Video

Genius Malignus

‘Sculptures’ – der neue Film von Matthias Danberg feiert Morgen Abend in der Galerie Ampersand in Köln Premiere. Alle Infos dazu unter https://www.facebook.com/events/1035653423193026/ Wir zeigen parallel dazu ab 18 Uhr den kompletten Film hier auf dem Blog. Den Post dazu gibts um 17.30 Uhr.
Den Trailer bekommt Ihr hier schon mal vorab.

Trailer: Sculptures from Matthias Danberg on Vimeo.

Entgegen einer naiven Kritik des Digitalen, die einen Widerspruch zwischen „real“ und „virtuell“, also eines wirkenden, aber nicht existierenden Zustandes, aufbauen möchte, könnte man auch davon reden, dass die Virtualisierung der Welt, wie wir sie in den letzten Jahren mit zunehmenden Maße spüren, enttäuscht, wie es bisher nur die kopernikanische Wende geschafft hat.


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_turbulenz – chaotische Bewegungen mit starker Wirkung

Turbulenzen bezeichnen chaotische Bewegungen, die eine starke Wirkung entfalten können. Es handelt sich um eine Form der räumlich-zeitlichen Unordnung, die in der Natur weit verbreitet ist. Aufgrund ihrer Unregelmäßigkeit aber haben sich Turbulenzen lange der wissenschaftlichen Beschreibung entzogen. Sie verlaufen so zufällig, dass sie immer wieder singuläre Formen generieren. Dieser Umstand macht sie auch für die Kunst interessant. Denn Turbulenzen sind Störungen der bestehenden Ordnung, die ein produktives Eigenleben entwickeln.

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Matthias Neuenhofer erforscht seit vielen Jahren das ästhetische Potenzial von Feedbackschleifen mittels Video. In der Tradition der abstrakten Videokunst nutzt er Feedbackprozesse, um die Grundlagen und Bedingungen des technischen Bildes auszuloten. Seine frühen Arbeiten verzichten auf die Kamera und konzentrieren sich auf die reine Abstraktion im Sinne einer Selbstreflexion des Mediums. Doch hat sich Neuenhofers Arbeitsweise seither erheblich verändert und erweitert. So bezieht er mittlerweile auch verfremdete Kameraaufnahmen mit ein, um verschiedene Computeralgorithmen auf sie anzuwenden, so dass komplexe generative Kompositionen entstehen.


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SingleClub, Der Film – Rheinlandpremiere in Köln

Knapp 6 Jahre Produktionszeit, ein gutes Dutzend Parties, 10 eigens gegründete Bands und eine mittlerweile nicht mehr zu überschauende Anzahl an Akteuren. SingleClub – der Film von Alex Wissel und Jan Bonny ist fertig und feiert nun auch Rheinland-Premier.
Am kommenden Mittwoch, 30. März 2016, ab 18:30.
Natürlich in Köln. Im Kunstverein. F***BEvent hier.
Ein guter Anlasse für ein Blitz-Q&A mit Alex Wissel via FB-Chat.  8 knackige Fragen vom Blog und dazu 8 knackige Antworten von Alex Wissel.

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P: Für die wenigen die nicht wissen was der Singleclub gewesen ist: beschreibe den Singlelcub in 5 Sätzen bitte.
AW: Der Single Club befand sich unterhalb des albanischen Glücksspiellokals „Bistro Agi“ und lief von Juni 2011 bis Juni 2012. Jeden Monat gab es eine Veranstaltung die jeweils 24 Stunden ging. Künstler gestalteten jeden Monat das Interieur neu und gründeten ca 10 Bands für den Club. Die Gäste wurden darauf hingewiesen, das sie mit Eintritt das Recht am eigenen Bild verlieren. Der Club war zugleich Drehort und Kulisse für einen Film, der letztes Jahr im November Premiere hatte.

P: Singleclub 2016. Was heisst das heute für Dich?
AW :Für mich fühlt sich sowohl Club als auch Film im Nachhinein wie meine Coming of Age Geschichte an.

