Projekte

Ein kurzes Gespräch mit Maria Wildeis über die FAR OFF 2017

Die FAR OFF Messe ist eine junge Plattform für Galerien und Projekträume in Köln. Nach dem Erfolg im letzten Jahre geht es nun auch 2017 mit dem Format wieder weiter, vom 27. bis zum 30.  April ist es wieder so weit. Dieses Mal dann allerdings an einer neuen Location in Ehrenfeld, aber natürlich mit dem gleichbleibendem naturgemäß nicht ganz einfachen Anspruch, die Autonomie der Offkultur zu wahren und gleichzeitig die Künstler und Künstlerinnen zu unterstützen sich stärker mit ein internationalen Publikum zu vernetzen.
Und. Klar. Auch.
Die Kunst im Rahmen des Möglichen zu vermarkten.
Die Messe ist also Experimentierfeld, Ausstellung und immer auch großes Klassentreffen in einem. Und bietet von daher ganz selbst verständlich neben Videokunst, Performance und Soundart auch den notwendigen Spaß und die Freude die zum Leben dazu gehören müssen.

Ich habe mich mit Maria Wildeis, einer der Organisatorinnen, mal kurz per E-Mail über das Projekt unterhalten.

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FK: hi maria, schönes projekt gefällt mir gut! Warum hast du die FAR OFF ins Leben gerufen?
MW: Jonathan Haehn hat mich angerufen und gesagt, man sollte eine Kunstmesse bei Jack in the Box veranstalten.

FK: Warum OFF und OFF-Szene? Was reizt dich daran?
MW: Ich leite einen Offraum und bin eigentlich ausschließlich an der Gegenwartskunst interessiert. Der wirtschaftliche Teil der Kunstwelt=Kunstmarkt ist wichtig, aber für mich nicht so leicht mit der Kunst zu verbinden, die sich im experimentellen Feld des OFF finden lässt. Meine Frage bei der FAR OFF lautet, ob es nicht Wege gibt, dem Geist der Gegenwartskunst näher zu kommen, den Bedingungen der Präsentation von Kunst auf einer Großveranstaltung wie einer Messe entgegen zu kommen und gute, junge Kunst möglichst angemessen zu präsentieren, anstatt sie zu verbiegen und in „marktgerechte“ Formen zu pressen. Es gibt auf der FAR OFF Messekojen, aber auch alternative Modelle, ein Kino für Videokunst, Bewegtbild und eine Bühne für Performance und Sound. Das Programm füllt sich durch die teilnehmenden Galerien und Projekträume.

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FK: FAR OFF ist eine Messe für OFF-Spaces. Ist das nicht irgendwie ein Widerspruch?
MW: Es sind nicht ausschließlich OFF-Spaces auf der FAR OFF. Aber auch Offspaces wollen ein Publikum erreichen und ihre Künstler an den Markt heranführen. Dafür halten wir die Preise so günstig wie auf keiner vergleichbaren Veranstaltung.

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Stichwort #Worringer – John Trylon im Gespräch mit Zalar

Was dem Kölner Künstler der Ebert Platz, ist dem Düsseldorfer Kollegen der Worringer. Zwei Städte, zwei Plätze, beide unterschiedlich, beide schrecklich häßlich, und deshalb so schön.
Im Umfeld des Worringer entstehen immer wieder neue – und ihr verzeiht mir die Nutzung das überreizten Begriffs – spannende Projekte. Alex Wissel trieb dort mit dem Single Club sein Unwesen. Das legendäre Künstlerloch WP8 hält seit Jahren die Stellung, ich selber habe dort zum ersten mal mein doofes gesicht live-hin-gestreamt und selbst das Kapital, vertreten durch Frau Stoschek, konnte sich dem Charme des Ortes nicht entziehen.
Aktuell am Werk dort übrigens gerade Ulrike Möschel mit einer poetischen Text-Arbeit die zum Ort und in die Zeit passt. Dazu die Empfehlung zur Debatte in Johns facebook-Profil (Achtung link zu FB!).

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Aber ich komme vom eigentlich Thema ab und will zurück zum Kern. Der eben erwähnte John, hat zwar sein trylon-Projekt eingestellt, aber erreichbar ist es noch. Deshalb hier und jetzt der Link zum Text zum aktuell wohl aufwändigsten Projekt aus dem Umfeld Worringer: Zalars W57 mit all seinen Sub-,- Teil- und Metaprojekten. Wir hatten das auch hier schon im Blog.
John hat sich vor seinem Ende, welches ja eigentlich ein Anfang ist, mit Zalar getroffen, unterhalten und verbloggt. Sein Fazit daraus “Ausblick und Prognose am Ende des Kunstjahres 2015 in Düsseldorf:  Was seit einem Jahr um den Worringer Platz gährt und rumort, könnte bald explodieren. Wird 2016 das Jahr von Zalar?

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Im Chat mit Don Elektro

Don Elektro habe ich über f***book gefunden. warum wir befreundet sind? keine ahnung. aber er postet sehr viel gutes zeug und deshalb habe ich ihn letzte woche mal kurz per chat angeschrieben. aus dem chat hat sich ein kurzes interview ergeben, das ihr jetzt hier lesen könnt.

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fk: hi don.
fk: ich mag deine pics sehr. tolles zeug dabei. ist das alles von dir? oder gesammelt? oder gemischt?
de: He Florian, danke das hört man doch gern. Um deine Frage zu beantworten, der meiste Grafikquatsch mit Titel ist von mir, manchmal teile ich was von anderen und finde im netz was mir gefällt. Aber wie gesagt fast alles von mir was mit glitch, trash oder aesthetics auf meiner Seite sich tummelt oder was ich in Gruppen teile.

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Banz & Bowinkel

'Current I', CGI, 2013

‘Current I’, CGI, 2013

'The Cloud', Installation, Animation, Black light, 2010

‘The Cloud’, Installation, Animation, Black light, 2010

'Antichambre III', 37 x 28 cm, Fine Art Print, 2010

‘Antichambre III’, 37 x 28 cm, Fine Art Print, 2010

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‘Postpainting VII’, CGI, 2011

http://www.banzbowinkel.de

August 2014: PROJECT SPACE FESTIVAL BERLIN

Vom 1. – 31. August 2014 läuft in Berlin derzeit das PROJECT SPACE FESTIVAL BERLIN. Die ersten Bilder dazu findet Ihr hier.

Das Festival nimmt sich den gesamten August Zeit, um gemeinsam mit den Besuchern die freie Kunstszene Berlins zu bereisen. 30 Berliner Projekträume laden während des erstmals stattfindenden Festivals zu Ausstellungen und Events. Vom 01. bis 31. August öffnet täglich ein anderer Raum im Zeitrahmen von 24 Stunden seine Türen.

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Jeder teilnehmende Raum erhält 24 Stunden Zeit, um eine Veranstaltung zu realisieren. Das Programm des Festivals ist ebenso vielfältig wie die teilnehmenden Projekträume: Geplant sind unter anderem 1-Tages-Ausstellungen, Food Art-Events und Performances im Berliner Stadtraum. Auf unserer Webseite werden Zeit und Ort der Veranstaltungen kommuniziert – das genaue Programm bleibt jedoch eine Überraschung und wird erste eine Woche zuvor bekannt gegeben.

