Foundfootage

#Akademie RLTumbler2016

Leider habe ich es dieses Jahr nicht zum Rundgang geschafft. Das ist etwas Schade, weil ich das Gefühl habe, dass sich gerade was tut mit der Kunst der Stadt. Ein Kongress zur Ästhetik des Stillstands, Diskussionen über Zeitgenossenschaften und Nachdenken über neue Meister machen Mut und senden zarte Signale des inneren Um- und Aufbruchs einer rheinischen Kunstszene, die sich leider schon viel zu lange darin genügt Ruhm und Glanz vergangener Dekaden abzufeiern.

Und so wie die Welt in Bewegung kommt und sich die epochalen Umbrüche nun auch für uns hier in den Kernzonen der kapitalisierten Welt abzeichnen, so kommt dann auch Bewegung in die Strukturen der Kunst.
Es hätte mich nun interressiert, ob sich das, was ich zu sehen glaube auch in den Werken der Studentinnen und Studenten nieder schlägt. Aber die Prozesse laufen ja zum Glück unglaublich schnell und unglaublich langsam zu gleich, so dass wohl auch das nächsten mal noch genügen wird um zu sehen.
Man muss ruhiger werden. Und gelassener, in all der Hektik. Außerdem gibts hier, das Netz und verlinken soll für dieses jahr mal reichen.
Ein paar sehr schön anmutende Bilder gibts drüben bei itisnovember.wordpress.com. Und in der etwas herberen Variante bei KubaParis hier #1 und hier #2.

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Das 300Mrd DADABC

Morgen beglückt uns der europäische Junker und seine neoliberale Bande mit dem 300-Mrd-Arbeits-Paket und zieht uns allen damit Hemd und Hosen aus. Wir begebene uns derweil in die innere Emigration und träumen von den guten Tagen, die dann einmal kommen werden, später dann, wenn die Katastrophe irgendwann vorbei gewesen sein wird.

aether-design kommt direkt in die kiste

OMG! schon wieder mach ich mir beim anblick fast in die buchse. dieser monat geht wirklich gut voran, zu erst wargamez in leipzig und jetzt das hier. ein pixeltrauma in meta-trash. wunderschön und dazu scrollen ohne echtes ende.

sowas kommt natürlich sofort hier in die blog-box. und schön streng drauf schauen bitte, auf das geile zeug.

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Die postinternet Ästhetik des Objekts reizt

Das hier in Kassel, im Fridericianum, das reizt mich seit dem ich es – leider erst etwas spät – über Matthias Planitzer gefunden habe. Eine ganze Weile läuft das jetzt schon und wurde gerade erst um einen Monat verlängert. Speculations on Anonymous Materials heißt es und bringt in ehrwürdigen, institutionellen Hallen sehr junge, sehr frische Leute zusammen, die wohl so noch nicht zusammen gekommen waren.

Ich mag den Stil dieser Leute, die alle noch etwas jünger sind. Gut in Teilen ist das alles ein klein bißchen reaktionär und für jemanden wie mich etwas zu stark am Objekt verfangen – aber hey Freunde, das ist institutionelle Kunst, da muss man auch ein bißchen lässig bleiben in der Beurteilung. Denn gute Sachen von guten Leuten sind schon dabei. Vor allem Timur Si-Qin ist mit seinem Axe Effect bereits vor einiger Zeit ein wirklich epischer Treffer gelungen, da ziehe ich auch mal meinen Hut. Das sind solche archaischen Dinger, die einfach passen, die man einmal sieht und die dann im Hirn kleben bleiben.

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Timur Si-Qin, Axe Effect, 2011


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Red & Yellow

Veli Silver (* 1983) & Amos Angeles (* 1986) mehr infos und clips gibt es bei rebelart,

Eine Videoarbeit von Konrad Kraft

Wer den Namen von Konrad Kraft schon irgendwo gehört oder gelesen hat, kann sich als affiner Kenner der Techno-Szene der ersten Stunde (wir meinen wirklich der ersten Stunde, also jener Szene, die bereits in den frühen 1990er blühte) oder als Spezialist der experimentellen Klangkunst schätzen. Jedenfalls ist Kraft, der übrigens unter seinen echten Namen Detlef Funder ein sehr sehenswertes Oeuvre auf Papier produziert, seit geraume Zeit in elektronischen Klangsphäre unterwegs. Erst heute bin ich auf eine Videoarbeit des vergangenen Sommers gestoßen – es ist nicht ganz neu, es ist nicht ganz heiß, aber es ist einfach gut und müsste unbedingt in unserem hipsten Blogmagazin aufgenommen werden.