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Banz & Bowinkel Video Portrait

The King and Queen of advanced and avantgarde 3D Düsseldorf at ppportrait.de.
Watch dis NOW!

via here

PhilosopherPorn: Club Rothko – Save 01

A desperate LaTurbo Avedon goes to Club Rothko, attempting to rouse the long frozen portrait of Slavoj Žižek.
So beautifull!

LaTurbo Avedon, 2012
clubrothko.com/save01.html

(via browserbased)

(Quite) old but still … – Cities of Gold and Mirrors by Cyprien Gaillard.

didnt knew this one. heard of it. ok.
but didnt knew. didnt see it.
until today…

Cities of Gold and Mirrors.
Cyprien Gaillard, 2009

New Complain im Mental Space

here are some pics from Anna Lena Meisenbergs contemporary performance with modern sound and music. everything is very well and good looking. girl also is great! we like her beautifull attitude much. :-)
very very stuff und good style and nice also.  the moving pictures are coming from ruhrgebiet to us – thank you florian!
the show was performed at Mental Space, Bochum.
and now, dear, please go, click. look. enjoy starting week with good visuals and sounds. this is obviously best you can do.

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2​0​.06.15, 19.00
“New Complain” | Anna Lena Meisenberg
at http://www.mentalspace.eu

Mental Space
Eislebenerstr. 4
D-44892 Bochum

cyberia by Adda Kaleh published at DIS

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Watch Adda Kaleh’s Cyberia by DIS Magazine on https://vimeo.com/127060261

Florian Meisenberg Season 4 + Season 5

new videos with fresh and clean style by florian meisenberg.
one +1 from this blog!

whoop!whoop!
go and clikcit

Season 4

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​Season 5

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follow him:
cargocollective.com/florianmeisenberg
http://florianmeisenberg.tumblr.com/
https://vimeo.com/florianmeisenberg

MON3Y AS AN 3RRROR – der Film

MON3Y AS AN 3RRROR | MON3Y.US ist eine Onlinegruppenshow organisiert von M0US310n.net und wurde kuratiert von Vasily Zaitsev. Das Projekt sorgte ins besondere in Spanien für Furore und Aufmerksamkeit, wo es unter anderem Auszeichnung als “Best Non Institutional Curatorial Project 2013″ bekam.

Sound is different from noise


Shunryu Suzuki Roshi – Sandokai – Sound and Noise

(via E-Mail, Danke Johannes!)

Quantum Singularity Supergravity

After being invited to the Bienal de Artes Mediales 11 in the Museo Nacional de Bellas Artes in Santiago de Chile in 2013, we were also introduced to the Paranal Observatory in the Atacama desert of Northern Chile by ESO, the European Southern Observatory. Among their observations are the oldest memories of the universe transmitted via radiation bridging distances in the range of thousands of lightyears. Especially the black hole in the center of the Milky Way named Sagittarius A* plays a main role in their investigations emitting pulsing patterns of energy.

http://1001suns.com/

Das hier

… geht ja eigentlich immer.

Alles Gute und passt bitte schön auf Euch auf.
Es kommen stürmische Zeiten.

Insane Urban Cowboys

Für mein Geschmack, bisschen viel Klavier, bisschen viel Slowmotion und bisschen viel Pathos. Aber, das hier ist eben auch nicht Tokyo, London oder New York, sondern eine Stadt mit etwas anderem Profil, Gelsenkirchen nämlich.
Im Zuge des problematischen Strukturwandels des Ruhrgebiets, hat sich der südliche Gelsenkirchener Stadtteil Ückendorf teilweise zum „sozialen Brennpunkt” entwickelt. Doch relativ unbemerkt von dieser negativen, öffentlichen Wahrnehmung haben sich dort neue Möglichkeiten aufgetan und verschiedenste Künstler und Kreative haben sich in Ückendorf angesiedelt. Seit knapp einem Jahr wirken auch die Insane Urban Cowboys im Stadtteil und wollen abseits des etablierten Mainstreams neue Wege gehen.