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Mit der breiten Auswahl an Projekträumen schafft das PROJECT SPACE FESTIVAL BERLIN eine Veranstaltungsplattform, um die Idee „Projektraum“ zu beleuchten. Häufig werden diese Räume vor allem durch das definiert, was sie nicht sind – weder kommerziell, noch institutionell; weder Atelier, noch White Cube. Das Festival stellt die Leistung ihrer BetreiberInnen in den Vordergrund. Projekträume zeigen Mut zum ästhetischen Experiment und setzen Impulse für Dialog und Diskurs. Geführt mit großem Idealismus und knappem Budget sind sie Nährboden für die Kunstszene und Seismograph für kulturelle Trends – gekennzeichnet gleichermaßen durch Freiheit als auch Ungewissheit.

Aktuelle Infos unter:
www.projectspacefestival-berlin.com/

Rettet die Häuser!

Schon wieder ein interessantes Signal aus Leipzig: Der Verein Haushalten geht in verlassenen Häusern und reaktiviert deren Potenzial. Die autonome Szene, ohne Geld aber mit vielen Ideen und einen großen Raumbedarf, trifft auf verzweifelte Eigentümer, die ihre abbruchreifen Häuser nicht mehr vermieten können. Es entsteht eine Art win-win-Lösung (ja, ich auch hasse diesen Begriff), den man als smooth gentrification bezeichnen kann.

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Horror vacui

“Horror vacui” kann überall entstehen. Alles, was gebraucht wird, ist ein leerer Raum. Es passiert überhaupt nichts. Es wird nichts gezeigt, es gibt folglich nichts zu kaufen, die Ausstellung hat auch keinen Erfolg. Ein persönliches Erscheinen ist nicht notwendig, auch nicht das Einreichen eines Dossiers. Die Auswahl erfolgt nach dem Willkürprinzip, die Teilnehmerliste wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

Die Namen der Teilnehmenden werden in einer Leseperformance “Name Dropping” am 26.4.14 in Berlin verlesen – Niederlassung Schererstr.10

Der Berliner Horror Vacui ist die zweite Auflage eines von Ilse Ermen entwickelten Projekts, das 2007 im OffRaum “eiskalt” zu Basel inszeniert wurde. Diesmal in Kooperation mit dem Institut für alles Mögliche, Berlin.

Interessierte können sich mit einer Email an ermen[at]datacomm.ch anmelden oder einfach auf eine Einladung antworten. Die Emails könne bitte weitergeleitet werden, je mehr Teilnehmer_innen, desto besser.

http://www.i-a-m.tk/coming-soon.html
http://www.ilse-ermen.com

https://de.wikipedia.org/wiki/Vakuum#Horror_Vacui

Hacker-Offspace Chaosdorf und Garagelab Düsseldorf

hackaday.com bringt gerade eine Serie über Hackerspaces in Europa. Hackerspaces sagt Euch nichts?
Das sind im Prinzip die Offspaces der Nerds, Geeks und all der anderen Protagonisten der Hacker- und Netzkultur. Dort wird programmiert, über Programmierung gesprochen, über Physik diskutiert, über die Welt philosophiert, aber auch in Eigenregie geforscht – meist mit Schwerpunkt auf Computertechnologie, aber eben nicht nur.  Do-it-yourself ist eine der treibende Kräfte dort, Open-Source das dominierende Softwaremodell und 3D-Drucker sind derzeit ziemlich heiß.

Eigentlich geht es dort gar nicht so viel anderes zu, als in den Projekträumen der Künstler, nur dass man auf das uniforme Weiss verzichtet (dafür aber der Pinguin allgegenwärtig ist), nicht ständig Artefakte raus und rein räumt und es mehr gut bezahlte Spezialexperte für komplizierte Sonderanwendungsfälle gibt.


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Vom Himmel hinter den Lidern. Christoph Korn und Peter Ewig.

Im Sonnenaufgang gemeinsam erwartend durch die großen Fenster des Raumes der Gladbacher Straße in den Himmel schauen. Es bildet sich ein Chor. Mit geschlossenen Augen stehen die Kinder im Raum.

 


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Stein mit Vollaustattung in Dortmund

Es geht um Energie. Es geht um Freiheit. Es geht um den öffentlichen Raum. Es geht um Interaktivität und um die Mündigkeit des Bürgers. Es geht um politische Kunst. Es geht um den Austausch und den Fluss – in nicht kommerzialisierter Form. Mitten in Dortmund soll ein neues Kunst am Bau-Projekt entstehen, das zeigen wird, dass Kunst durchaus in der Lage ist, an dem politischen (Stichwort: Energiewende) und wirtschaftlichen (Stichwort: public/private) Diskurs teilzunehmen und aktiv einzugreifen.

Die vier vom Dortmunder Kunstverein eingeladenen Künstler Mark Pepper (D), Thomas Woll (D), Lutz-Rainer Müller (D) und Stian Ådlandsvik (NO) planen einen überdimensionierten, archaisch anmutenden Stein in der Innenstadt zu platzieren, welcher mit modernster Technik ausgestattet wird. In Zusammenarbeit mit Studenten der TU Dortmund entwickeln sie ein Konzept zur Energiegewinnung mittels eines Windrades, welches auf dem Stein installiert werden und ihn mit Energie versorgen soll. Diese Energie wird jedem Passanten frei zur Verfügung gestellt.

Erste Realisierungsschritte wurden bereits unternommen; nun stockt das Projekt ein wenig und erfährt Widerständen verscheidener Arten. Nicht nur, dass die Finanzierung nicht vollständig gesichert ist (Leute, es geht um schlappen 5.000 €; wißt ihr eigentlich was ein Wahlplakat in der Dortmunder Innenstadt kostet?), sondern es kommt noch dazu, dass RWE nicht besonders amused ist, kostenloser Strom im öffentlichen Raum  zu spenden. Nicht, dass der brave, konsumierende Bürger auf die Idee kommt, Energie könnte geschenkt werden!

 

Kurzum: Es geht um eine Alternative. Natürlich sind wir dabei! Bist du dabei? Wenn du, geneigter Leser, dich immer noch nicht zwischen Linke, Grünen und Piraten entschieden hast, triff doch die Wahl, die alles entspricht: www.startnext.de/stein-mit-vollaustattung.

 

 

Rebelart mit Bildern von der “AKADEMIE DER REBELLION”

Alain Bieber von rebel:art hat ein paar Bilder vom Workshop ins Netz gestellt und dazu ein paar Worte geschrieben, wir verlinken das einfach mal.

Im Herbst gehts übrigens weiter mit urbanem Aktionismus im Rheinland. In Köln gehts vom 2. bis 22. September 2013 mit dem Cityleaks 2013: Cologne Urban Art Festival / Urban Hacking Academy ab und in Düsseldorf geht soweit ich weiß auch was. Die Galerie Pretty Portal organisiert mit einigen anderen Leuten zusammen ein Urban Art Festival, ebenfalls im September.

Trailer Cityleaks 2013

 

Digital Soirée präsentiert Stefan Riebel myspam

Am Freitag den 5. Juli setzen wir unsere Reihe Digital-Soirée fort. Dieses Mal ist der umtriebige Stefan Riebel unser Gast. Er ist Gründer und Organisator von derzeit fünf Projekt- und Ausstellungsräumen in Berlin und Leipzig. Seine Projekträume tragen Namen wie Büro für bestimmte Dinge, Abteilung für alles Andere, Zentrale, Niederlassung Berlin und Zuständige Behörde. Alle Projekte zusammen sind Bestandteil des Instituts für alles Mögliche welches laut Webseite “Berlin’s Most Institute Of the World!” ist.

