen kann. s scharf gebrüllte und gut fundierte Kritik an der allseits gefeierten und global hoch gejazzten Instagramperformance der Künstlerin Amalia Ulman ist ein solcher Moment. Und während Kohout sich genüßlich an der Performance und dessen Rezeption abarbeitet, offenbart sie zugleich äußerst gekonnt die offenen Flanken der Tempel und Institutionen der Kunst, die zu solch scharfen Beobachtungen aktuell leider nicht Willens, oder nicht in der Lage sind.

Gut gebrüllt, Löwe! Und jetzt den Link zum Text ‘Kunst? Ja. Aber keine gute. #clickbaiting’.

5 Eintrittskarten für Internetstadl #1 – Internet Cat Video Festival

Kommende Woche gehts los. Endlich! Endlich auch institutionalisierte RL-Netzkultur offline in Düsseldorf, Freitag Abends, 19 Uhr zur Primetime.
Nix für Ungut liebe Freunde des DIY und der Subkultur – außerdem eh: Off is eine Frage der Haltung. Also Off-forever! –  aber das digital3mpire kann diesen Teil der Mainstream Avantgarde ja nicht allein stemmen. Sorry, da fehlen mir ganz einfach auf Dauer die Kräfte. Und darüber hinaus: Dafür gibt es die ja schließlich, die Institution, in diesem Fall das NRW-Forum. Kommende Woche also dort: Internetstadl #1 – Das lustige IRL-Fest derNetzkultur seit 2016. Und Ihr könnt auch mit dabei sein.

5 Freikarten für das Internet Cat Video Festival

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Wir starten das ganze mit dem Internet Cat Video Festival. Und dazu gibt es speziell für die treuen Leserinnen und Leser dieses Blogs ein kleines Geschenk. Also zumindest dann, wenn ihr fix seit und etwas Glück habt. Denn wir verlosen 5 – im übrigen heißbegehrte – Eintrittskarten für das Internet Cat Video Festival am 19.2.
Das einzige was Ihr dazu machen müsst, ist einen Kommentar unter diesem Artikel zu verfassen. Schreibt doch irgendwas mit oder über Hund, Maus oder Katze, also passend zum Thema. Vergesst bitte die Email-Adresse nicht ins dafür vorgesehene Feld einzutragen, damit ich Euch gegebenenfalls kontaktieren kann.
Die 5 schönsten Kommentare bekommen dann eine Nachricht und die Karten an der Abendkasse hinterlegt. Also viel Spaß beim Tippen und klicken, wir sehen uns dann nächste Woche.

Aktuelle Infos und einen ganzen Haufen Cat-Content gibts übrigens im Facebook-Event, hier. Und wer Interesse an einer tiefergehenden Beschäftigung mit dem Thema hat, dem möchte ich Annekathrin Khouts Essays ‘Miau gegen Terror‘ wärmstens Empfehlen.

 

UP THE WOODEN HILL TO BEDFORDSHIRE – ALEX MORRISON AT Mélange

The end of a long night. It’s dark out, yet the room is bathed in intriguing colors. Beer bottles and cans are everywhere and by now some Christmas lights have fallen from their hooks. It seems to have been a jolly good event – astonishing, that nothing is broken. And while looking at it, not even the ashtray has been used; quite strange. Peering at the details, what is presented gives rise to a certain suspicion towards the authenticity of this mess; it rather seems so… set up.
Alex Morrison, Through The Brum, 2015, archival inkjet print on Epson Hot Press Paper, 59,4 x 84,1 cmAlex Morrison, Through The Brum, 2015, archival inkjet print on Epson Hot Press Paper, 84,1 x 59,4 cm_1What Alex Morrison (*1972 lives and works in Brussels) brought to MÉLANGE is an alienated scenery. In a series of five new works, Morrison sets a stage, which serves to present the idea of a party that could have taken place. Continuing with his latest approach towards image defining means, he uses 3D rendering software to built a highly complex and compelling scene, from which these five prints derive. Morrison´s pieces do not present different interiors, but rather different angles and views from the same virtual room. Thereby the view seems to behave like a tracking shot in a film, guiding the visitor through its space. Alex Morrison, Up the Wooden Hill to Bedfordshire, installation view, MÉLANGE 2015