Das Medium_Aufbautif_Fin!!!


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Waiting for Edward Snowden

Letzten Freitag standen im Ankunftsbereich zahlreicher Flughäfen auf der ganzen Welt, Männer und Frauen mit Schildern bereit um Edward Snowden abzuholen. Die Aktion wurde im Laufe der letzten Woche übers Netz initiiert und koordiniert. Seinen Anfang hatte das Ganze wohl am Rande des 30c3, dem vergangnen Kongress des CCC, in Hamburg. Letzte Woche gabe es dann jedenfalls diesen Aufruf, der sich relativ schnell über die diverse digitalen Kanäle verbreitet hatte. Unter dem Hashtag #WaitingForEd lässt sich der Verlauf auf F***book und Twitter nachvollziehen.
Weitere Infos hier, und einen Ausführlichen Text und noch mehr Bilder gibt es hier.

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Discovered in Copenhagen International Airport Arrivals, Denmark #WaitingForEd


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Politik der Langsamkeit – Beat Wyss im Gespräch mit Anja Martick

Das Gespräch zwischen Beat Wyss und Anja Martick über das Verhältnis von Kunst und Medien wurde ursprünglich auf der Webseite der Universität Duisburg-Essen publiziert. Freund Alec machte mich gestern darauf  aufmerksam – Danke!
Und da wir im Text lernen, dass der Tanz um das Original sowieso ein recht neuer Splin der Kunst ist, verlinken wir, danken wir und kopieren es hier her.

Politik der Langsamkeit

Beat Wyss im Gespräch mit Anja Martick,
Weimar, 18. Juni 1998

Herr Wyss, könnten Sie kurz Ihren persönlichen Werdegang schildern, und wo Sie jetzt tätig sind?

Ich unterrichte Kunstgeschichte an der Universität Stuttgart und war zuvor an der Universität Bochum für das selbe. Ich komme eigentlich aus der Schweiz aber ich machte viele Wanderjahre nach den Vereinigten Staaten. In der Schweiz habe ich auch unterrichtet an der Eidgenössischen Technischen Hochschule.

Warum sind Sie von der Schweiz nach Deutschland gekommen?

Das sind Zufälle und zum Teil auch Absichten, ich habe in Deutschland studiert, in Berlin, und von daher hat es mich auch immer schon interessiert, hier zu leben und durch die Diskurse hier- ich find? das einfach ein bißchen lebhafter als in der behäbigen Schweiz.

Ihre ersten beiden Hauptwerke, also einmal “Der Wille zur Kunst” und die “Trauer der Vollendung”, werden in die Kunstgeschichte eingeordnet, und das letzte Buch “Die Welt als T-Shirt” ist eine Geschichte und Ästhetik der Medien. Wie sind Sie von der Kunst zu den Medien gekommen?

Für mich ist das eigentlich das selbe. Kunst ist ein Medium, ich finde ohnehin, es wäre eigentlich wichtig, gerade auch für Medienleute, daß sie begreifen, daß z.B. die modernen, die digitalen, die technischen Medien eigentlich nur ein Aspekt der Medien sind. Eine Kathedrale ist ein Medium, ein Buch ist ein Medium, ich fasse eigentlich das Medium als einen Filter zur Welt auf, den wir brauchen um sie zur verstehen.

Also ein Medium als Mittel?

Mittel, das Medium ist das Mittel die Welt anzuschauen, weil wir ohne ein Medium die Welt nicht verstehen.