Zu uns kommt Riebel aber nicht als Kurator, Institutsleiter oder Chef der Zentrale, sondern als Künstler und Sammler. Seit Mai 2012 sammelt er eine Auswahl der zahlreichen Spam-Mails, die ihn täglich erreichen. Jeden Tag wählt er eine Mail aus und archiviert diese in seinem Blog unter http://myspam.stefanriebel.de/.

Am Abend des 5. Juli werden wir ausgewählte Stücke dieser Sammlung ausdrucken um sie dann per Post an Freunde, Familie und Bekannte zu versenden. Rechner, Drucker, Papier und Briefmarken stehen bereit, Ihr braucht lediglich eine gute Postadresse zur Hand. Und weil manche Texte so schön sind, werden wir die Briefe noch einmal verlesen bevor wir sie zur Post bringen.

Für die Sammler unter Euch wird es auch diesmal wieder eine exklusive Edition geben. Stefan Riebel hat auf Basis des myspam-Projekts speziell für diesen Abend ein Multiple entwickelt, welches Ihr vor Ort erwerben könnt.

Bilder von der letzten Veranstatltung gibt es hier http://www.perisphere.de/ausstellung/digital-soiree-books-and-blankets-1-bilder-vom-abend

http://mrgn.de/digital-soiree
Freitag, 05. Juli 2013
19.00 Uhr
Kirchfeldstraße 112, Düsseldorf

http://stefanriebel.de
http://myspam.stefanriebel.de/
http://www.i-a-m.tk/

DIRECT ACTION und DIRECT ACTION 2013

Ein Text von Lisa Schwalb

DIRECT ACTION ist ein Festival, das ein Mal im Jahr in Berlin vom INSTITUT FÜR ALLES MÖGLICHE in der ABTEILUNG FÜR ALLES ANDERE veranstaltet wird. Unter Festival versteht sich hier das Zusammenkommen unterschiedlicher Künstler, die über ihre künstlerischen Arbeiten und Fragestellungen in Austausch miteinander und mit den Besuchern treten. Dabei lassen sich ungedachte Räume des Zusammendenkens eröffnen, neue Prozesse anstoßen und unterschiedliche Herangehensweisen und Ansichten austauschen.

Seit 2011 ist DIRECT ACTION Teil des „Monat der Performance Kunst – Berlin“. In diesem Rahmen übernimmt es den konzeptuellen Part und befasst sich mit künstlerische Arbeiten, die einem Performanceverständnis entgegenstehen, das sich vor allem auf den körperlichen Vollzug und die authentische Expressivität der Geste konzentriert. Das System der Untersuchung und der Apparat des Analysierens rücken stattdessen in den Fokus der Betrachtung, wobei auch immer die Befragung des Mediums und des Materials eine wichtige Rolle spielt. Von diesem Ansatz ausgehend, wendet sich DIRECT ACTION mit einem Open-Call an Künstler, die ihre Arbeit nicht nur einer der bereits bestehenden Kategorisierungen von Kunst zuordnen können, sondern im Bereich der Performance Kunst an einem weiterführenden Verständnis interessiert sind. Neben dem Open-Call, der den nicht-kuratierten Veranstaltungsteil darstellt, werden ergänzend dazu ausgewählte und bereits etablierte Performance-Künstlerinnen und -Künstler eingeladen sowie Studierende der Hochschule für Graphik und Buchkunst Leipzig.

Eines der Hauptanliegen des Festivals ist es, für viele verschiedene Kunstschaffende eine Plattform zu entwerfen, auf der eigene Positionen präsentiert, diskutiert und weiterentwickelt werden können, einen Ort, an dem rege und direkte Interaktionen stattfinden, sowie das Knüpfen nachhaltiger Kontakte möglich ist. Als Ergänzung zu den bereits etablierten Performance-Festivals kann DIRECT ACTION insbesondere im Bereich der konzeptuellen, medialen und nicht-expressiven Aktionskunst ein alternatives Forum bieten und zukünftig speziell in dieser Sparte eine wichtige Position in Berlin einnehmen.

Auf dem diesjährigen DIRECT ACTION 2013 wurden Aktionen, Experimente, Videos und Installationen gezeigt, die sich mit Performance in Relation zu Sprache auseinandersetzen. So lautete das Thema diesen Jahres PERFORMANCE ÜBER*MIT*DURCH SPRACHE. Unter diesem Motto haben sich vom 03. bis 05. Mai die teilnehmenden Künstler in der ABTEILUNG FÜR ALLES ANDERE in der Ackerstraße 18, Berlin Mitte zusammengefunden. Der erste Abend begann traditionell mit einer kollektiven Besprechung und Zusammenstellung des Ablaufplans für die kommenden zwei Tage. Die Arbeit ” Empty pictures 4 ” von Dominik eröffnete das Programm indem, der an die Wände gemalte Text den Raum mit Sprache füllte.
Die Gruppe Campus Novel hingegen suchte das direkte Gespräch und unterhielten sich im Hof der ABTEILUNG FÜR ALLES ANDERE bei frisch gekochtem Kaffee mit den Gästen über das Thema Krise und über dieses hinaus. Während hier die Kommunikation mit dem Anderen im Vordergrund stand, führte Juanzi Cheng unter dem Titel <Hey, Ich>, ein Selbstgespräch durch, indem sie sich mit ihrer eigenen aufgenommenen Stimme, abgespielt von einem Kassettenrekorder, unterhielt. Dina Boswank und Daniela Ehemann hingegen benutzten technologische Kommunikationsmittel um über Sprache zu sprechen, indem sie via Skype und Chat mit ihren Kollaborateuren in Chicago und Bangalore live interagierten.
Das Sprache aber auch losgelöst von einem menschlichen Körper produziert werden kann, zeigte die Performance von Sim Gishel, einem Roboter, der Pop-Songs performt, was aber angeblich nicht für „Deutschland sucht den Superstar“ ausreichend war, so sein Erfinder Karl-Heinz Jeron.

Unter dem Motto täuschend echt aber doch nicht eindeutig real beschäftigten sich Thomas Lindenberg und Lisa Schwalb mit den Rahmenbestimmungen bestimmter Sprachkonventionen am Beispiel des Pop-Songs. Neben den unterschiedlichen Live-Beiträgen wurden auch Performance-Videos zum Thema Performance über*mit*durch Sprache gezeigt, so zum Beispiel die Arbeit This is not an I-Pad, Ich lese Bücher – jemand muss es ja schließlich machen von Oliver Breitenstein. Dass eine Auseinandersetzung mit Sprache aber auch über das Schweigen stattfinden kann, zeigte die Arbeit In Silence (#04) von Stefan Riebel, der mit allen Anwesenden einen kurzen Moment schweigend verbrachte. Über diese und andere Beiträge hinaus wurde in den drei Tagen zusammen diskutiert, gefrühstückt, gegrillt und pausiert. Nicht nur eine Verschachtlung der Arbeiten miteinander, sondern auch die Vermischung von Zeigenden und Zuschauenden war bei DIRECT ACTION 2013 zu beobachten und machte das Festival zu einem einmaligen Ereignis der direkten und indirekten Aktionen und Interaktionen.

