öffentlicher Raum

Kunst und die Stadt #1

Diskussion mit Markus Ambach (Künstler und Projektautor, Düsseldorf),
Dr. Gregor Bonin (Beigeordneter für Bauen und Wohnen, Düsseldorf) ,
Prof. Dr. Florian Matzner (Kurator und Kunsthistoriker, München),
Dirk Snauwaert (Direktor WIELS, Brüssel), Susanne Titz (Direktorin Museum Abteiberg,Mönchengladbach)
unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters Thomas Geisel
Einführung: Hans-Jürgen Hafner (Direktor Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf)
Moderation: Frauke Burgdorff (Raumplanerin, Bochum)

Ort: Aula der Kunstakademie Düsseldorf
Datum und Zeit: 08. März 2015, 14:00 Uhr

Alles weitere und mehr auf der Webseite der freien Gruppe.

Viewmaster Projects: Ein etwas anderes Ausstellungskonzept

Cycle (2013) - Jacco Olivier - Fenixloods1, Wilhelminapier. Rotterdam

Cycle (2013) – Jacco Olivier – Fenixloods1, Wilhelminapier. Rotterdam

Im Oktober 2012 besuchte ich eine Eröffnung in Heerlen, einem kleinen Städtchen in Limburg nahe der deutsch-niederländischen Grenze, das weniger für seine kulturelle Seite bekannt ist. Nachdem ein Shuttle-Bus die Besucher von Maastricht hinüber transportiert hatte, war es dort dann auch erst mal wie bei jeder anderen Vernissage im mehr oder weniger kleinem Kreis. Man kommt zusammen, trinkt Bier und irgendwann hält jemand eine Rede. Stolz erzählen der Ausstellungsmacher und andere Beteiligte von der Ausstellung und dann geht es los mit dem Betrachten. Dieses mal aber ist etwas anders: die Objekte der Begierde, eine Reihe von Videos und Soundinstallationen, befinden sich nicht in einer Galerie, sondern draußen.

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Testfeld Ebertplatz

Was für die Düsseldorfer Künstler der Worringer, ist für die Kölner der Ebertplatz. Und wer diesen Blog mitverfolgt, der hat  eventuell mitbekommen, dass ich ein großer Freund dieses Ortes und der dort verorteten Projekte und Räume bin. Im Dezember letzten Jahres gab es dann bekanntlich einen Wechsel in einem der vier Projekträume. Max Erbacher, Diane Müller und Yvonne Klasen haben ihre erfolgreiche Arbeit als Organiatoren der Boutique bendet, Maria Wildeis führt die Location nun unter dem Titel Tiefgarage fort.
Als krönender Abschluss erschien die Publikation Ebene Minus Eins, in der  die Entwicklung eines noch im Januar 2012 völlig verpatzten Platzes (1) hin zu einer der spannendsten Adressen im Kölner Kunstleben (2) reflektiert wird. Während der Arbeit an Ebene Minus Eins stellte sich heraus, dass die Genesis des Ortes sowie dessen aktuelle Entwicklung zu komplex für eine rein chronologische Dokumentation der BOUTIQUE war und ist. So wurde daraus ein Buch in dem eingeladene Autoren die „neue urbane Qualität“ (Zitat des Kölner Kunstbeirats 2013 in seinem Plädoyer für eine Mietfreiheit der Off-Räume am Ebertplatz) aus ihrer fachspezifischen Perspektive untersuchen durften.

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BU: ALONG THE LIGHT – Festival für analoge Bilder und Klänge 2014,
Veranstalter: BOUTIQUE, Bruch & Dallas und GOLD+BETON;
Bild: Martin Plüddemann

Es entstanden eine ganze Reihe sehr unterschiedlicher, sehr lohnender Texte, und transkribierter Gespräche, die in unterschiedlichen Formen, von der Stadt, ihrem Platz, seiner Architektur, seiner Geschichte und den damit verbundenen Künstlern und Künsten handelt. Eines dieser Gespräche führten Diane Müller und Yvonne Klasen mit der Direktorin des Ludwig Forum Aachen, Brigitte Franzen.


