Düsseldorf

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Der Computer des Jahres 2015 ist ein gefrässiges Ding. Im Laufe der vergangenen Jahrzehnte hat er sich vom exklusiven Militärapparat hin zum omnipräsenten Massenphänomen und Alltags-Gadget entwickelt. Die ehemals hausgroßen Rechner haben sich in immer kleiner werdende Geräte verwandelt, welche sich mit atemberaubender Geschwindigkeit minimalinversiv in unser aller Leben implementieren. Der Computer, das Netz, die damit verbundenen Devices und die zugehörigen Interfaces prägen unsere Kultur und unser Denken wie nur wenig andere Entwicklungen der Gegenwart und Vergangenheit.
Treibstoff, Erzeugnis und Abfall der damit verbundenen psychosozialen Prozesse ist die Information. Sie ist die allgegenwärtige Droge unserer Zeit nach der immer größere Teile der Bevölkerung gieren wie der Junkie nach dem nächsten Schuss.
Der Zugang zu dieser Droge und die Kontrolle darüber ist die zentrale technopolitische Frage unserer Generation, um sie dreht sich das aktuell laufende Redesignprogramm des Kapitalismus. Die Interfaces sind das ultra-cleane Fixerbesteck des metamodernen Menschen, durch sie gelangt die Droge in unsere Gehirne um dort ihre disruptive Wirkung zu entfalten und sich bunt, schrill und hysterisch schillernd mit unserem Geist zu verbinden. Mit jedem Klick und jedem konsumierten Bit verwandelt sich das Wesen unseres Geistes ein Stück weiter vom biologischen zum synthetischen. Ein Teil dieses Transformationsprozesses ist die sukzessive und kontinuierliche Annäherung der Schnittstellen an unsere Körperoberfläche mit dem Ziel in diese einzudringen und sich unauflösbare mit uns zu verbinden.
Die Droge Information, der Prozess der Immersion und die Kontrolle darüber, werden damit zu den entscheidende Themen unserer Tage. Wie wollen wir uns mit der Maschine verbinden, wo liegen die aktuellen Schnittstellen zwischen Hirn und Prozessoren und wo sollen sich diese in Zukunft befinden? Viel wichtiger aber noch als die Frage des Wie: Wer darf über Funktion der Schnittstellen und den Fluss der Droge Information durch diese entscheiden?

.htaccess spürte diesen Fragen in gewohnt ungezwungen, lässiger Manier aber mit vollem Einsatz nach und bringt ausgewählte Künstler die schon lange an den Grenzbereichen dieser Fragestellung arbeiten und künstlerisch forschen an einem Ort, dem #digital3mpire in Düsseldorf, für eine Show zusammen.

 

 

 

Akademie der Täuschung

Der Rundgang der Kunstakademie Düsseldorf im Februar 2015

Es ist immer der gleiche Foo, da führt man ein Leben in einem der wohl reichsten Länder des Planeten in dem angeblich alles-so-Yeah-Wachstum ist, und trotzdem hat man viel zu wenig Zeit und Ressourcen für das Schöne, das Wichtige und das Nutzlose. Die Ästhetik kommt nach wie vor zu kurz in der Welt der Hochleistungsdichter und Denker.
Aber was soll das Palaver? Es ist nun mal wie es ist und so schlimm wie wo anders ist es hier zum Glück lange nicht. Denn wenn schon nicht den Reichtum, so haben wir immer noch den Frieden. Drücken wir also bitte mal alle gemeinsam feste die Daumen, dass es auch so bleibt und drücken wir noch fester die Daumen, dass das Paradigma des Friedens schon bald wieder den derzeit global brutal agierenden Imperialismus als politisches Leitbild verdrängt. Egal wie naiv das nun klingen mag, träumen ist und bleibt erlaubt, und mir hat auch noch keiner schlüssig beweisen können, dass all das hier kein Traum sei. Die Jetztzeit ist real, der Rest immer nur in Form von Spuren der Vergangenheit und Spekulationen über die Zukunft wahrnehmbar. Doch es gilt das universelle Gesetz, selbst nach dunkelster Scheisse kommt immer wieder Sonnenschein. Und das Beuyssche Reagen statt Sonne ist auch Heute noch nicht das Schlechteste für uns – und gut für mich, weil ich darüber nämlich gerade noch so den narrativen Dreh zum eigentlichen Thema hin bekommen: Rundgang Kunstakademie 2015.