Direct Action, 2013
INSTITUT FÜR ALLES MÖGLICHE und ABTEILUNG FÜR ALLES ANDERE, Berlin
http://www.i-a-m.tk/

Digital-Soirée BOOKS AND BLANKETS 1 Sebastian Schmieg – Bilder vom Abend

Tut mir leid liebe Freunde, dass es so lange gedauert hat, aber hier endlich mal die Bilder unserer ersten Digital-Soirée am 20.4.2013 in den Räumen von Morgen Gestaltung in der Kirchfeldstraße 112. Das Video gab es ja bereits hier, alle Infos gibt es hier und auf der Projektwebseite. Die Webseite vom ersten Gast Sebastian Schmieg findet Ihr hier.
Und die Bilder hat übrigens Freund und Kollege Thomas Spallek geschossen, mit dem ich das vorgestellte BOOKS AND BLANKETS-Projekt realisiert habe.

Und wer eine der limitierten Unikat-Decken und/oder den Katalog erwerben möchte schickt uns bitte einfach eine E-Mail mit Kontaktdaten.


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Petites résistances – Rebellion als Kunstform

Rebellion vs Kunst, letztes Jahr in den Kunstwerken Berlin, dieses Jahr Düsseldorf. Hier im Rheinland aber nicht im Whitecube, mit politischem Glanz, Glamour und Revolutionsästhetik inszeniert, dafür klein, subversiv, zum mitmachen und lernen.
Auf der Straße.

Denn, die kleinen Widerstände von „Petites résistances“ sind Ausdruck des individuellen Protestes und des zivilen Ungehorsams und nicht Entwürfe für große Gesellschaftsutopien, deren Scheitern wir alle in den vergangenen Dekaden beobachten konnten. Doch zum Resignieren und Aufgeben sind wir noch lange nicht bereit.

Deshalb beginnt der Frühsommer des Widerstandes! in Düsseldorf mit dem Workshop „Akademie der Rebellion“ vom 28. Mai – 01. Juni 2013, zur Anmeldung bitte hier.
Weitere Informationen zum Hintergrund, Theorie und natürlich den Kontaktdaten zum Organisator Emmanuel Mir findet Ihr ebenfalls dort. Text dort lesen, lohnt sich!

Das Programm „Akademie der Rebellion“

28. Mai

  • 13 Uhr: Emmanuel Mir und Alain Bieber: Begrüßung und Programmvorstellung. Ort: Hans Peter Zimmer Stiftung, Ronsdorfer Straße 77a. (1 Std.)
  • 14 Uhr: Alain Bieber: Politische Kunst im öffentlichen Raum. Ort: Hans Peter Zimmer Stiftung, Ronsdorfer Straße 77a. (1,5 Std.)
  • 16 Uhr: Partizaning: Participatory Urban Replaning. Partizaning ist eine in Moskau basierte Künstler- und Aktivistengruppe, die den öffentlichen Raum als Austragungsort des politischen Diskurses versteht. Im Austausch mit den Workshop-Teilnehmern initiieren zwei Mitglieder der Gruppe eine Aktion in Düsseldorf. (PRAXIS, 3 Std.)

29. Mai

  • 11 Uhr: Jérome Fino: Hacking the sound of the city. Ort: Düsseldorf City. Treffpunkt: Hans Peter Zimmer Stiftung, Ronsdorfer Straße 77a. Jérome Fino ist ein französischer Klang- und Videokünstler. In einer seiner bekanntesten Aktion, zweckentfremdet er Lautsprecher und tonproduzierende Geräte im öffentlichen Raum. Mit ihm gehen die Teilnehmer auf der Suche nach potenziellen Klangkörpern in die Stadt. (PRAXIS, 2-3 Std.)
  • 16 Uhr: Klaus Rosskothen: Street Art in der Galerie. Ort: Galerie Pretty Portal, Brunnenstr. 12, 40223 Düsseldorf. Der Galerist gibt einen Einblick in die internationale und lokale Street Art-Szene, präsentiert einige Künstler aus seinem Programm und spricht von den Besonderheiten des Handels mit Street Art. (1,5 Std).

30. Mai

  • 11 Uhr: Anne Mommertz: Um den heißen Brei. Ort: Düsseldorf Flingern und Oberbilk. Treffpunkt: Hans Peter Zimmer Stiftung, Ronsdorfer Straße 77a. Die Künstlerin und Autorin führt sie durch die unbekannten Seiten zweier Stadtteile, die im Laufe ihrer Geschichte viele Umbrüche erlebt haben. Dabei kommen völlig neue Aspekte dieser populären Stadtteile zum Vorschein. (1,5-2 Std.)
  • 15 Uhr: Alain Bieber: Dérive: Zur Praxis des Herumschweifens. Ort: Düsseldorf City. Treffpunkt: Hans Peter Zimmer Stiftung, Ronsdorfer Straße 77a. Der Kurator und Autor Alain Bieber reaktiviert eine situationistische “Technik” des urbanen Umherschweifens, bei der, anhand von einfachen Übungen, die Stadt ganz neu wahrgenommen und erlebt wird. (PRAXIS, 2-3 Std.)

31. Mai

  • 11 Uhr: Florian Rivière: Die Stadt ist ein Spielplatz. Treffpunkt: Hans Peter Zimmer Stiftung, Ronsdorfer Straße 77a. Mit dem Künstler und Urban Hacktivist Rivière, der Gegenstände im öffentlichen Raum zweckentfremdet um dessen spielerisches Potenzial zu Tage zu fordern, gehen Sie durch die Straßen der Stadt und spielen mit vorgefundenen Objekte und Situationen. (PRAXIS, 2-3 Std.)
  • 16 Uhr: Andi Wöhle und Fabian Haupt: Die Stadt ist ein Turnplatz. Ort: N.N. Die Parkour-Sportart ist eine neue Bewegungsform im urbanen Raum, die keine Hindernisse kennt und Mauern, Fassaden oder Rampen als Möglichkeiten des akrobatischen Fortkommens betrachtet. Hier wird die Stadt körperlich erfahren. Die Werkstatt ist eine Einführung in die Kunst des Parkours.  (PRAXIS, 3 Std.).

1. Juni

  • 11 Uhr: Emmanuel Mir: Führung durch die Ausstellung Petites résistances. Exklusive Preview! Wenige Stunden vor ihrer Eröffnung gewährt der Kunstwissenschaftler und Kurator der Ausstellung einen Blick hinter den Kulissen.
  • 13 Uhr: Gemeinsamer Besuch der Interventionen. Die Interventionen oder Performances, die während den Praxis-Werkstätten stattgefunden haben, werden im Plenum besucht und besprochen. Aufs Fahrrad und ab durch die Stadt!
  • 17 Uhr: Diplomverleihung und Hängung der Dokumentationen. Siehe unten.