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Stein mit vollaustattung in Dortmund

Nun ist es endlich vollbracht! Die Dauerinstallation von Stian Ådlandsvik, Lutz-Rainer Müller, Mark Pepper und Thomas Woll in der Dortmunder Innenstadt ist vergangener Woche feierlich eröffnet worden. Die soziale, ökonomische, ökologische und höchst politische Plastik ist praktisch ein Geschenk an dem Bürger, der nun Strom frei von dem künstlichen Stein anzapfen kann. Wir haben Bilder von dem Ereignis.

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Lights are low

Die Dämmerung ist eine ephemere Kraft. Sie ist flüchtig, nicht fassbar und befindet sich in ständiger Veränderung. Sie ist permanenter Entzug oder permanente Anreicherung, wie Ebbe und Flut. Die Dämmerung verbindet und trennt, sie erschafft und tötet. Sie widerspricht sich, und das macht sie lebendig. In der Musik inspiriert die Dämmerung z.B. den Komponisten Charles Ives, der in seinem Stück „Central Park in the Dark“ diesen Zustand im Jahr 1906 porträtiert: Wie auf einer Parkbank im New Yorker Central Park in der fortschreitenden Dunkelheit sitzend, lauscht der Zuhörer Geräuschen aus der Natur, die sich mit denen eines unweit gelegenen Casinos, einer Ragtime-Band und anderen akustischen Zivilisationszeugnissen überlagern.

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Die Performance-Praxis des Düsseldorfer Künstlers Jörg Steinmann beschäftigt sich mit partizipatorischen Motiven. In kurzen Straßeninterviews lässt er Passanten an einem bestimmten Thema teilhaben und sammelt die Antworten, um sie später in einer Straßenperformance wieder aufzuführen.

Die Sprechperformance ‚lights are low‘ unternimmt den Versuch, mit den gesammelten Kurzinterviews über die Dämmerung diesem Phänomen vorübergehend Gestalt zu verleihen.

Jörg Steinmann begleitet sich dabei akustisch mit einer iPhone-App namens ‚abcdefghijklmnopqrstuvwxyz‘ des Sprachkünstlers Jörg Piringer. Es handelt sich um einen Sprech-Editor für Einzelbuchstaben, mit denen sich gleichmäßige oder zufällige Rhythmusstrukturen generieren lassen.

 

Mittwoch, 26.03.2014, 18:30 Uhr, Graf-Adolf-Platz (Lichtbänke), Düsseldorf.

Da war was am Kö-Bogen – ein Ufo?

Irgendwas ist immer. Und irgendetwas war am Kö-Bogen. Aber wie so vieles habe ich auch dieses Ereignis irgendwie verpasst. Macht ja nix, schließlich sind wir keine Reporter, haben keinen Bildsungsauftrag und sind auch ansonsten Nichts und Niemanden verpflichtet – außer natürlich unseren Klickzahlen.

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Neuigkeiten aus der Düsseldorfer Kunst im öffentlichen Raum

Wäre ich Karl-Heinz Schmit (Kunstzeitung), hätte ich diesen kurzen Artikel zur Lage der Kunst im Düsseldorfer Stadtraum „Von solala bis holala“ benannt. Auf das Niveau wollen wir uns nicht einlassen. Auf einen Bericht, meinetwegen sogar auf eine kleine Debatte aber wohl.

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Kinosaal – Gasthof Worringer Platz

Das neueste Projektabschnitt vom Gasthof Worringer Platz verwandelt drei Fassaden des vielbefahrenen Verkehrskontenpunkts in Kinoleinwänden. Drei Künstlerinnen haben eigens für dieses schwere Milieu kurze Animationsfilme realisiert, die sich zum Teil auf die Architektur des Projektionsfläche, zum Teil auf die gesamte urbane Situation beziehen. Die Projektionsorte bilden ein signifikantes Dreieck entlang der Hauptverkehrsachsen Karlstraße, Kölner Straße und Worringer Straße.