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Aber man möge bitte die Politik und den Frieden auch dort nicht vergessen, auch nicht im Kontext der Künste. Dort schon mal gar nicht, denn für diese ist traditionell wenig Platz in Armut und im Bombenhagel. Und ein Flanieren durch die Gänge der Düsseldorfer Akademie macht um ein vielfaches mehr Freude wenn es nicht durch den Fluglärm von Düsenjets und Kampfhubschraubern begleitet wird. Wir Düsseldorfer bekamen erst kürzlich zur Dügida-Demo eine Vorstellung davon, was es heißt wenn über Stunden ein solches Fluggerät lautstark über der Stadt steht. Ein seltsames Gefühl.

Genießen wir also die Jetztzeit, versuchen wir nett zu einander zu sein und konsumieren wir einfach mal einen I-BigMac weniger, dann wird auch das mit den knappen Ressourcen auf dieser Welt nicht ganz so eng. Bleiben wir im Gespräch und halten wie Augen, Ohren und Geist offen, suchen wir das Neue und beschäftigen uns mit diesem, die Künste sind nicht der schlechteste Ort dafür.

Mein Fazit zur Kunst auf dem Rundgang im übrigen, ich fands trotz der Masse ganz Ok. Sicherlich auch weil ich nach ganz speziellen Leuten mit ganz speziellen Ansätzen gesucht habe, und nicht mit den Erwartung an Ahhs und Ohhs in die Akademie kam, wie diese Kunstfreunde aus Aachen. Mal ganz abgesehen davon, dass ich mit dem Objektfetisch der Kunst eh nicht viel Anfangen kann und mich die Prozesse schon immer mehr interessiert haben, verstehe ich die Werke in einer solchen Gruppenshow als Medium und Botschaft einzelner Personen, und eben nicht als finale Objekte die kontextlos funktionieren müssen – was ja eh nicht ginge.
Wenn man dann nun also selber eine Idee davon im Gepäck hat was man will und wie die ganze Sache zu laufen hat, und damit auch eine Ahnung davon mit bringt nach welchen Signalen man ausschau halten muss, weil man hofft, dass die Sender der Signalen die eigenen Vorstellungen und Sichtweisen eventuell teilen oder bereichern, dann bleibt die Enttäuschung auch aus.
Persönlich hatte ich aber eher den Eindruck – und diese kleine Gehässigkeit sei mir an dieser Stelle erlaubt – dass weite Teile der Publikumsmassen, die sich so leicht dumpf und bräsig durch die Gänge schoben, eigentlich keiner eigenen Ideen oder Vorstellung folgten. Sondern im Gegenteil, dass man etwas Fertiges, Sinnhaftes, aber Konsumierbares von den Künstlern vorgesetzt bekommen wollten, um damit die eigene Leere aufzufüllen. Das wäre allerdings eine Haltung mit der man an einem solchen Ort natürlich nur Scheitern kann. Dann eben doch lieber zu Hause vor der Glotze bleiben um sich dort sanft und geschmeidig das Hirn weich massieren zu lassen. Auf diese Weise bleiben einem dann auch Enttäuschungen erspart und die entsprechenden geliebten Täuschungen erhalten.

von wem ist das?

von wem ist das?

Als letzte Bemerkung dazu eventuell nun noch der Hinweis auf den Titel der internen studentischen Rundgang-Abschlussparty in der Nacht von Sonntag auf Montag. Die Studenten haben das alles wie es scheint, nämlich schon ganz gut durchschaut. Jetzt muss nur das Publikum eben folgen.