Die Ausstellung im Weltkunstzimmer: Petites résistances  – Rebellion als Kunstform (1. Juni -13.Juli 2013) 

Nach dem Workshop geht es dann etwas konservativer, aber dennoch nicht weniger relevant und interessant weiter. Am 1. Juni eröffnet die Ausstellung Petites résistances  – Rebellion als Kunstform (1. Juni -13.Juli 2013) im Weltkunstzimmer, Düsseldorf.
Die Ausstellung bringt arbeiten von internationalen Top-Leute zusammen, von denen die allermeisten noch nie hier zu sehen waren. Mit dabei sind: Brad Downey, Cheesecake Powerhouse, Jérome Fino, Fröhlich, Mladý, Simánek & Turner,  Harmen  de Hoop, Marlene Hausegger, Klara Lidén, Ann Messner, Anne Mommertz, Partizaning, Florian Rivière, Helmut Smits, The Wa und Yomango.
Wem die Namen nichts sagen, nutzt die Suche beim Kollegen Alaine Bieber.

Außerdem:

Freitag 21. Juni 2013, 20.00 Uhr „Nacht der Anarchie“

Filmscreening und BAR-becue im WELTKUNSTZIMMER

Samstag 13. Juli 2013, 16.00 Uhr Kuratorenführung

Kostenlose Führung von Emmanuel Mir durch die Ausstellung

 

Aktuelle Infos hier bei uns und natürlich auf der Projektwebseite
http://petites-resistances.tumblr.com/.

 

Middle finger Response von Guido Segni

Die ‘Crowd’ gehört zu den am meisten strapazierten Schlagwörtern zeitgenössischer Netzkultur. Mit Hilfe dieser scheint Alles möglich, egal ob nun die immer gleiche Politik durch die Weisheit der Crowd gesteuert (#Piraten), das magere Wissen durch Crowdsourcing verwaltet (#Wikipedia), oder die klamme Projektkasse durch Crowdfunding aufgefüllt werden soll (#Künstler), die Masse soll es richten.
Und doch ist es nicht nur ein Hype. Denn wenn man die Mode einmal außen vor lässt, den Hype bewust ausblendet und einen kleinen Schritt zurück tritt, um die Welt mit etwas Abstand zu betrachten, fällt auf, dass auch diesem überstrapazierten Thema etwas Substantielles zu Grunde liegt. Man stellt dann nämlich fest, dass selbst das zentralste und aktuell wichtigste politisch-technische Medium unserer Gesellschaft – das Geld – voll und ganz auf den Volkskörper und die Crowd abzielt. Denn besagtes Medium ist mittlerweile durch nichts anderes mehr als durch uns, die Crowd der doofen 99% gedeckt, was die noch dooferen und viel wenigeren 1% entsprechend leidlich auszunutzen wissen.

1% via http://richkidsofinstagram.tumblr.com/post/36629687139/life-rkoi

Aber ich schweife etwas ab, obwohl es natürlich irgendwie auch noch zum Thema gehört…
Vor der Betrachtung des modernen Volkskörpers und seiner Wirksamkeit als Lender of last resort waren wir beim Füllen der klammen Portemonaits per Crowdfunding. Und ich gebe es an dieser Stelle offen zu, natürlich haben auch wir schon mal über Möglichkeiten des Crowdfunding für unsere Projekte nachgedacht, sind da aber etwas skeptisch und glauben, dass der Aufwand den man für das Texten, Filmen, Dokumentieren, Werben und PR aufbringen muss unter den zu erwartenden Erträgen liegt.
Was widerum bedeutet, dass wir auch einfach arbeiten gehen können um unsere Projekte zu finanzieren und somit Kunst als das Begreifen was sie ist, eine unverzichtbare, teure und überaus wichtige Nebensache, mit Hilfe der man fröhlich überschüssige Ressourcen und Energie verbraucht, die man zuvor an anderer Stelle erzeugt hatte. Und in welche man stetig Geld und Lebenszeit hineinsteckt – aber eben nicht akkumuliert und erst recht nicht investiert!


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Zu Inken Bojes Meteoiden

von Emmanuel Mir (Düsseldorf)

alle Bilder Courtesy Inken Boje

 

Von Inken Boje kannte man bisher eher die inszenierten Selbstporträts, die sie seit vielen Jahren produziert und in denen sie in die Identität von populären Künstlerfiguren schlüpft. Ihre skulpturale Arbeit, bestehend aus den sog. „schnellen Skulpturen“, also Objekten aus leichten Materialien, die rasch aufgebaut werden können, wurde verhältnismäßig selten gezeigt. Zwischen April und Oktober 2012 bekam man jedoch eine geballte Gelegenheit, sich mit Bojes Plastik auseinanderzusetzen. Und das Verb „auseinandersetzen“ ist hier nicht als Floskel zu verstehen. Auf neun öffentlichen Plätzen der Stadt stellte die Künstlerin ihre Werke für ein paar Stunden auf, ohne große Vorwarnung und ohne didaktisches Begleitmaterial. Werke, die für das gesunde Volksempfinden nicht unbedingt als Kunst identifizierbar waren. Und die völlig unterschiedliche Reaktionen hervorriefen.

Nachdem sie ihre ursprüngliche Idee beim Kulturamt nicht durchsetzen konnte (zunächst sollten massive Betonquader aufgestellt werden), arbeitete Boje an leichten Plastiken aus Pappe, Plastik, PU-Schaum und Klebefolie, die auf ausgewählten Plätzen aufgebaut wurden. Jede Aktion dauerte zwischen acht und zehn Stunden, mitsamt Auf- und Abbauphase. Während dieser Zeit blieb die Künstlerin stets am Ort des Geschehens und beobachtete, wie ihre Meteoiden – wie sie die Objekte nennt – bei den Passanten ankamen. Es ging also nicht darum, die Stadt auszuschmücken und mit neuen drop-sculptures zu bereichern, sondern den angeblich freien, öffentlichen Raum in Besitz zu nehmen. Darüber hinaus sollte festgestellt werden, wie diese Aneignung akzeptiert wird und, abseits des üblichen Kunstbetriebs, wie der „Mann von der Straße“ damit umgeht.

Wirklich ausufernd waren die Objekte von Inken Boje nicht. Weil sie im Atelier realisiert und später auf konventionelle Weise transportiert werden sollten, überstiegen sie nie drei Meter Höhe. Aber das reichte schon um übliche Durchgangspassagen zu sperren und einen kleinen Umweg zu erzwingen oder, bei Wind, leicht bedrohlich zu wirken. Und vor allem: Diese Haufen nicht-edler Materialien, die nicht unbedingt als neue Verkörperungen des Guten, Wahren und Schönen gehalten werden dürfen, stellten der Öffentlichkeit (zwar banale, aber nach wie vor berechtigte) Fragen: Ist das Kunst? Ist das schön? Muss ich von jetzt an damit leben? Wer nimmt sich die Freiheit, den öffentlichen Platz zu bespielen? Kann sich Jeder diese Freiheit nehmen?