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Frauke Berg

 

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Einweihung der medialen Plastik local.#non.access in Berlin

Es ist schon wieder eine ganze Weile her und ich wollte es schon längt einmal gemacht haben, kam aber einfach nicht dazu, weil die Zeit so rast und so vieles zu tun und zu erledigen ist. Man kommt ja einfach zu nichts. Kaum ist der Montag endlich überstanden, der Einstieg in den Arbeitsalltag leidlich geschafft und der Kater vom Wochenende verdaut, da verschickt man noch ein oder zwei E-Mails, führt ein paar Telefonate und Zack, da ist der Freitag schon wieder, eine weitere Woche herum und man dem Ende wieder ein Stück näher. So zumindest kommt es mir derzeit vor und in mir wächst der Verdacht, dass es einem beim letzten Wimpernschlag genau so vorkommen wird, verdammt schnell und verdammt schnell vorbei gewesen.

Aber ich schweife ab.

Denn eigentlich wollte ich Euch auf local.#non.access, das letzte in Berlin realisierte Projekt, hinweisen. Ohne dabei jetzt zu sehr übertreiben zu wollen, und in aller Bescheidenheit, die Nummer ist ein wirklich epochales Ding geworden, in der Form noch nie dagewesen und natürlich ironisch, technisch, paradox und hochpolitisch, wie es sich für echten Avantgardeshit eben gehört.

In Kooperation mit km.temporaer und mit der Unterstützung ausgewählter, internationaler Topnetzkünstler konnten wir da einen echten Coup landen und die erste mediale Plastik ever installieren. Das Ganze ist ein Meilenstein geworden bzw wird einmal einer gewesen sein.

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40 Grad Urban Art

Zeitgleich mit dem großen Street Art-Festival CityLeaks in Köln fand am Wochenende das Finale von 40 Grad Urban Art in Düsseldorf statt. Bis zu 20 verschiedenen Standorten in der Stadt wurden von Street Art-Künstlern neu gestaltet. Die Veranstaltungen rund um das Festival – einige mussten wetterbedingt leider ausfallen – waren durchweg gut besucht. Auch wenn wir mit der ästhetischen Qualität der Ergebnissen alles anderes als glücklich sind und urbane Kunst anders verstehen als Oberflächenbehandlung, ziehen wir respektvoll  den Hut vor der Energie und dem Engagement, die die Macher des Festivals Klaus Klinger und Klaus Rosskothen mobilisiert haben.


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Katrin Herzer schickt eine Mail und spricht im Arnsberger Kunstverein über Gordon Matta-Clark

Uns erreicht mittlerweile ein kontinuierlich wachsender Strom von E-Mails angefüllt mit einem Haufen Kunst-PR-Mist. Das allermeiste davon ist eher deprimierend, weil im verschwurbelten Kunst-Diskurs-Sprech gehalten, der Donnerstag-Blog macht ja zumindest eine Mini-Kolumne aus dem Best-of in diesem Quatsch. Wird sind was das angeht leider etwas weniger gewitzt, bei uns wird sofort weg geklickt, da helfen auch die tollsten CRM-Mailer mit persönlich automatisierter Lieber-Florian-Ansprache nix.
Inhaltlich ist eben dieser eine Teil uninteressant bis belangslos und ein weiterer Teil davon so an unserem Thema vorbei, dass ich mich zu weilen doch Frage, ob die Klicks auf unseren Blogs eventuell doch nur von lauter verzweifelten PR-Praktikanten auf der Suche nach einer weiterer E-Mail-Adresse für ihre Excell-Tabelle stammen. Denn mal ganz ehrlich Leute, gab es in diesem Blog seit bestehen eine einzige Musik- oder Plattenrezension? Liebe E-Mail-Versender, lest Ihr eigentlich was wir hier schreiben oder wollt ihr nur lesen dass wir über Euch schreiben?

Manchmal aber erreicht einen dann doch eine Nachricht der man entnehmen kann, dass sie von jemanden verfasst wurde, der noch denkt – und nicht nur sendet. In diesem Fall ist der Der eine Die; Katrin Herzer heißt die Dame, und war auch schon mal bei uns im Blog.
Um was es in der E-Mail geht habe ich in der Überschrift angedeutet, soll sie Euch aber lieber selber erzählen.