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Keine Drogen mehr im Darknet? Zitatesammlung des Cypherdealers Dread Pirate Roberts

Aus gegebenem Anlass:

Collected Quotations Of The Dread Pirate Roberts, Founder Of Underground Drug
Site Silk Road And Radical Libertarian

In public, the pseudonymous Internet drug czar known as the Dread Pirate Roberts
doesn’t say much. Roberts’ website, the illegal, anonymous drug-selling black
market known as the Silk Road, has survived only because of its creator’s
discretion. On the rare occasions when DPR speaks to the press, he (or she) does
so in short messages, and–at least in my case–only through the anonymizing
service Tor, the same cryptographic tool used to prevent the Feds from tracking
down the Silk Road’s servers or its users. Thanks to that discretion, the Silk
Road’s Bitcoin-driven narcotics trade has thrived for more than two years
without being shut down by law enforcement, and its founder hasn’t been
identified.

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Adorno kotzt. Madonna inszeniert. Guten Morgen Düsseldorf. Hello Revolution!?

Adorno würde aller Wahrscheinlichkeit nach auf der Stelle kotzen, davon können wir wohl ausgehen. Andererseits schrieb er ja auch “Nur solches Denken ist hart genug, die Mythen zu zerbrechen, das sich selbst Gewalt antut.”
Und ich persönlich bin mittlerweile so ratlos bezüglich der immer schneller auf uns zu rollenden Katastrophe, dass ich sogar dazu bereit bin, hier globalen Popstars einen Platz einzuräumen.

Von daher Hier und Heute keine kritische Theorie sondern totale Affirmation des Spektakels!
Madonna mit #SECRETPROJECTREVOLUTION.

via artforfreedom.com

#Prism-Remix #Prism-Ästhetik

Wer die letzten Wochen nicht ohne Strom und Netzanschluss in der selbstgebauten Hütte im Wald verbracht hat, der kam um die Leaks des ehemaligen NSA-Analysten Edward Snowden nicht herum. Was vorher Verschwörungstheorie oder bittere Erkenntnis von Hackern war, ist jetzt Allgemeinwissen: “Wir haben den Krieg verloren“, wir leben im Überwachungsstaat. Einen Kommentar dazu sparen wir uns an dieser Stelle, verweisen aber statt dessen auf den Rant der CCC-Sprecherin Constanze Kurz ‘Das allwissende Schattenimperium’ und auf diesen Kommentar mit dem schönen Titel ‘Wir müssen ihnen sagen, dass sie Abschaum sind’ beim Rebellmarkt.

Nicht, dass es uns gleichgültig oder egal wäre, ganz im Gegentail sogar. Natürlich beschäftigen auch uns solche Entwicklungen und natürlich werden auch wir mittelfristig Aktiv werden um die Geschehnisse würdig zu kommentieren und diese für uns zu verarbeiten. Dazu benötigt es aber etwas Ruhe und Zeit zur Vorbereitung, deshalb ein anderes Mal mehr.
Heute und hier wollen wir uns dem Thema auf der ästhetischen Ebene annähern und einige kreative Reaktionen und Remixes auf #Prism präsentieren.

Stasi versus NSA

Den Weg der Aufklärung durch Veranschaulichung wählen die Jungs von OpenDataCity. Ihre nachfolgende Visualisierung ist wohl derzeit die Bekannteste und geht der Frage nach “Wieviel Platz würden die Aktenschränke der Stasi und der NSA verbrauchen – wenn die NSA ihre 5 Zettabytes ausdrucken würde? ”


Gehe zu Stasi versus NSA. Realisiert von OpenDataCity (CC-BY 3.0)

Immersion vom Massachusetts Institute of Technology

Einen ähnlichen Weg beschreitet man am MIT, mit der nachfolgenden Visualierung der Metadatenauswertung von E-Mail-Accounts. Wer über einen Gmail-Account und Chrome verfügt, kann ganz leicht selbst mal NSA spielen und in den Meta-Daten der eigenen Mails schnüffeln.

Immersion: Beneath the surface from Deepak Jagdish on Vimeo. via Spreeblick

Zeitleiste der NSA-Leaks

Ebenfalls eine Mischung aus Recherche und visuellem Entertainment, ist das bei Interweb3000 gefunde Tool. Es gibt eine ganz brauchbare Visualisierung der chronologischen Abfolge der einzelnen Leaks wieder.