 

Für die Aufstellung ihrer Meteoiden, hatte Boje Orte in der Stadt ausgewählt, die neu gestaltet wurden. Der Oberbilker Markt, der große Platz an der Bonner Straße in Holthausen, der Apollo-Platz am Rhein oder der Friedensplatz in Bilk sind alles öffentliche Räume, die in den letzten fünfzehn Jahren erneuert wurden. Diese Veränderungen gehen immer mit einer notwendigen Neuorientierung ihrer Benutzer einher, mit einer Anpassung ihrer Gewohnheiten. Diese vielfachen Neugestaltungen führen aber zwangsweise auch zu tiefgreifenden Veränderungen im gesamten Viertel. Die Plätze werden kleiner oder größer, Märkte etablieren sich oder verschwinden, zusätzliche Fahrspuren werden auf- oder zurückgebaut, etc. Das lässt die Bewohner nicht kalt. Und wenn plötzlich auch noch eine unerwartete Skulptur aus heiterem Himmel fällt, dann können schon die Emotionen hoch kochen.  Inken Bojes Meteoiden wirkten daher wie das Brennglas eines (mikroskopischen) Wandels im städtischen Raum. Auf ihnen konnte sich der Frust entladen, durch sie konnte sich die Zufriedenheit ausdrücken. Im Oberbilker Markt, wo die Neugestaltung zu mehr Verkehr und weniger Aufenthaltsqualität geführt hat, entwickelten sich spannungsgeladene Gespräche mit den Anrainern, die das bisschen noch verfügbaren Raum aggressiv verteidigten. In Holthausen hingegen, wo unverhofft ein sehr großer Platz mit Spielgeräten, Bänken und Bäumen entstand, bekam die Künstlerin die spontane Hilfe von Nachbarn und deren Anerkennung.

Die Lebensqualität in einer Stadt lässt sich nicht allein an ihrer niedrigen Arbeitslosenquote, an der Anzahl von Schulen und Kindergärten oder an ihrem Freizeitangebot messen. Auch eine sinnvolle, humanistische Stadtgestaltung, die in der Lage wäre, Interaktionen zu provozieren und den heterogenen Menschenfluss zu lenken oder zu verankern ist überlebenswichtig. Da wo öffentliche Plätze entstehen, kommen unterschiedliche Menschen zusammen; sie kommunizieren miteinander und identifizieren sich mit dem Ort, an dem sie sich befinden. Sie finden ihren Platz. In dieser Sache hat Düsseldorf in der Nachkriegszeit – wie viele andere Städte, die sich hauptsächlich auf die Bedürfnisse des motorisierten Verkehrs eingestellt haben – völlig versagt. Plätze sind von Straßen entzweit worden, sind zum Kreisverkehr verkommen. Die Baufehler der Vergangenheit werden nicht korrigiert. Gerade in der Landeshauptstadt, die in etlichen City-Rankings gut abschneidet (es kommt eben auf die Kriterien an), sucht man mit Mühe nach öffentlichen Plätzen, die ein Gefühl der Gemeinschaft unterstützen. An diese Tatsache haben Inken Bojes Meteoiden erinnert.

Bojes Skulpturen wurden übrigens nach ihrem Einsatz auseinandergebaut und sind nur noch fragmentarisch vorhanden. Ihre erneute Präsentation im white-cube-Kontext erscheint nicht besonders sinnvoll…

 

Stefan Riebel – Somethings in der Boutique am Ebertplatz

von Florian Kuhlmann (Düsseldorf)

 

2010 wurde ich auf Stefan Riebels Arbeit ‘Black Pixel‘ aufmerksam – ein 1×1 Pixel großes, schwarzes Quadrat auf weißer Fläche. Die Arbeit hat mir auf Anhieb sehr gut gefallen und da ich etwas neidisch auf ihn und seinen Einfall war, beschloss ich ihm die Arbeit zu stehlen.

Dazu speicherte ich seinen schwarzen Pixel bei mir auf der Festplatte, kopierte ihn dann per FTP in den Webspace meines Servers, um ihn von nun an dort unter der Domain www.stolen-black-pixel.de zu präsentieren. Stefan informierte ich dann per E-Mail über den dreisten Diebstahl, so kamen wir in Kontakt und es entstand über die Jahre ein äußerst fruchtbarer Austausch, mit gemeinsamen Projekten und Ausstellungen, vor allem in Berlin.

Um so schöner also, dass der Berliner Künstler, Kurator, Projektinitiator und Raumbetreiber (Institut für alles Mögliche) nun vom 18.11. bis zum 02.12.2012 mit einer Einzelausstellung in der Kölner Boutique zu Gast ist. Der Projektraum wird von Maximilian Erbacher, Yvonne Klasen
und André Sauer auf der unteren Ebene der Ebertplatzpassagen betrieben, wo sich mittlerweile mit gleich drei Räumen ein Zentrum der Kölner Off-Szene gebildet hat. Schräg gegenüber der Boutique liegt Bruch&Dallas, direkt daneben die Halle der vollständigen Wahrheit. Der Ort ist abgerockt, hinreichend zentral gelegen und dennoch abgeschieden genug um auch mal ordentlich feiern zu können – was im übrigen u.a. der Partyinszenator Alexander Wissel mit dem Single Club vor Ort auch dort bewiesen hat.

Somethings

ist der Titel der Ausstellung, unter dem Riebel ältere und aktuelle Arbeit zusammen gestellt hat.

somethings ist neben dem Namen der Ausstellung aber auch gleichzeitig Titel der größten und nach Außen hin sichtbaren Videoinstallation. Die dort zu lesenden Wörter auf der matten Scheibe hat Riebel assoziativ für diese Ausstellung gesammelt. Seit der Einladung hatte er immer wieder Worte notiert die ihm im zusammenhang mit diesem Ereignis in den Sinn kamen. So entstand eine ortsspezifische Wortsammlung, ganz ähnlich einer Tag-Cloud.
Riebel hat die Arbeit seit dem Jahr 2010 an verschiedenen Orten realisiert und die Ergebnisse dieser Denktätigkeit im Netz festgehalten http://somethings.stefanriebel.de/.

Die Arbeit dedication pieces besteht aus Postkarten und Plakaten die auf einem Holztisch ausgelegt und zum mitnehmen sind. Die Arbeit verteilt sich so mit Hilfe der Besucher langsam und kontinuierlich über die Welt. Auf den verschiedenen Medien in unterschiedlichen Formaten sind poetische, minimalistisch Widmungen notiert, die sich online nachlesen lassen dedication.stefanriebel.de/.

Die Arbeit bg (before google) – im Netz zu sehen unter www.beforegoogle.net war in Düsseldorf in der weißen Version bereits im Rahmen des Transprivacy-Projekts zu sehen. Auch hier lagen kleinformatige Flyer aus, über die sich das Konzept langsam aber leicht mit Hilfe des Publikums verteilt.

Die versuchsanordnung für plattenspieler, vinylrohling und zeit (#3) besteht aus einer einfachen Konfiguration. Auf einem Plattenspieler liegt ein Vinylrohling auf, der beim Abspielen durch die darauf kratzende Nadel beschrieben wird. Die dabei entstehende Tonspur wird gleichzeitig auf normalem Wegen auf den Boxen abgespielt.

dead pixel (on hyundai b71a) ist ein Sammlerstück aus Riebels Sammlung kaputter Pixel, wie sie sich auf diversen Monitoren und Flachbildschirm befinden. Dieser toter Pixel befindet sich auf einem Hyandai B71A Flatscreen. In der Vergrößerung und auf dem Kopf stehenden online hier zu sehen dead-pixel.stefanriebel.de/

Stefan Riebel, somethings
Dauer: 17.11.-01.12.2012
Öffnungszeiten: Do-Sa, 16-19 Uhr

Ebertplatz 0,
Ebertplatzpassagen,
50668 Köln

www.boutique-koeln.de

Das INSTITUT FÜR ALLES MÖGLICHE in Berlin

Ein Gastbeitrag von Luisa Hänsel, Berlin

Kunst lebt nicht vom Sehen allein. In diesem Sinne erprobt das Institut für Alles Mögliche (I-A-M) neue Wege der künstlerischen und nicht-künstlerischen Zusammenarbeit. Statt sich weiterhin am Konzept eines „Friedhofes der Dinge“, wie Boris Groys es nennt zu orientieren, ermöglicht das Institut die aktive Teilnahme an kreativen Prozessen.