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Gold und Beton am Ebertplatz in Köln

Ein Text von Timothy Shearer

Um ein Projekt am Laufen zu halten braucht man Power.

Voller Elan und Energie war die erfolgreiche Eröffnung des erstmal zeitbegrenzten Projektraumes Gold + Beton.
In den ehemahligen Räumlichkeiten der Halle der Vollständigen Wahrheit, die sich in der Ebertplatzpassage befindet, werden eine Reihe Projekte zu sehen sein.
Gold + Beton ist erstmal erdacht für die nächsten 6 Wochen und wird vom Vera Drebusch, Meryem Erkus, Lena Klein und Andreas Rohde organisiert. Zum Glueck!

Bei der ersten Ausstellung dort, Wenn du auslöschst Sinn und Klang, von Ufuk Cam und Jan Pleitner gab es eine bereichernde multimediale, all-over-Experience. Sagen wir mal, die Grand Entrance der beiden ziemlich überlegt-angezogenen Künstlern war gleichzeitig spektakulär und in einer gelungenen Weise albern.
Ein vollgepimpter Audi mit laut dröhnendem Mixtape fuhr vor die Tür und war erst zu hören statt zu sehen. Der Soundtrack gleich dem Kontext des Autos, eine Mischung aus selbstproduzierter Musik und gesammelten Hits, passte schon perfekt in das unterirdischen concrete jungle. Das Auto, was eigentlich eine Runde in der Waschanlage gebraucht hätte, war natürlich eine Metapher der Macho-Symbolik. Man las von einer Flagge auf dem Auto ein bisschen wirres Zeug, dazu ein komischer kleiner Drachenmann-Maskotian. Institut zur Bewahrung Wahrhaftiger emotionaler Momente in der Öffentlichkeit. Diese Grafik gab’s auch als kopierten Flyer zum mitnehmen.

Sympathisch war es dann, dass die beiden Künstler direkt daneben auch selbst-gemachtes Essen im Angebot hatten.
Im Endeffekt, die Selbstentlarvung der Geste eines Machoverhaltens war unterhaltsam. Man durfte zwischen den Zeilen lesen: Wir machen unser Ding. Wir haben Spass dabei und die Betrachter sollen teilnehmen an unserem Spass.
Wohl bekomm’s. Danke, das Angebot ist lecker.


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Rebelart mit Bildern von der “AKADEMIE DER REBELLION”

Alain Bieber von rebel:art hat ein paar Bilder vom Workshop ins Netz gestellt und dazu ein paar Worte geschrieben, wir verlinken das einfach mal.

Im Herbst gehts übrigens weiter mit urbanem Aktionismus im Rheinland. In Köln gehts vom 2. bis 22. September 2013 mit dem Cityleaks 2013: Cologne Urban Art Festival / Urban Hacking Academy ab und in Düsseldorf geht soweit ich weiß auch was. Die Galerie Pretty Portal organisiert mit einigen anderen Leuten zusammen ein Urban Art Festival, ebenfalls im September.

Trailer Cityleaks 2013

 

Shortcut! Constant Dullaart – therevolvinginternet.com

Constant Dullaart gehört derzeit zu den aktivsten und vielleicht auch interessantesten Protagonisten einer Szene, die sich mit der Ästhetik des Internets und der damit verbundenen globalisierten Kultur beschäftigt. Das Vice-Magazin hat kürzlich ein Interview mit ihm gemacht, auf das ich an dieser Stelle kurz verweisen möchte. Selbstverständlich hat der Mann aber auch eine Webseite, die einen guten Überblick über seine Arbeiten Online und Offline bietet.