 Edward Snowdens empty Seat

Das nachfolgende Bild ist wohl eines der bekanntesten visuellen Meme zu #Prism und bewegt sich lakonisch zwischen seriöser Berichterstattung, reisserischem Teil der Jagdinszenierung und schräger Ironie. In Umlauf gebracht wurde es ursprünglich vom AP-Reporter Max Seddon über Twitter, von wo aus es sich rasend schnell über das Netz verbreitete. Wer es trotzdem nicht weiß, es zeigt den leeren Sitz in der Maschine nach Kuba, auf dem Edward Snowden nicht saß.

(via nerdcore)

Yes we scan

Mit schwarzem Humor begegnet Rene Walter vom Nerdcore-Blog dem Thema. Er hat sich Shepard Faireys berühmtes Plakatmotiv für den ersten Wahlkampf des Friedensnobelpreisdrohnenkillers Obama vorgenommern und einem zeitgemäßem Remix unterzogen. Sehr schön auch die Kopfhörer und das Auge der Illuminaten unten im Bild.

 

Obama Is Checking Your Email

In eine ähnliche Richtung geht die nächste Interpretation in Form eines tumblr-Blogs. Der Blog bewegt sich in der Tradition der ‘is looking at things’-Blogs, von denen der über den koreanischen Diktator Kim Jong Il wohl der Bekannteste ist. Unter dem Titel ‘Obama Is Checking Your Email‘ befindet sich eine ständig wachsende Sammlung von Originalfotos die Obama beim betrachten verschiedener Monitore und Techgadgets zeigen. Die kleine Kontextverschiebung durch den Blogtitel gibt diesen Bildern eine neue, zeitgemäße Bedeutung.

All your data, in one place

Ironisch, affirmativ geht Andrew Mc Carthy mit dem Webprojekt http://prism.andrevv.com/ an die Sache ran. Er macht aus Prism einen großen einfach zu handhabenden Cloud-Datenspeicher.

 

Das war der erste Überblick, solltet ihr schöne Links, Bilder, Meme, Videos zum Thema finden,  gerne Hinweis an uns.
Ansonsten gilt natürlich, lasst Euch die Laune nicht zu sehr verderben, passt gut auf Euch auf, bleibt dran und genießt den Sommer.

Middle finger Response von Guido Segni

Die ‘Crowd’ gehört zu den am meisten strapazierten Schlagwörtern zeitgenössischer Netzkultur. Mit Hilfe dieser scheint Alles möglich, egal ob nun die immer gleiche Politik durch die Weisheit der Crowd gesteuert (#Piraten), das magere Wissen durch Crowdsourcing verwaltet (#Wikipedia), oder die klamme Projektkasse durch Crowdfunding aufgefüllt werden soll (#Künstler), die Masse soll es richten.
Und doch ist es nicht nur ein Hype. Denn wenn man die Mode einmal außen vor lässt, den Hype bewust ausblendet und einen kleinen Schritt zurück tritt, um die Welt mit etwas Abstand zu betrachten, fällt auf, dass auch diesem überstrapazierten Thema etwas Substantielles zu Grunde liegt. Man stellt dann nämlich fest, dass selbst das zentralste und aktuell wichtigste politisch-technische Medium unserer Gesellschaft – das Geld – voll und ganz auf den Volkskörper und die Crowd abzielt. Denn besagtes Medium ist mittlerweile durch nichts anderes mehr als durch uns, die Crowd der doofen 99% gedeckt, was die noch dooferen und viel wenigeren 1% entsprechend leidlich auszunutzen wissen.