Dabei bleibt es nicht in herkömmlichen Strukturen verhaftet, sondern streckt seine Fühler über den gesamten Stadtraum Berlin aus. In Wedding, Neukölln und Mitte betreibt das Institut seine Zweigstellen Zentrale, Niederlassung, Büro für Bestimmte Dinge und Abteilung für Alles Andere. Kommerzielle Mietstrukturen werden genutzt, um nichtkommerzielle Experimente zu realisieren.
Das I-A-M bietet Raum und Zeit für Projekte jeglicher Art. Dazu gehören eigenwillige Formate, wie der einmal im Monat stattfindende Berlin Art Battle, die von Laura Klatt organisierten Tischgesellschaften oder etwa Workshops zu Robotermusik von Karl Heinz Jeron.

Tischgesellschaften

Berlin Art Battle

Roboterhausmusik

Viele Veranstaltungen animieren die Besucher zum Mitmachen und regen zu Interaktion und Kommunikation zwischen allen Involvierten an. Kunstvermittler und Gründer des Instituts für unkontrolliertes Denken Oliver Breitenstein oder Netzkünstler Florian Kuhlmann eröffneten mit Projekten, wie dem Büro für Kunstvermittlung und der Ausstellung Konfiguration No 7, Diskurse über die momentane Situation der Kunstwelt und den Gebrauch neuer Medien.

Das vom Institut für Alles Mögliche jährlich organisierte unkuratierte Performancefestival Direct Action ermöglicht außerdem weniger bekannten oder unbekannten Künstlern ihre Arbeiten der Öffentlichkeit zu zeigen. Dadurch erhalten auch junge Kreative, wie beispielsweise Kunsthochschulstudenten, die Chance sich vor Publikum zu präsentieren.

Direct Action 2012

Direct Action 2010

In den Künstlerresidenzen, Büro für Bestimmte Dinge und Zentrale, finden Kunstschaffende aus aller Welt eine Anlaufstelle für kreative Arbeit in Berlin. Den Ideen sind auch hier keine Grenzen gesetzt. Kunst ist kein Muss, sondern eine Möglichkeit. Subtiler Humor schwingt dabei fast immer mit.


DAS BÜRO FÜR BESTIMMTE DING

Das “BÜRO FÜR BESTIMMTE DINGE” in Neukölln ist ein Atelier und Wohnraum und steht seit August 2012 Künstlern aus aller Welt zur Verfügung. Es ist eine schöner und einfacher Ort um in Berlin zu wohnen, sich auf seine Arbeit zu konzentrieren und in einem der spannendsten Statteile Berlins seine Projekte zu präsentieren.


ZENTRALE

Die “ZENTRALE” in der Schererstraße im Wedding ist ein weiteres Atelier und Wohnraum der seit Juni 2011 Künstler aus aller Welt offen steht. Auch hier handelt es sich um ein einfachen und charmanten Ort um in Berlin zu wohnen, sich auf seine Arbeit zu konzentrieren und seine Projekte zu präsentieren.


DIE ABTEILUNG FÜR ALLES ANDERE

Die “ABTEILUNG FÜR ALLES ANDERE” ist ein temporäres Büro / Labor / Initiative für Kunst und alles Andere. Sie befindet sich in einer Remise im Innenhof der Ackerstraße in Berlin Mitte und ist etwa 30 qm groß. Der Raum wird in zusammenarbeit mit dem Künstlerhaus am acker! e.v. organisiert und wurde im September 2011 eröffnet.


NIEDERLASSUNG BERLIN

Die “NIEDERLASSUNG BERLIN” ist ein Experimentalraum sowie ein Ort für Sammlungen, Absurdes und langwierige Prozesse. Sie befindet sich in einem Ladengeschäft im Wedding und wird in zusammenarbeit mit Ilse Ermen organisiert und unregelmäßig bespielt.

Institut für Alles Mögliche
PO-BOX 440156
12001 Berlin
Germany 
www.i-a-m.tk

Books and Blankets – Netzkunst und Decken

Gemeinsam mit dem Düsseldorfer Macher und Gestalter Thomas Artur Spallek arbeiten wir derzeit an einem Projekt mit dem Titel ‘Books and blankets‘. Das unter seiner Federführung entwickelte Konzept trägt den Titel ‘Books and Blankets‘. “Books and Blankets is a selection based on internet art. Books help us introduce and distribute work containing images and words. Blankets help us increase the value of art.”
Und so werden wir in den kommenden Monaten eine kleine Reihe von Publikationen herausbringen deren Schwerpunkt im Bereich der Netzkunst liegt.

Die Idee von Books and Blankets ist einfach, jede Ausgabe besteht aus einem gedruckten Heft und einer speziell gestalteten Wolldecke. Im Heft wird ein Interview mit einem ausgewählten Künstler zu lesen sein, darüber hinaus werden wir in limitierter Auflage eine Decke mit einem Motiv von ihm produzieren.

Für die Produktion des Hefts werden wir mit dem Düsseldorfer independent Publisher TFGC Publishing zusammen arbeiten. Die Decken werden nach vorgabe des jeweiligen Künstlers über einen externen Dienstleister produziert. Beides wird man sowohl über die regulären Vertriebswege als auch direkt bei uns ordern können. Die erste Auflage wird mit dem in Mexiko City lebenden Künstler Theo Michael produziert.

‘Somalia’ by Thomas Spallek

Weitere erste Infos zum Projekt gibt es hier und hier und hier http://www.booksandblankets.org/about/

brink – Ereignis zwischen Kunst und Wissenschaft

brink ist ein Hybrid aus Magazin und Ereignis zwischen Kunst und Wissenschaft. Das ambitionierte Projekt kommt aus dem Umfeld der Universitäten, ist aber über den Status eines studentischen Experiments hinaus. Das Laoyut ist professionell und der formulierte Anspruch hoch.
Thema und Titel von brink #2 ist Sprung. Ein Thema in vielen Beiträgen von jungen und renommierten Künstler_innen, Studierenden, Nachwuchswissenschaftler_innen und etablierten Professor_innen aus allen Wissenschaften und Persönlichkeiten aus Medien und Kultur. Kunst und Wissenschaft sollen sich bei brink in lebendiger Form begegnen und einen dichten und angeregten Austausch ermöglichen.

Und weil die Pressemitteilung von brink so schön ist, übernehmen wir diese hier einfach.

brink hat seine Wurzeln im Schweigen an den Universitäten, der Unmöglichkeit selbst sehen und sprechen zu dürfen und den fehlenden oder gescheiterten Dialogen zwischen Kunst und Wissenschaft. Es ist ein Projekt von Studierenden, die einen neuen Ort der Rede und der Sichtbarkeit erschaffen wollten und mit brink ein Magazin zwischen Kunst und Wissenschaft eröffnet haben.