So und nun aber genug vom halbautomatischen Text.
Bühne frei für die Bilder und Feuer frei für die Signale.


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Banz & Bowinkel bei 191 S im Salon

Giulia Bowinkel & Friedemann Banz haben ihre neueste Arbeit im Salon installiert – die aktuellen Bilder gibts hier nach dem Klick auf F***book.
Und wir freuen uns schon auf den 6. März, wenn die beiden dann zusammen mit Timothy Shearer, Olia Liana, so wie den Jungs vom Browserbased Kollektiv aus Amsterdam im #Digital3mpire zu Gast sind.

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http://www.191s.net/
http://www.banzbowinkel.de/

W57 – Neues am Worringer Platz

Der Kater vom Abendtermin hängt noch ganz schön nach, und damit ist auch die Ursache, der Besuch im W57 noch deutlich präsent. Von daher muss der Post mit meinen persönlichen Highlights zum Akademie Rundgang leider noch mal etwas warten. Aber das ist auch Ok. Was ich ausgewählt habe ist hoffentlich zeitlos und auch mit etwas Abstand zum Massenevent noch aktuell.  Ich bin da aber zuversichtlich.
Nun aber zurück zum Worringer Platz, dem W57 und dem was dort derzeit zusammen braut.
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Gleich vorab. Der L und ich sind, wie es sich für brave Familienväter gehört, aufgebrochen bevor die Party richtig los ging, wilde Exzessbilder gibt es also hier nicht. Ich beschränke mich statt dessen auf die Bilder der Ausstellung und der Ortes die Organistor Zalar mir freundlicherweise zugesandt hatte. Was darüber hinaus gestern Nacht in den Kellern dort geschah, müsst ihr, sofern Ihr nicht da gewesen einfach selber recherchieren. Als wir gegen 0.30 Uhr zum späten Nachtmahl Richtung Izmir aufgebrochen sind, sah das aber alles schon recht viel versprechend aus, die Stimmen auf Fb klingen auf jeden Fall begeseistert und der kleine Minifloor war wirklich geil.
Eine Anekdote noch am Rande: endlich sind der N und ich uns mal begegnet, über den Aether stehen wir bereits seit einiger Zeit in Verbindung, so kam auch der Beitrag für den Blog hier zu standen. Aber es war auch mal an der Zeit sich in die Augen zu sehen. Man kann eigentlich ganz gut zusammen arbeiten so frei vernetzt und körperlos. Aber sich zwischendurch mal die Hand zu schütteln, den anderen mal kurz zu sehen, das ist auch wichtig.
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191s – wechselnde Wandmalerei im Salon des Amateurs

Wer in den vergangenen Monaten im Düsseldorfer Salon des Amateurs zum Feiern gewesen ist, mag sich beim Schwingen der Hüften einmal kurz gefragt haben, was es denn mit der Malerei auf der Rückwand an der Tanzfläche auf sich haben könnte.

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Mir zumindest viel das beim letzten Besuch dort auf, wenn auch nicht beim Hüftschwung, sondern im sitzen auf der Couch. Allerdings war ich – und das muss man eventuell doch dazu sagen – recht nüchtern, Vormittags, und zum Kaffee da. Darüber hinaus hatte ich mir direkt zuvor die Tim Berresheim Show im Kunstverein angesehen, war also ästhetisch bereits ganz gut justiert. Wir dürfen annehmen, dass ein solches Setting den Blick, inklusive Gedanken für die Wandmalerei schärft und aktiviert – mehr wohl, als es Longdrinks, Bier und viele andere zeitgenössische, stimmungsaufhellende Mittel der persönlichen Wahl tun.

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Wem die Malerei aber nun – in welchem Zustand auch immer – auf- und gefiel, und wer gleichzeitig nicht die Zeit oder Muße fand, der Frage der Herkunft vor Ort nachzugehen, dem sei jetzt und hier mit dem Hinweis auf das Kunstprojekt 191°S aus der epistemologischen Not geholfen.