1% via http://richkidsofinstagram.tumblr.com/post/36629687139/life-rkoi

Aber ich schweife etwas ab, obwohl es natürlich irgendwie auch noch zum Thema gehört…
Vor der Betrachtung des modernen Volkskörpers und seiner Wirksamkeit als Lender of last resort waren wir beim Füllen der klammen Portemonaits per Crowdfunding. Und ich gebe es an dieser Stelle offen zu, natürlich haben auch wir schon mal über Möglichkeiten des Crowdfunding für unsere Projekte nachgedacht, sind da aber etwas skeptisch und glauben, dass der Aufwand den man für das Texten, Filmen, Dokumentieren, Werben und PR aufbringen muss unter den zu erwartenden Erträgen liegt.
Was widerum bedeutet, dass wir auch einfach arbeiten gehen können um unsere Projekte zu finanzieren und somit Kunst als das Begreifen was sie ist, eine unverzichtbare, teure und überaus wichtige Nebensache, mit Hilfe der man fröhlich überschüssige Ressourcen und Energie verbraucht, die man zuvor an anderer Stelle erzeugt hatte. Und in welche man stetig Geld und Lebenszeit hineinsteckt – aber eben nicht akkumuliert und erst recht nicht investiert!


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Guten Morgen Düsseldorf, guten Morgen Welt!

Warum sind wir, in der Perisphere, immer so gut drauf? Warum ist unser Herz so leicht und von so viele Liebe erfüllt? Warum gehen wir in die Welt mit einem stetigen Lächeln und einer strahlenden Aura und warum können uns die finstere Blicke mancher besonders coolen Künstlern nichts anhaben?

Unser Geheimnis heißt: Das Zellenlied.

Jeden Morgen, kurz vor Sonnenaufgang, versammeln wir uns und singen zusammen. Die befreite Energie dringt in unseren Zellen ein. Diese laden sich regelrecht mit einer positiven Energie auf, die uns den ganzen Tag trägt. Die Trübsal weicht aus, das miesepetrige um uns herum verschwindet, eine neue Kraft brodelt in uns! Wir sind Lichtgestalten! Ich bin der Regenbogen! Probiere es auch aus!

 

Wir wünschen euch eine schöne Woche aus der Perisphere. Und seid lieb zueinander.

 

(Danke an der perisphere-Schwester Steffi Ippendorf für den Hinweis)

Alexander Kluge und Bazon Brock im Gespräch über Dada und die Folgen

Der Griff ins Schwarze – Bazon Brock über Dada und die Folgen

Zwei Männer sprechen über Dada und die Folgen und scheinen sich dabei prächtig zu verstehen. Für den Zuschauer ist bei aller offen zur Schau gestellten Übereinkunft natürlich nicht immer ganz klar um was es geht und über was gerade gesprochen wird. Aber eventuell geht es ja auch um gar nichts oder gibt es nichts, oder zumindest nicht immer etwas zu verstehen, außer dem Verstehen des Nichtverstehenkönnens.

Wie auch immer wir das nun interpretieren, die 45 Minuten lohnen sich definitiv. Einfach mal laufen lassen, wenn es am Rechner mal wieder was stupides zu tun gibt – so wie ja eigentlich immer.

“Der Griff ins Schwarze – Bazon Brock über Dada und die Folgen”
News & Stories vom 09.01.2012, RTL
Bazon Brock und Alexander Kluge

Guten Morgen Düsseldorf, guten Morgen Welt!

Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern einen guten Start in die neue Woche, sowie uns allen weiterhin so wunderbares Herbstwetter. Kommen Sie gut rein, arbeiten Sie nicht zu viel, bleiben Sie so gesund wie es eben geht und halten Sie Augen, Nase und Ohren immer offen.

(via mbutz@twitter)

Weitere Infos zu Britta Thie gibt es übrigens hier http://brittathie.tv/. Und als kleiner Tip noch der Hinweis auf die Linkliste unter Infos auf ihrer Webseit, das sind ein Haufen guter Leute die man dringend mal nach Düsseldorf holen müsste.
Also Irgendwann mal.
… wenn mal Zeit ist …

Guten Morgen Düsseldorf, guten Morgen Welt!

Es gibt keinen besonderen Anlass, warum wie ausgerechnet heute den Pop-Auftritt von Joseph Beuys wieder aus der Schublade hervorkramen. Aber gerade an einem verregneten Montag, wenn die Wolken tief hängen und die Weltlage genauso trüb aussieht, gibt es nichts Besseres als eine gute, alte Weltverbesserungschanson mit fechem Chor und spritzigen Gitarren um gute Laune zu bekommen.
Einen schönen Start in die Woche aus der perisphere!