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Brigitte Waldachs Welt at Galerie Conrads

last week i was visiting galerie conrads for a public talk about digital issues, internet-stuff und artgaleries. first i was little bit annoyed from the slightly boring discussion. but later i recognized that it was great fortune and i received a rare gift: some time for contemplation in front of an artwork. so i was sitting almost two hours in front of two pieces from Brigitte Waldachs current show at galerie.
when i remember correctly, i never spend so much time in front of an artwork – and to be honest guys, who does this today if he doesnt own it?
2 hours! thats almost eternity for someone like me, who is used to scan tons of artwork mixed with other great pics while scrolling over the endless tumblrs and instagrams of internet.
but after a while in front of the these pics, artwork started to affect me and left an impression in my mind, which was still present the next day. perhaps Helga Weckop-Conrads isnt so wrong about this orgiginal-thing as i thought at the first moment?

anyway. i contacted her over f***book and asked for some pics and she kindly complied with my request.
thanx for the pics, mrs Weckop-Conrads.
here we go.

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Brigitte Waldach “Welt”
04 September – 24 October 2015
http://www.galerieconrads.de

PhilosopherPorn: Club Rothko – Save 01

A desperate LaTurbo Avedon goes to Club Rothko, attempting to rouse the long frozen portrait of Slavoj Žižek.
So beautifull!

LaTurbo Avedon, 2012
clubrothko.com/save01.html

(via browserbased)

Killing the KunstMonster – Je est un autre (Ich ist ein Anderer)

A very nice essay about the dissolving of art. writing is based on some shows at Fridericianum in Kassel last year. published by via artblogcologne, worth clinking and worth reading. Unfortunately only in german available; but hey, good anyway. we’re on track again.
art must disappear, cause subject must disappear.
we all are on. a you and a i does not exist. so now lets click and read together.

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Sommerpause Hypelink

perisphere gönnt sich die Sommerpause zu Gunsten eigener und anderer Projekte. Weiter geht es aktuell vor allem hier und hier. Erholt Euch gut.

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Printed Web 3 available online and offline now

Printed Web 3 was published in May 2015 as books, zines, skins and downloads by Paul Soulellis

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5 x 8 in.
388 pages
ISBN 9781320767903
Paperback black-and-white print-on-demand book with uncoated cream-colored interior pages.
 
Unlimited edition.
 
Featuring
“The Philosophical  Origins of Digitality”
an interview with Alexander Galloway
+
“In Defense of Poor Media”
by Silvio Lorusso
+
The Printed Web #3 Open Call
Index of 329 Files Received
(List of 147 artists included)

—>  Download Printed_Web_3.pdf (90 MB)
—>  Purchase printed copy at Blurb ($8)

more information about it at

https://newhive.com/soulellis/pw3

WTI 2.0 @ Kunsthalle Düsseldorf

Waste your life. NOW! Internet4life is coming to town. rhineland also good for startup and more digital now. very happy to see and. many thanx to artist-designer-curator-enterpreneur-writer-bookpublisher Tomas Artur Spallek for creating, organizing and curation !!1!1!!!! we are very curious to see show. lets meet all of N00bs and Pros there. make RL_CHAT please!
D’ont forget to bring your laptop!

of course there is facebook event on internet.
https://www.facebook.com/events/812248812205452/
updates all there. read it and be happy for now. but please also come into kunsthalle-meatspace. lets be real! there.
join the show and artyfartparty with internet. this is internet-club rhineland.
& dont forget to emoj please.

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In the last 25 years the internet has become the most relevant medium to extend the possibilities of communication. It is the most important tool for navigating through social constructions and the reality of culture and society. In the last years we have focused our attention increasingly on digital devices. To understand the changes in everyday life, culture, and society we created a project that is based on Kenneth Goldsmith’s course: Wasting time on the Internet. Through his method the artists get to a subconscious state of mind, that enables them to split their attention on the web and to achieve a consciousness that reflects the conditions they encounter in today’s Internet

WTi 2.0
www.internet4.life

Kunsthalle Düsseldorf
30 June 2015 | 7 pm – 10 pm

Aftershow Party
Salon des Amateurs | 10 pm

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my 5 fav tweets of matthew briton

follow him for more on twitter

Protip: Mediengruppe Bitnik zum RL-CHAT im Weltkunstzimmer

Bildschirmfoto 2015-06-16 um 23.26.36 Darknets und ein Paket an Mr. Assange
Die !Mediengruppe Bitnik im Gespräch mit Sabine Maria Schmidt

“Wir sind überzeugt, dass es eine Aufgabe der Kunst ist, Ränder auszuleuchten und zeitgenössische, gesellschaftliche Fragen zu thematisieren.”