191°S zeigt im periodischen Wechsel von 1-2 Monaten im Salon des Amateurs aktuelle Positionen regionaler und internationaler Künstler/innen. Eine 12,5 qm große Wandfläche wird Plattform für ästhetisch experimentelle und schöpferische Auseinandersetzungen und wirft so einen aktuellen Blick auf das breite Spektrum malerischen, zeichnerischen und konzeptuellen Schaffens in der zeitgenössischen Kunst.

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Fotografie: Manuel Quarta

Gezeigt wurden bisher Arbeiten von Alexander Ernst Voigt, Egor Galouzo, Angela Fette, Irakli Bugiani, Luka Kurashvili, sowie Alexander Gegia. Ab dem 5. Februar sind Giulia Bowinkel & Friedemann Banz mit einer Arbeit vor Ort zu sehen.


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Rich Kids Beer Release #3 – Kunst muss weh tun

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Das Bier zur Show am Freitag.

Ist ist Ist in der Kunsthalle Düsseldorf?

Ist Kunst Mode? Ist Mode Kunst? Ist Kunst Kapital? Ist Kapital Kunst?
Mal ehrlich. Wen interessieren denn so akademischen Fragen jetzt noch?

Wir haben 2014, und gehen mit großen Schritten voran. Totale Affirmation! Everything is a remix! Völliges überreizen im Crossdresser Crossover. Geil sein bis zum Wahnsinn. Jeder darf noch mal, denn jeder will jetzt auch noch mal. Bevor Schluss ist. Wir nehmen also mit was geht.
Ich finde übrigens, das geht alles sehr sehr gut zusammen und sieht auch verdammt schick aus, auch – oder gerade – weil es nicht meine Welt ist und wohl auch nie mehr recht werden wird. Denn man muss bei aller Geilheit natürlich schon wissen, was geht, was noch geht und was nie gehen wird, und dann weiß man auch ein bißchen was mal will, wo man es will und wo man es nicht will.
Beim wem aber nun das hier geht und wer das hier auch hier will, der kann eigentlich gar nicht mehr Mehr wollen.

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Alexander Romey

Irgendwas ist immer. Mal Projekt, mal Familie, mal Freunde, mal Auto, mal Pitch, mal Bürgeramt. Mal Aufregen, mal Abregen, mal Freuen, mal Schreien.
Und manchmal eben auch, eine Show.
Und weil machmal jetzt ist, wird derzeit zum Glück an einer neuen im #digital3mpire gearbeitet.

Ich freue mich wirklich sehr, dass mit Thomas Spallek, Alexander Romey, Sebastian Schmieg und Silvio Lorusso, gleich 4 richtig gute Leute mit Bezug zum Digitalen zugesagt haben.

Einer der schönen Aspekte am Organisieren einer Show ist die damit verbundene Chance, sich einmal die Zeit zu nehmen, um sich mit der Arbeit der Teilnehmer auseinander zu setzen. Nicht nur am Abend, sondern eben auch schon im Vorfeld.
Den Auftakt mache ich dazu mit Alexander Romey in Wort und Bild.

Die angesprochene Show ist übrigens am Freitag, den 12.12.2014 in unserem Galerieraum in der Kirchfeldstraß 112.
Mehr Infos dazu in Kürze dann hier und und im 3mpire.

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Alexander Romey hat seit 2007 zusammen mit Thomas Spallek Kommunikationsdesign in Düsseldorf studiert, ist dann aber später an die Akademie gewechselt und dort seit 2013 in der Gursky-Klasse. Er arbeitet hauptsächlich mit Fotografie und realitätsbeschreibenden Prozessen wie 3d.
Romey dazu wie folgt:

Dabei interessiert mich wie fotografische Bilder sich heute verhalten, einerseits zueinander aber auch was sie in die Realität zurücktragen. Es ist mir wichtig in meinen Bildern zu untersuchen aus was für Bestandteilen die Fotografie heute gemacht ist und wie diese unsere Wahrnehmung verändern. Um das zu tun bediene ich mich verschiedenen fotografischen Genres und deren Eigenschaften die ich mir aneigne, in eigene Bilder übertrage und immer wieder in verschiedene Zusammenhänge stelle.
Für mich spielt dabei Photoshop sowie 3d eine grosse Rolle, da die fortschreitende Fiktionalisierung, die ihre vermeintlichen Wurzeln in der Realität hat, einen grossen Einfluss auf unsere visuelle Kultur ausübt.