 

Guten Morgen Düsseldorf, guten Morgen Welt!

Auch wir müssen unseren Obolus zum Wohle der obersten Zehntausend an die Allgemeinheit abführen und da es nach wie vor keine wirklich tragfähigen Finanzierungsmodelle für Onlineangebote gibt, greifen auch wir auf das Mittel zurück, dass das Web am Laufen hält.
Aber es nicht das was Sie jetzt denken.
Denn mit Porn beschäftigen wir uns hier natürlich nur auf der politischen, ästhetischen Ebene, also allerhöchstens als Beobachter der Beobachter in der X-ten Instanz.

Nein, wir sind da ganz spießig und konservativ und greifen auf klassische Werbung zurück.
Um Ihre Nerven aber nicht zu sehr zu beanspruchen packen wir drei Spots in einen Clip. Zu sehen gibt es Verbraucherinformationen von chocolates Lanving, Alka-Seltzer, Veterano – aber wenigstens ist Dali dabei.

(via openculture)

Wir wünschen Ihnen eine angenehme Woche, einen erholsamen Sommer und wenn beim Lesen der täglichen Zeitungslektüre das Sodbrennen wieder zu stark wird, einfach mal anmalen lassen!

Guten Morgen Düsseldorf, guten Morgen Welt!

Die Künstlerin Rebecca La Marre hat, so berichtet sie in einem Video auf ihrer Webseite, 2011 die Künstlerfigur jaakkopallasvuo.com erschaffen. Bei näherer Betrachtung kommt allerdings der Verdacht auf, es könnte auch exakt anders herum gewesen sein. Man weiß es nicht. Überprüfen lässt sich das von hier aus auf jeden Fall nicht so einfach und es ist für uns an dieser Stelle eigentlich auch nicht weiter von Bedeutung. Denn uns interessiert hier und heute das Video ‘How To / Internet‘ aus der Serie ‘Howto‘ in dem er bzw sie beschreibt was man tun muss um als Netartist im jahr 2012 erfolgreich zu sein.

Rebecca La Marre / Jaakko Pallasvuo – ‘How To / Internet’

Branding Becomes Key

Rebecca La Marre / Jaakko Pallasvuo
How To / Internet’
http://www.jaakkopallasvuo.com/howto.html

Guten Morgen Düsseldorf, guten Morgen Welt!

What’s My Line? war bei CBS von 1950 bis 1967 auf Sendung, und ist damit die am längsten laufende Gameshow in der amerikanischen TV-Geschichte. Bei uns kennt man das Showkonzept unter dem Titel Was bin ich?, moderiert vom unvergesslichen Robert Lembke.
In der US-Show waren neben vielen anderen Prominenten auch Alfred Hitchcock, Frank Lloyd Wright, Eleanor Roosevelt, Groucho Marx und Carl Sandburg zu Gast.
1950, also recht zu Anfang, trat der Surrealist Salvador Dali unter der Berufsbezeichung Künstler dort auf.

Zeitguised zeigt Hyper Trophies in der Stink Temporary Gallery

Ok, ok, ok. Videos gibt es eigentlich nur Montags und vom Kontext gehört das was hier jetzt kommt auch nicht so ganz hierher, die Arbeit ist etwas zu slick und visuell eigentlich viel zu lecker für diesen Blog.
Denn von Eyecandys, mögen sie noch so imposant daherkommen, lassen wir uns bei Perisphere ja normalerweise nicht beeindrucken. Hier zählt knallharte konzeptuelle Stärke, gedankliche Stringenz und eine radikale Haltung gegenüber dem was hinter den Bildern geschieht.
Wir sind verkopft bis in die Haarspitzen und verlangen das auch von der Kunst! – so deutsch sind wir dann schon.

Scheißdrauf sag ich heute!