Modularisierte Studiengänge, straffe Stundenpläne und durchstrukturierte Lehrveranstaltungen, die weniger Interesse als pure Anwesenheit fordern, lassen den Studierenden nur wenig Raum für die Beschäftigung mit selbst gewählten Forschungsfeldern. Das Bestreben, neue Diskurse zu öffnen und bestehende Diskurse zu erweitern unterliegt Zeitdruck und Effizienzdenken.

brink will hier Alternativen schaffen, in denen sich ein Miteinander und Nebeneinander in der Differenz zeigt. Zwischen Kunst und Wissenschaft – das heißt, neue Räume zu öffnen, Randgänge, Schwellenerfahrungen, Grenzsetzungen und Grenzüberschreitungen in der Begegnung mit dem Anderen. Die Begegnung nicht nur der wissenschaftlichen Disziplinen, sondern auch von Bild und Text als gleichwertige Positionen. Zudem vollzieht sich eine Öffnung zu Leser_innen, Betrachter_innen, und Besucher_innen: brink ist immer in der Bewegung zum Anderen – im ›anderen sehen‹ und im ›Sprung‹.

Am 22. Juni 2012 ging das Projekt mit der zweiten Ausgabe und dem zugehörigem Ausstellungsparcours in Wuppertal in die nächste Runde. Wir waren mit dem Fotoapparat vor Ort und haben das Projekt dokumentiert.

Projektraum Hebebühne

Ruth Weigand - Hinter einigen Tannengipfeln

Projekt UTOPIASTADT

Projekt UTOPIASTADT Innen

Jennis Li Cheng Tien - Counterforce bei UTOPIASTADT

Kunst und, oder Kunst vs Fussball? - UTOPIASTADT

Altes Tanzstudio

Bernd Härpfer & Pascal Fendrich im Alten Tanzstudio

Jan Verbeek im Alten Tanzstudio

Tom-Oliver Schneider im Alten Tanzstudio

Ana und Henrique Pereira da Silva

Julius Schmiedel und Michael Schmitt im Alten Tanzstudio

Raumzeitpiraten in der Postkutscherei

Kunstblogger mit Baby am Mann beim Erklimmen einer Arbeit von Anton Studer & Balz Isler in der Postkutscherei

Videoinstallation von Judith Rautenberg in der Postkutscherei

Weitere Informationen im Netz unter
www.brinkmagazin.de
twitter.com/brinkmagazin

facebook.com/pages/brink-Magazin-zwischen-Kunst-und-Wissenschaft/

Maurizio Cattelan goes Off

Bekanntlich verkündete Maurizio Cattelan kurz nach seiner Ausstellung im Guggenheim Museum im vergangenen Jahr, dass er seine Künstlerkarriere nun endgültig an den Nagel hängen werde. Sein Werk müsse in Zukunft ohne ihn klar kommen, ganz so als sei er bereits verstorben.
Egal was nun aus dieser Ankündigung wird, völlig wird unsere kleine, feine Branche aber wohl doch nicht auf ihn verzichten müssen. Im Januar 2012 eröffnet er gemeinsam mit dem italienischen Kurator Massimiliano Gioni die nicht kommerziell und experimentell ausgerichtete Gallerie family business in New York. Das Projekt ist nicht das erste gemeinsame Ausstellungsprojekt der Beiden, bereits 2002 startete das Künstler-Kuratoren-Duo  – ebenfalls in Chelsea – die Wrong Gallery.

family business – die Tür

Photo © Micah Schmidt

Außenansicht familiy business- Vorbereitung zur ersten Show, Photo: Micah Schmidt

Die neue Galerie family business öffnete ihre Pforten am 16. Februar 2012 mit der Ausstellung ‘Virgin‘. Die Ausstellung wurde von Marilyn Minter kuratiert, die dort ihr Kuratorendebut hatte, es wurden nur Künstler gezeigt, die zuvor noch nie in New York zu sehen waren und zusätzlich spielte die Band ‘the virgins’ – so langsam dürfte dann auch klar sein woher der Ausstellungstitel rührt.

familiy business – virgins – Ausstellungsansicht

familiy business – virgins

Am 3. April geht es nun mit der Show “ITSA SMALL, SMALL WORLD” weiter. Diese wird  von unserem Bekannten, dem Künstler Hennessy Youngman, kuratiert. Das besondere an seinem Ausstellungskonzept ist, jeder darf mitmachen. Einzige Voraussetzung zur Teilnahme ist, dass die Arbeit zwischen dem 30.03. und 01.04.2012 in die Galerie gebracht wird.

Hennessy schreibt dazu auf seiner Youtube-Seite:

“THIS GROUP EXHIBITION I’M PUTTING ON IS CALLED “ITSA SMALL, SMALL WORLD” AND BASICALLY, IF YOU CAN GET YOUR ARTWORK DOWN TO FAMILY BUSINESS AT 520 W. 21ST ST. IN CHELSEA NYC, DURING THE ALLOTTED DROP OFF DATES, YOU’RE IN THE SHOW. SIMPLE ASS SHIT. NO ONE IS TURNED AWAY. I DON’T CARE WHERE YOU LIVE, IF YOU CAN GET YOUR ARTWORK DOWN TO FAMILY BUSINESS, THEN YOU’RE IN THIS EXHIBITION. IT’S MY WAY OF GIVING BACK TO/ AND THANKING THE INTERNET FOR SUPPORTING AND WATCHING MY SHIT.”

Alles weitere im Video.

Weitere, ausführliche Infos, zu den Formalitäten und Daten stehen unter seinem Video auf Youtube.

Wir sehen und in New York!

 

(via artinfo, artobserved & vulture.com)

Format:C in Wort und Bild

Unter dem Label Format:C haben Benny Höhne, Jan Kaps und Nils Emmerichs seit Janur 2011 drei unterschiedliche Austellungsformate in den Orten Meerbusch, Düsseldorf und Köln realisiert. Zuletzt waren sie mit der Gruppenausstellung “Vor Gott Ist Alle Kunst Scheisse II” in der ursprünglich einmal von Timothy Shearer und Benjamin Tillig zur Artcologne 2011 projektierten Boutique am Kölner Ebertplatz zu Gast – Bilder davon gibts auf Facebook.

Anna-Lena Werner von artfridge hat mit den drei Dandys ein Interview gemacht und sie zu ihrem Projekt befragt. Das Interview gibt es in voller länge auf englisch und deutsch in Anna-Lena Werners Blog. Wir erlauben uns an dieser Stelle lediglich eine der einleitenden Fragen zu übernehmen um so einen kurzen Eindruck davon zu vermitteln was Format:C ist und sein soll.


» Gimme more of this please. now …

Preparing for Zürich – Postdada

Seit einiger Zeit stehe ich über Facebook und Twitter mit Philipp Meier in lockerem Kontakt. Philipp ist Co-Direktor des Züricher Cabaret Voltaire, dem legendären Geburtsort der Dada-Bewegung und nun erneut einer der quirligsten Orte der Welt. In den nächsten Tagen werden wir mit ihm ein Interview über postdada, occupy und die aktuellen Aktivitäten des Cabaret Voltaire über facebook machen. Natürlich werden wir das Gespräch im Anschluss daran auch hier veröffentlichen, interessierte Leser werden den Verlauf quasi live auf der facebook-Seite der Cabaret Voltaire verfolgen können.

Zur Einstimmung auf unser Vorhaben gibt es hier schon mal ein Portrait über Philipp, das Cabaret Voltaire und die von Knowbotic Research entwickelte Figur MacGhillie.

Produziert von theavantgardediaries.com.