In seiner Arbeit verfolgt er dabei unterschiedliche Ansätze, mal sind es inszenierte Situationen im Studio, ein ander mal angeeignetes Bildmaterial das er transformatorischen Prozessen unterzieht, aber auch komplett im Rechner konstruierte Bilder etc…
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Melanie Gilligan

Habe die Dame kürzlich erst auf der Webseite bei Max Mayer entdeckt. Stammt zwar nicht hier aus der Region, gehört aber durch Galerivertretung und zb große Ausstellung im koelnischen Kunstverein dann doch auch hier her – UND – macht tolle Arbeiten. Empfehlung an dieser Stelle ist die 4 teilige Serie popularunrest.org, die – komplett online zu sehen.

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der brennende Nikolaus

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Lotta Müller, “der brennende Nikolaus”
digitale Malerei, mit Paint Gallery (Achtung Link zu Apple)
Düsseldorff, im Herbst 2014

Kunst Unternehmen Kunst

Für all diejenigen unter Euch denen das Niveau hier im Blog seit dem Ausscheiden von Dr. Mir zu trashig wurde, hier einmal ein heißer Tip. Emmanuel hat seine Dissertation unter dem vielversprechenden Titel Kunst Unternehmen Kunst – Die Funktion der Kunst in der postfordistischen Arbeitswelt im Transcript-Verlag veröffentlicht. Dort gibt es übrigens zum anfüttern auch ein 20-Seiten Abstract als PDF zum Download.
Für mich, mit dem nun 2. Kind im Haus sind 480 Seiten Hardcore wegen Zeitmangel natürlich leider nichts mehr. Aber eventuell klicken sich die jüngeren oder älteren Freundinnen und Freunde in anderen Lebensphase hier mal ihr Kontexte zusammen. Viel Vergnügen!

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Emmanuel Mir
Kunst Unternehmen Kunst
Die Funktion der Kunst in der postfordistischen Arbeitswelt
08/2014, 480 Seiten, kart.
ISBN 978-3-8376-2783-1

SPACED IN im Gagarin

Passender Titel  zum Raum, die Show “SPACED IN” startetet bereits am 13.11. im Gagarin. Prokjektverantwortlich für den Monolithen und die zugehörige raumbrechende Fläche sind Jan Scharrelmann und Martijn Schuppers. Ein paar Bilder mehr gibts noch auf der Webseite des Raums.
Finnissage findet am Samstag, den 22.11.2014 von 19 bis 22 Uhr statt.

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Artblogcologne über Tim Berresheim im Düsseldorfer Kunstverein

Klar kannte ich Tim Berresheim vom Namen und wusste ihn wohl auch irgendwie einzuordnen. Aber erst letzte Woche wurde mir dann so richtig bewusst wie geil das Zeug von ihm ist. Die Kolleginnen-Kollegen Banz und Bowinkel waren zu Gast im Studio und machten mich freundlicherweise noch mal auf sein Schaffen aufmerksam. Danke!
Und dann fiel mir auch noch auf, der Mann ist ja gerade hier in Düsseldorf. Im Kunstverein … Nun ja. Wie schon mehrfach gesagt und geschrieben “THIS IS NOT AN ART BLOG” und von daher darf das auch mal an einem vorüber ziehen.
Den Besuch im Kunstverein werde ich mir diesmal dennoch gönnen. Diese Bilder will ich doch real und und wirklich mit den eigenen Augen sehen – tumblr kann mich an dieser Stelle mal.

Vorab gibt es aber schon mal den Link zu den Kolleginnen nach Köln. Die waren nämlich schon in Düsseldorf und haben sie die Sache angesehen.