Auch wir werden mal schwach und hier in unserem Blog dürfen wir sowieso tun und lassen was wir wollen, wenigstens hier sind wir freie Männer. Und deshalb gibt es heute ausnahmsweise auch schonmal Sonntagabends wirklich spektakulären Hochglanzbilderzauber im Videoformat.

Die Leute die das folgende Video bzw. das Videotryptichon gemacht haben, hatte ich schon am Freitag Abend bei Kollegen Rene von nerdcore entdeckt. Ich war nachhaltig beeindruckt. So oft kommt es ja dann doch nicht vor, dass man beim Surfen auf einer Seite richtig hängen bleibt und sich manche Sachen sogar mehrmals anschaut.
Zeitguised heißt die Truppe, die sich mit Ihren Arbeiten auf den Spuren der Surrealisten bewegt und diesen mit Hilfe von allerfeinster Bildbearbeitung in Kombination mit 3D-Rendering auf allerhöchstem Niveau ins 21. Jahrhundert transportiert.

Als Moving still portrait sculptures bezeichnen Sie das Projekt “Hyper Trophies” welches in Kooperation mit dem Berliner Modelabel Franzius and ProdCo Stink Berlin entstanden ist.
Die Premiere war in der Stink Temporary Gallery während dem Gallery Weekend Berlin 2012 – wie gesagt eigentlich nicht unser Feld, aber … naja … schaut einfach selbst. Und wer dann noch nicht genug hat, schaut sich unbedingt das hier noch an.

Hyper Trophier by zeitguised

Hyper Trophies, 2012
Moving still portrait sculptures.
1080p portrait screen exhibit: endless loop

http://zeitguised.com/61786/556975/work/hyper-trophies

Guten Morgen Düsseldorf, guten Morgen Welt.

Normalerweise immer Montags, wegen Ostern diesmal Dienstags: Unser Video zum Start in die Woche.

Wir hoffen, auch Sie hatten ein erholsames Osterwochenende im Kreise von Freunden und Familie. Für alle die auch nach dem großen Familienfest immer noch nicht genug von den eigenen Geschwistern, Kindern, Enkeln oder Neffen haben, ist das folgende Video – für alle anderen aber auch.

Kommen Sie gut in die Woche, arbeiten Sie nicht zu viel und lassen Sie sich den Spaß an der Kunst nicht verderben.

Guten Morgen Düsseldorf, guten Morgen Welt.

Alkohol und Drip Painting: Wir haben die Söhne von Jackson Pollock auffindig gemacht. Farbe und die Malerei sind nach wie vor wichtige Bestandteile der Kunst. Immer wieder finden Künstler neue Möglichkeiten des Umgangs damit, so wie etwa diese Freunde des Headbangings.

Viel Vergnügen und eine gute Woche!


Demential! Cum varuiesc rockerii din Regie: cu parul!!

Guten Morgen Düsseldorf, guten Morgen Welt.

Zack! oder besser zoooooschhhh! Denn schon wieder ist eine Woche vergangen, wir alle einmal mehr 7 Tage älter und auch die Erde hat sich ein kleines Stückchen weiter um die Sonne gedreht.
Und trotz eines so galaktischen Starts in diesen Artikel, will mir heute Morgen keine vernünftige Über- bzw Einleitung zum Clip in die Wochen einfallen.

Deshalb jetzt einfach kurz und schmerzlos, heute gib es was für unsere Film- und Alphabetfreunde: Ein Kurzfilm von Evan Seitz mit dem treffenden Titel ‘ABCinema‘.

Wieviele Filmtitel erkennen Sie?
Ist nicht so wichtig. Kommen Sie gut in die neue Woche.

Evan Seitz
ABCinema‘, 2012

(via)

Guten Morgen Düsseldorf, guten Morgen Welt!

Vergangene Woche waren wir auf Achterbahnfahrt im sonnigen Buenos Aires, diese Woche geht es im Kurhaus Weissbad ein klein wenig statischer, aber kein bißchen weniger vergnüglich zur Sache.

Roman Signer hatte dort 1992 die im nachfolgenden Video zu sehende Maschinerie installiert.
Wir wünschen auch dieses mal viel Vergnügen beim Anschauen und Ihnen einen guten Start in die Woche. Genießen Sie den Frühling, ärgern Sie sich nicht zu viel und bleiben Sie gesund.