Hier, beim Shortcut beschränken wir uns auf zwei verwandte Projekte, die sich Beide mit einem Bild beschäftigen, das im Orginal weltweit milliarden Mal pro Tag betrachtet wird.

therevolvinginternet.com

Genauso wie die Welt dreht sich auch hier alles und endlos im Kreis.

therevolvinginternet.com/Terms of Service

Terms of Service zeigt die Suchmaske der Datenkrake als brabbelnden und lachenden Mund.

Constant Dullaart
http://www.constantdullart.com
http://therevolvinginternet.com, 2010
http://therevolvinginternet.com/TOS, 2012

 

Guten Morgen Düsseldorf, guten Morgen #NSA

‘Observant’ is an artistic investigation, a Portrait of Edward Snowden as a Young Man, as filmed in Hong Kong, June 6, 2013.

Based on footage from the film PRISM Whistleblower by Laura Poitras,
Courtesey of The Guardian, Glenn Greenwald and Laura Poitras.

Concept & Editing by Dorotea Etzler

Petites résistances – Rebellion als Kunstform

Rebellion vs Kunst, letztes Jahr in den Kunstwerken Berlin, dieses Jahr Düsseldorf. Hier im Rheinland aber nicht im Whitecube, mit politischem Glanz, Glamour und Revolutionsästhetik inszeniert, dafür klein, subversiv, zum mitmachen und lernen.
Auf der Straße.

Denn, die kleinen Widerstände von „Petites résistances“ sind Ausdruck des individuellen Protestes und des zivilen Ungehorsams und nicht Entwürfe für große Gesellschaftsutopien, deren Scheitern wir alle in den vergangenen Dekaden beobachten konnten. Doch zum Resignieren und Aufgeben sind wir noch lange nicht bereit.

Deshalb beginnt der Frühsommer des Widerstandes! in Düsseldorf mit dem Workshop „Akademie der Rebellion“ vom 28. Mai – 01. Juni 2013, zur Anmeldung bitte hier.
Weitere Informationen zum Hintergrund, Theorie und natürlich den Kontaktdaten zum Organisator Emmanuel Mir findet Ihr ebenfalls dort. Text dort lesen, lohnt sich!

Das Programm „Akademie der Rebellion“

28. Mai

  • 13 Uhr: Emmanuel Mir und Alain Bieber: Begrüßung und Programmvorstellung. Ort: Hans Peter Zimmer Stiftung, Ronsdorfer Straße 77a. (1 Std.)
  • 14 Uhr: Alain Bieber: Politische Kunst im öffentlichen Raum. Ort: Hans Peter Zimmer Stiftung, Ronsdorfer Straße 77a. (1,5 Std.)
  • 16 Uhr: Partizaning: Participatory Urban Replaning. Partizaning ist eine in Moskau basierte Künstler- und Aktivistengruppe, die den öffentlichen Raum als Austragungsort des politischen Diskurses versteht. Im Austausch mit den Workshop-Teilnehmern initiieren zwei Mitglieder der Gruppe eine Aktion in Düsseldorf. (PRAXIS, 3 Std.)

29. Mai

  • 11 Uhr: Jérome Fino: Hacking the sound of the city. Ort: Düsseldorf City. Treffpunkt: Hans Peter Zimmer Stiftung, Ronsdorfer Straße 77a. Jérome Fino ist ein französischer Klang- und Videokünstler. In einer seiner bekanntesten Aktion, zweckentfremdet er Lautsprecher und tonproduzierende Geräte im öffentlichen Raum. Mit ihm gehen die Teilnehmer auf der Suche nach potenziellen Klangkörpern in die Stadt. (PRAXIS, 2-3 Std.)
  • 16 Uhr: Klaus Rosskothen: Street Art in der Galerie. Ort: Galerie Pretty Portal, Brunnenstr. 12, 40223 Düsseldorf. Der Galerist gibt einen Einblick in die internationale und lokale Street Art-Szene, präsentiert einige Künstler aus seinem Programm und spricht von den Besonderheiten des Handels mit Street Art. (1,5 Std).