Seit über zehn Jahren agieren die Künstler der !Mediengruppe Bitnik an den Schnittstellen sichtbarer und unsichtbarer Räume und folgen den Strukturen und Spuren, die eine fortschreitende Überwachung hinterlässt. Im Ruhrgebiet war die Künstlergruppe 2010 im Rahmen des Projektes „Hacking the City“ präsent, zapfte öffentliche Überwachungskameras an und speiste diesen die Aufforderung zum Schachspiel zu.
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Mit ihren jüngsten Aktionen haben die Künstler internationale Aufmerksamkeit und Diskussion erregt. So programmierten sie für ihre Einzelausstellung in St. Gallen eine Software (Bot), die automatisierte Einkäufe erledigte. Die algorithmisch erworbenen, zum Teil illegalen Waren wurden aus der Ausstellung beschlagnahmt und warfen damit grundlegende Fragen zur Debatte um Künstliche Intelligenz auf.

2013 sandte die “!Mediengruppe Bitnik” ein Postpaket an den Wikileaks-Gründer Julian Assange in die ecuadorianische Botschaft, das den eigenen Postweg mittels einer im Paket installierten Kamera dokumentierte. Das Paket an den in Bahrain inhaftierten Menschenrechtsverteidiger Nabeel Rajab hingegen wurde am Flughafen in Dubai abgefangen.

Binaural ASMR Melon Relaxation with Corvus D. Clemmons ASMR Plague Doctor

really really cool stuff.

if you should get high on this or just like it, goggle for #asmr. theres loads of great stuff like this on youtube …

Der alte Neue in der Stadt: Trylon

Der Doc aka Emmanuel Mir steigt wieder in den digitalen Ring und wills noch mal wissen. Diesmal gehts um Alles und es gilt ganz selbstverständlich: jetzt erst recht. Trylon heißt sein neues Baby und wird die Lücke füllen die sich hier in letzter Zeit aufgetan hat. Während die Perisphere weiterhin dort agiert wo sie sich am wohlsten fühlt, am Rande des ästhetisch vertretbaren und immer kurz vor knapp, dabei dem Trend stehts voraus und trotzdem am Ende immer hinterher, wird der Trylon knallharte Fakten zur Kunst schaffen. Hier der locker lässige Bildersturm der Metamoderne, immer auf der Suche nach dem wahren #NON und erfüllt von der niemals enden wollenden Hoffung auf den endgültigen, und lang ersehnten Tod der Kunst. Dort die fundierte Analyse und Betrachtung des Angekommenen und Unvermeidlichen.
Ich freue mich auf ein kongeniales Ringen und den nächsten Player hier im Rheinland. Es war an der Zeit und dringend notwendig, dass jemand mit Sachverstand, Eiern und dem entsprechenden Know-How an diese Sache hier heran geht.

Whoop! Whoop! Trylon!

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„Das Urheberrecht ist überholt.“

„Das Urheberrecht ist überholt.“ Wolfgang Ullrich im Gespräch mit Standpunktgrau zu Sinn und Unsinn des Urherberrechts für die Kunst.

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Auf dem Bild zu sehen ist ein Teil des Werke Colourmarks von Rozbeh Asmani.

Dieser arbeitet konzeptionell. In seiner aktuellen Serie Colourmarks setzt er sich mit der Ästhetik des Kapitalismus auseinander. Dafür hat er alle in Deutschland angemeldeten Farbmarken recherchiert und von einigen abstrakte Farbtafeln erstellt, die er als Serie präsentiert. Während sie im Ausstellungsraum zunächst ihre ästhetische Wirkmacht entfalten, wird der/die BetrachterIn erst beim erneuten Hinsehen ihrer eigentlichen Funktion und Bedeutung gewahr. Alle in der Serie verwendeten Farben sind nicht — wie jene der Farbfeldmalerei — selbstreferentiell, sondern stellen Farben dar, die sich Großfirmen haben schützen lassen, um sich von anderen Produkten unterscheiden zu können. Sie sind somit Ausdruck des Konkurrenzkampfes innerhalb eines auf Wachstum beruhenden kapitalistischen Systems. Asmani thematisiert damit die Inbesitznahme des kollektiven Gedächtnisses durch Marken über den Weg der Farbe und zeigt den komplexen Zusammenhang von Farbe, Macht und Identität auf.