Roman Signer, Aktion Kurhaus, 1992
Kurhaus Weissbad, Kanton Appenzell

Weitere Infos zu Signer und seinen Arbeiten gibt es auf seiner Webseite.
Noch mehr wunderbare Videos finden Sie auf youtube.

Maurizio Cattelan goes Off

Bekanntlich verkündete Maurizio Cattelan kurz nach seiner Ausstellung im Guggenheim Museum im vergangenen Jahr, dass er seine Künstlerkarriere nun endgültig an den Nagel hängen werde. Sein Werk müsse in Zukunft ohne ihn klar kommen, ganz so als sei er bereits verstorben.
Egal was nun aus dieser Ankündigung wird, völlig wird unsere kleine, feine Branche aber wohl doch nicht auf ihn verzichten müssen. Im Januar 2012 eröffnet er gemeinsam mit dem italienischen Kurator Massimiliano Gioni die nicht kommerziell und experimentell ausgerichtete Gallerie family business in New York. Das Projekt ist nicht das erste gemeinsame Ausstellungsprojekt der Beiden, bereits 2002 startete das Künstler-Kuratoren-Duo  – ebenfalls in Chelsea – die Wrong Gallery.

family business – die Tür

Photo © Micah Schmidt

Außenansicht familiy business- Vorbereitung zur ersten Show, Photo: Micah Schmidt

Die neue Galerie family business öffnete ihre Pforten am 16. Februar 2012 mit der Ausstellung ‘Virgin‘. Die Ausstellung wurde von Marilyn Minter kuratiert, die dort ihr Kuratorendebut hatte, es wurden nur Künstler gezeigt, die zuvor noch nie in New York zu sehen waren und zusätzlich spielte die Band ‘the virgins’ – so langsam dürfte dann auch klar sein woher der Ausstellungstitel rührt.

familiy business – virgins – Ausstellungsansicht

familiy business – virgins

Am 3. April geht es nun mit der Show “ITSA SMALL, SMALL WORLD” weiter. Diese wird  von unserem Bekannten, dem Künstler Hennessy Youngman, kuratiert. Das besondere an seinem Ausstellungskonzept ist, jeder darf mitmachen. Einzige Voraussetzung zur Teilnahme ist, dass die Arbeit zwischen dem 30.03. und 01.04.2012 in die Galerie gebracht wird.

Hennessy schreibt dazu auf seiner Youtube-Seite:

“THIS GROUP EXHIBITION I’M PUTTING ON IS CALLED “ITSA SMALL, SMALL WORLD” AND BASICALLY, IF YOU CAN GET YOUR ARTWORK DOWN TO FAMILY BUSINESS AT 520 W. 21ST ST. IN CHELSEA NYC, DURING THE ALLOTTED DROP OFF DATES, YOU’RE IN THE SHOW. SIMPLE ASS SHIT. NO ONE IS TURNED AWAY. I DON’T CARE WHERE YOU LIVE, IF YOU CAN GET YOUR ARTWORK DOWN TO FAMILY BUSINESS, THEN YOU’RE IN THIS EXHIBITION. IT’S MY WAY OF GIVING BACK TO/ AND THANKING THE INTERNET FOR SUPPORTING AND WATCHING MY SHIT.”

Alles weitere im Video.

Weitere, ausführliche Infos, zu den Formalitäten und Daten stehen unter seinem Video auf Youtube.

Wir sehen und in New York!

 

(via artinfo, artobserved & vulture.com)

Guten Morgen Düsseldorf, guten Morgen Welt.

Mit dem nachfolgenden Video Inception Park von Fernando Livschitz wünschen wir allen Lesern einen angenehmenen Start in die Woche. Halten sie die Ohren steif und den Kopf gerade, der Frühling naht und dann werden auch die Städte in unseren Breiten wieder so schön wie das sonnige Buenos Aires in diesem Video – auch ohne Achterbahn.


Inception Park – Fernando Livschitz

Buenos Aires – Inception Park from Black Sheep Films on Vimeo.

(via)