30. Mai

  • 11 Uhr: Anne Mommertz: Um den heißen Brei. Ort: Düsseldorf Flingern und Oberbilk. Treffpunkt: Hans Peter Zimmer Stiftung, Ronsdorfer Straße 77a. Die Künstlerin und Autorin führt sie durch die unbekannten Seiten zweier Stadtteile, die im Laufe ihrer Geschichte viele Umbrüche erlebt haben. Dabei kommen völlig neue Aspekte dieser populären Stadtteile zum Vorschein. (1,5-2 Std.)
  • 15 Uhr: Alain Bieber: Dérive: Zur Praxis des Herumschweifens. Ort: Düsseldorf City. Treffpunkt: Hans Peter Zimmer Stiftung, Ronsdorfer Straße 77a. Der Kurator und Autor Alain Bieber reaktiviert eine situationistische “Technik” des urbanen Umherschweifens, bei der, anhand von einfachen Übungen, die Stadt ganz neu wahrgenommen und erlebt wird. (PRAXIS, 2-3 Std.)

31. Mai

  • 11 Uhr: Florian Rivière: Die Stadt ist ein Spielplatz. Treffpunkt: Hans Peter Zimmer Stiftung, Ronsdorfer Straße 77a. Mit dem Künstler und Urban Hacktivist Rivière, der Gegenstände im öffentlichen Raum zweckentfremdet um dessen spielerisches Potenzial zu Tage zu fordern, gehen Sie durch die Straßen der Stadt und spielen mit vorgefundenen Objekte und Situationen. (PRAXIS, 2-3 Std.)
  • 16 Uhr: Andi Wöhle und Fabian Haupt: Die Stadt ist ein Turnplatz. Ort: N.N. Die Parkour-Sportart ist eine neue Bewegungsform im urbanen Raum, die keine Hindernisse kennt und Mauern, Fassaden oder Rampen als Möglichkeiten des akrobatischen Fortkommens betrachtet. Hier wird die Stadt körperlich erfahren. Die Werkstatt ist eine Einführung in die Kunst des Parkours.  (PRAXIS, 3 Std.).

1. Juni

  • 11 Uhr: Emmanuel Mir: Führung durch die Ausstellung Petites résistances. Exklusive Preview! Wenige Stunden vor ihrer Eröffnung gewährt der Kunstwissenschaftler und Kurator der Ausstellung einen Blick hinter den Kulissen.
  • 13 Uhr: Gemeinsamer Besuch der Interventionen. Die Interventionen oder Performances, die während den Praxis-Werkstätten stattgefunden haben, werden im Plenum besucht und besprochen. Aufs Fahrrad und ab durch die Stadt!
  • 17 Uhr: Diplomverleihung und Hängung der Dokumentationen. Siehe unten.

Die Ausstellung im Weltkunstzimmer: Petites résistances  – Rebellion als Kunstform (1. Juni -13.Juli 2013) 

Nach dem Workshop geht es dann etwas konservativer, aber dennoch nicht weniger relevant und interessant weiter. Am 1. Juni eröffnet die Ausstellung Petites résistances  – Rebellion als Kunstform (1. Juni -13.Juli 2013) im Weltkunstzimmer, Düsseldorf.
Die Ausstellung bringt arbeiten von internationalen Top-Leute zusammen, von denen die allermeisten noch nie hier zu sehen waren. Mit dabei sind: Brad Downey, Cheesecake Powerhouse, Jérome Fino, Fröhlich, Mladý, Simánek & Turner,  Harmen  de Hoop, Marlene Hausegger, Klara Lidén, Ann Messner, Anne Mommertz, Partizaning, Florian Rivière, Helmut Smits, The Wa und Yomango.
Wem die Namen nichts sagen, nutzt die Suche beim Kollegen Alaine Bieber.

Außerdem:

Freitag 21. Juni 2013, 20.00 Uhr „Nacht der Anarchie“

Filmscreening und BAR-becue im WELTKUNSTZIMMER

Samstag 13. Juli 2013, 16.00 Uhr Kuratorenführung

Kostenlose Führung von Emmanuel Mir durch die Ausstellung

 

Aktuelle Infos hier bei uns und natürlich auf der Projektwebseite
http://petites-resistances.tumblr.com/.