Bild by Artblogcologne

Bild by Artblogcologne

WG/3ZI/K/BAR – Das Buch

Es ist ein alter Hut und ich erzähle Euch natürlich nichts wirklich Neues, wenn ich an dieser Stelle erwähne, dass die Qualität der Dinge oftmals erst durch ihre Abwesenheit und die dadurch entstehende Lücke richtig sichtbar werden. Und so ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass die Veranstaltungsreihe um die es jetzt geht eine sehr deutlich spür- und sichtbare Lücke hinterlässt.

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Ich für meinen Teil mochte die WG sehr gerne, auch wenn ich wohl eher kein Stammgast war. Aber Stammgast sein, war eben auch nicht notwendig um sich dort wohl zu fühlen. Die Fluktuation, die enorme Anzahl an Gästen, aber auch die Offenheit für Themen sorgten für ein Umfeld in dem es nicht schwer war sich heimisch zu fühlen. Zwei mal durfte ich sogar selber auftreten und damit Nerdkultur in die altehrwürdigen Hallen des Malkasten tragen. Mein ehrlicher Dank an dieser Stelle noch mal an Markus und Birgit!

Jetzt ist es vorbei mit der WG und natürlich ist das irgendwie Schade. Um so besser aber, dass sich die beiden Initiatoren Markus Ambach und Birgit Jensen noch einmal hingesetzt habe, um alles das was dort über die Jahre geschehen ist, in ein dickes Buch zu packen.

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Cornelia Schwabe fasst freundlicherweise im nachfolgenden Text noch einmal zusammen um was es geht und ging.


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Kunstfilmtage Düsseldorf

Die Kunstfilmtage finden am 1. und 2. November 2014 an elf Orten rund um den Worringer Platz in Düsseldorf statt. Alle Infos gibts auf der Webseite www.kunstfilmtage.de.

kunstfilmtage

awa bar [danach]

AWA BAR im studioforartisticresearch
ACKERSTRASSE 33
40233 DÜSSELDORF

Jörg Steinmann mit „Roth Electric“

Jörg Steinmann arbeitet seit vielen Jahren im und mit dem öffentlichen Raum, hier in der kalten Stadt. Schwerpunkt ist Klang und Ton, aber nicht nur. Er zeichnet sich dabei durch ruhiges, besonnenes und beharrliches Arbeiten aus. Dieser Mann hat Zeit oder was viel wichtiger ist, er nimmt sie sich. Im gegensatz zur ruhigen Person und Arbeitsweise stehen seinen Themen, in denen über die Jahre eine zunehmende Härte erkennbar wird und die hat zuweilen auch durchaus etwas brutales. In gewisser Hinsicht fungiert er damit nicht nur, aber auch, als Spiegelbild und Echo des bespielten Stadtraums.

Die Sprechperformance „Roth Electric“ fand am Dienstag der letzten Woche statt und kann nun online nachverfolgt werden. Es wurden sechs Texte von Dieter Roth vorgetragen. Einen gibt es hier als Videoclip, den Rest findet Ihr hier bei Vimeo.

Roth-Electric-1 from Jörg Steinmann on Vimeo.

Off Vendome Düsseldorf

Off Vendome macht Shows seit März 2013 und dabei eine gute Figur. Gelegen an einer der schönsten Straßen, in der Nähe einer der besten Plätze der kalten Stadt, zeigt man dort was man hat. Und was man dort nicht sieht, das gibts im tumblr zb hier. Mein Tip: sieht solide aus. Hingehen.
Laut WWW kommen als nächstes Sam Anderson, Lena Henke and Max Brand sowei Kyle Thurman.