(via standpunktgrau.de)

Das Transmedia Projekt World Brain

World Brain, das Transmedia-Projekt der beiden französischen Künstler Stéphane Degoutin und Gwenola Wagon feiert im Rahmen der Transmediale 2015 seine Weltpremiere. Der 70-minütige Film und die interaktive Website nehmen den Zuschauer mit auf einen Tauchgang durch die physischen Untiefen des Internets. World Brain nähert sich in essayistischen Fragmenten den Utopien, Mythen und Ideologien, die mit der Entstehung einer kollektiven Intelligenz und der Hypothese eines weltweiten Netzwerks verbunden sind. Der Film folgt einer Gruppe von Forschern, die versuchen, anhand von Wikipedia im Wald zu überleben. Ihr Ziel ist nichts Geringeres als die Schaffung eines alternativen Projekts für das Überleben der Menschheit.
Bei arte.creative gibt es ein Interview mit den beiden Künstlern. Die interaktive Website worldbrain.arte.tv  ist seit 30. Januar online.

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Searching for Devices in der Basis Frankfurt

Die in der Ausstellung Searching for Devices präsentierten Arbeiten setzen sich mit verschiedenen Aspekten und Verhaltensweisen dynamischer Prozesse auseinander. Auf narrativer, materieller oder konzeptueller Ebene werden die Handlungsstränge und Verbindungen der in unserer Alltagswirklichkeit zumeist verborgenen und unsichtbaren, allerdings unvermeidlich verwobenen Systeme dechiffriert und Strukturen sowie Prozesse sichtbar gemacht.
Die Grenzen des vermeintlichen Immateriellen und Materiellen, eines Innen und Außen, Digitalen und Analogen, Physischen und Psychischen scheinen sich aufzulösen und werden neu befragt. Neue Formen und Möglichkeiten werden aus den Interaktionen unterschiedlichster Materialien und Systeme geschaffen, wobei den neuen Objekten stets ein Moment der Instabilität inhärent bleibt. Das Prozessuale und damit die Option neue, in sich geschlossene, allerdings (noch) nicht realisierte Einheiten zu bilden, bleibt damit als Potenzial in den Arbeiten erhalten.

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Future of Memory – Sabrina Möller im Gespräch mit Nicolaus Schafhausen

Ein smartphoneloser kluger Freund meinte kürzlich, nachdem ihn Morgens auf dem Weg zur Arbeit ein von-seinem-smartphone-bereits-assimilierter Mann, mit den Augen aufs Display gerichtet fast umrannte, das sei doch irgendwie auch phänomenal. Man können den Wandel und die Verschmelzung der Gesellschaft mit dem neuen Medien täglich, quasi live, beobachten. Die Entwicklung wäre so schnell, dass sie wirklich sichtbar wäre. Und ich glaube da hat er recht. Das geht alles verdammt schnell.

Und von daher ist das ja eine wirklich berechtigte und sinnvolle Frage, wie sich denn nun das Erinnern in Zukunft gestalten wird, wo doch derzeit und überall so viel, aber auch so unsinnig, gespeichert wird. Was bleibt also hängen am Ende?

Darüber und über die Show The Future of Memory in der Kunsthalle Wien unterhält sich wie im Header angekündigt Sabrina Möller von artandsignature mit dem zuständigen Kurator Nicolaus Schafhausen. Hier.

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pics via https://www.facebook.com/MuseumOfInternet

Matthias Danberg – ORDER

Biologische Skulpturen, neue Menschen, androide Entscheidungsträger, klassische Landschaften und eine atomare Katastrophe zeichnen das Bild einer diskontinuierlichen Welt, in der nicht länger klar ist, was warum entsteht oder vergeht.

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