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Pranti Pranit Ragazy im Kunstraum Düsseldorf

PLATOONS HÖHLE – PRANTI PRANIT RAGAZY

Epic awesomeness und danke an alle Beteiligten. Diese Show war wirklich groß. [Edit: hier habe ich mal wieder bissi rumgerantet, das gehört hier aber nicht hin, weil irrlevant. ist deshalb gestrichen.]
Highlight war gegen Mitternacht das unfassbare, überwältigende Schleimritual in kleiner Runde. Diese ca 40 Minuten haben bei mir noch Tage später nachgewirkt, mich nachhaltig geprägt und werden mir für immer in leuchtender Erinnerung bleiben.
Mehr davon bitte. Die Welt, vor allem aber diese Stadt hier, braucht noch sehr sehr viel mehr Liebe, Kraft, Gewalt, Autonomie, Versöhnung und Schleim.
Das muss weiter gehen!

[Edit 2: unten in den Kommentaren wird auf weiteres pics von der Show hingewiesen, klickt mal rein. danke!]

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#Digital3mpire – Opening am 26.9 Düsseldorf – mit BYOB!!!!!11!!

Ein kurzer Hinweis an Alle!

Das neue Projekt Digital3mpire geht endlich an den Start – der Name ist Programm. Konzipiert als Blog-Projekt und offene Galerie in der Düsseldorfer Friedrichstadt, will ich es als Anlaufstelle für Diejenigen etablieren, die sich, so wie ich, an den Fragestellungen rund um die Digitalisierung der Welt reiben. Ich habe das Gefühl, dass es an der Zeit für einen solchen Ort hier im Rheinland, speziell in Düsseldorf, ist und bin sehr gespannt wie sich das Ganze entwickeln wird. Mal sehen, ob es für so etwas hier überhaupt ein Publikum gibt?
Eingeladen zum dem Projekt sind Hacker, Designer, Nerds, Künstler, Aktivisten, Theoretiker, Vordenker, Verrückte, Genies, Freaks und generell Alle die das Thema anspricht.

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Am 26.9.2014 geht es mit einem BYOB in der Kirchfeldstraße 112 los – wer teilnehmen möchte, kontaktiert mich thematisch passend via twitter oder schickt eine E-Mail mit kurzer Anmeldung an die Redaktion, besorgt sich einen Beamer und ist dann Abends gegen 18 Uhr hier. Wer einfach nur so Lust auf großes Bild-Geflackere und Projektionen hat, der kommt dann ab 20 Uhr dazu.

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Das ist ein Bild vom ersten BYOB von 2010 – natürlich in Berlin :-).

http://www.byobworldwide.com/
http://digital3mpire.com/

 

HAUDIDRAGI – Erneute Verdichtung des Realen in Düsseldorf

Ein Ritual von Mark Pepper im VDR

Ein Dragi (umgangssprachlich auch Hau di Dragi) ist eine Performance, bei der Mark Pepper mit einem Stick auf ein Schlagzeug schlägt. In Abhängigkeit von der hierbei aufgebrachten Schlagkraft wird ein Signal beschleunigt, welches im Raum nach oben steigt. Je mehr Kraft er beim Schlag aufwendet, umso höher steigt der Ton zu Kopf. Sollte der Schlag genug Geschwindigkeit haben, löst er einen Impuls aus, der im besten Falle eine Kettenreaktion zur Folge hat.

Freitag den 29. August um 19 Uhr
im “VDR” Klosterstrasse 43,
Düsseldorf

Kunstwerke für Audi Art Award 2014 fahren im Cabriolet zur Jury

Je länger ich auf die Bilder drauf schaue, desto mehr überlege ich ob das eventuell ein Fake oder studentischer Scherz ist? Um das aufzulösen, müsste man wohl einmal beim Absender, der PR-Agentur publiccologne.de anrufen? Andererseits ist das alles so schön gemacht, ich will da jetzt nicht enttäuscht werden, am Ende ist es doch wieder nur eine ironische Kunstaktion …
Wie auch immer. Soeben erreichte mich per E-Mail die Nachricht, dass die heute eingereichten Arbeiten für den Audi Art Award just in diesem Moment (Montag 4.8. – Nachmittags) per Cabriolet von Köln nach Düsseldorf verbracht werden.
Uns genauso soll es ja auch sein. Und natürlich niemals anders!
Denn in der Metamoderne dreht sich bekanntlich alles ums Objekt. Das ist der entscheidende Wandel, den man verinnerlichen muss, um der intelektuelle Verwirrung zumindest ein wenig Herr zu werden.
Und deshalb ist das was hier passiert absolut schlüssig. Natürlich fährt heute nicht mehr der aufgeklärte freie Mensch im Automobil durch die Kulturlandschaft – solche Späße sind langfristig überhaupt nicht mehr finanzierbar. In Zukunft sind es die Objekte und Produkte – hier in Form eines Kunstwerk – die in diesen Genuß kommen. Wer sich über so etwas ärgert, der sei beruhigt. Diese Entwicklung ist nur logisch und konsequent weiter geführt, was im Rahmen von allgegenwärtiger Effizienzsteigerung und Rationalisierungsbemühung derzeit angedacht und ausgeführt wird.

Danke für den Hinweis liebes team von Publiccologne, so etwas kann und darf hier nicht fehlen!

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Arena – ein Videoparcours durch die Düsseldorfer Altstadt

Vor einer Woche berichteten wir über eine Randveranstaltung der Quadriennale Düsseldorf, die „Toom-Ausstellung“, die einen gemischten Eindruck hinterlassen hatte. Erst heute kommen wir auf einen Höhepunkt des Festivals zurück, der zwar eine ganz andere Aufmerksamkeit als die üblichen Blockbuster-Shows der Quadriennale erhielt, jedoch kuratorisch makellos war. Man kann sogar ohne Übertreibung behaupten, dass das in der Altstadt verstreute Videoprogramm von Jan Wagner perfekt war.

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Yvonne Rainer: Hand Movie


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“Another Place / Another Space / Together” im Leeschenhof

Der Abend kann jetzt schon als das Ereignis der Düsseldorfer freien Szene – und überhaupt der Düsseldorfer Kunstszene – im Jahr 2014 gelten. Die Eröffnung der Ausstellung „Another Place / Another Space / Together“ wurde zu einem riesigen Klassentreffen der hiesigen Künstlerschaft und versammelte mehrere Hunderte auf dem Gelände des ehemaligen Toom-Marktes. Ausgelassene Stimmung, Freude über das Wiedersehen und Bier zu selbstbestimmten Preisen – selten wirkte eine Veranstaltung so verbindend wie diese. Und die Kunst?

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Rebekka Benzenberg


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Maren Maurer im RAUM Oberkassel

Die Ausstellung ist bereits beendet – wir waren diesmal ein wenig zu spät vor Ort. Aber wir haben doch noch ein paar Bilder der Skulpturen von Maren Maurer erhalten, so dass ihre feine Präsentation für alle Zeiten fixiert ist. Zumindest im Netz.

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Manuel Franke und Leni Hoffmann im Parkhaus Malkasten

Dass Karl-Heinz Rummeny in seiner Funktion als Verantwortlicher des Projektes Parkhaus Malkasten überglücklich ist, versteht man allzu gut. Denn er hat bei seiner Einladung von Leni Hoffmann und Manuel Franke erneut eine glückliche Hand erwiesen und sich selbst beschenkt. Das Künstlerpaar, das zwei distinkte Arbeiten zeigt, bespielt den kleinen Raum im Park und animiert, zugleich durch Verfremdung und plastische Hervorhebung, dessen Volumen und Oberflächen.

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Linda Nadji in der Malkasten-Vitrine

Eine kleine Installation von Linda Nadji, eine Mitstreiterin des Kölner Projektraums Bruch & Dallas, ist momentan in Düsseldorf zu sehen. In der verschlossenen und trotzdem relativ geräumigen Vitrine des Malkastens hat sie ein paar ornamentale Gegenstände ausgebreitet, die zwischen verstaubter Luxusdeko aus den 1950er – eine kongeniale Antwort auf das modern-elegante Foyer des Vereins – und DIY-Kunstkramm stehen. Einen Abstecher wert.

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