Und wiel wir Gelsenkirchen sonst gar nicht auf dem Schirm haben, sagen wir Danke für die Infos und stellen den Imagefilm hier ein.

via E-Mail

Guten Morgen Düsseldorf, guten Morgen Welt

PANTEROS666 – ╣HYPER REALITY╠ (Official Video)

Überhaupt erinnert die sogenannte post-internet Ästhetik irgendwie daran, wie man sich in den 1990ern die Zukunft vorstellte. … Die Waren- und Geldströme werden immer weiter beschleunigt, aber die Kultur stagniert und ist in einer endlosen Wiederholungsschleife gefangen, in der dieselben Formen wie Gespenster immer wiederkehren.

via artefakt-sz.net

8 jahre im schnelldurchlauf

und hier noch mal der letzte freitag abend im schnell durchlauf – fast forward.

danke an alle fürs kommen. und danke an lars für das video, hat sich die gopro doch gelohnt!

Guten Morgen Düsseldorf, guten Morgen Welt!

Aus Gründen die ich nicht mehr nach vollziehen kann, wahrscheinlich aber aus reiner Vergesslichkeit, ist unsere Videogrußkolumne verschwunden. Das ist natürlich Schade und soll nicht sein. Also setzen wir die Tradition des fröhlichen Morgengrußes einfach mal wieder fort. Diesmal aber, dem unnötigen Februar angemessen nicht mit fröhlichen Hallo, sondern mit einem wirklich netzdystopischen Videoclip von Jon Rafman. Das muss auch mal sein, denn nach mittlerweile fast einem Jahr der regelmäßigen Snowden-NSA-Enthüllungen kann ja eigentlich kein vernünftiger Mensch mehr von so etwas wie Netzutopien sprechen.


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Red & Yellow

Veli Silver (* 1983) & Amos Angeles (* 1986) mehr infos und clips gibt es bei rebelart,

Eine Videoarbeit von Konrad Kraft

Wer den Namen von Konrad Kraft schon irgendwo gehört oder gelesen hat, kann sich als affiner Kenner der Techno-Szene der ersten Stunde (wir meinen wirklich der ersten Stunde, also jener Szene, die bereits in den frühen 1990er blühte) oder als Spezialist der experimentellen Klangkunst schätzen. Jedenfalls ist Kraft, der übrigens unter seinen echten Namen Detlef Funder ein sehr sehenswertes Oeuvre auf Papier produziert, seit geraume Zeit in elektronischen Klangsphäre unterwegs. Erst heute bin ich auf eine Videoarbeit des vergangenen Sommers gestoßen – es ist nicht ganz neu, es ist nicht ganz heiß, aber es ist einfach gut und müsste unbedingt in unserem hipsten Blogmagazin aufgenommen werden.

Das Medium_Aufbautif_Fin!!!


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Adorno kotzt. Madonna inszeniert. Guten Morgen Düsseldorf. Hello Revolution!?

Adorno würde aller Wahrscheinlichkeit nach auf der Stelle kotzen, davon können wir wohl ausgehen. Andererseits schrieb er ja auch “Nur solches Denken ist hart genug, die Mythen zu zerbrechen, das sich selbst Gewalt antut.”
Und ich persönlich bin mittlerweile so ratlos bezüglich der immer schneller auf uns zu rollenden Katastrophe, dass ich sogar dazu bereit bin, hier globalen Popstars einen Platz einzuräumen.

Von daher Hier und Heute keine kritische Theorie sondern totale Affirmation des Spektakels!
Madonna mit #SECRETPROJECTREVOLUTION.

via artforfreedom.com

Guten Morgen Düsseldorf, Hallo Ordos!

Der Film entstand im “Kangbashi New Area” in Ordos. Wer das nicht kennt, das ist eine Geisterretortenstadt und liegt in der Inneren Mongolei. Mehr Infos dazu gibt es hier.

Das. Ist. Geil. Pepperspray!

Wie ja bereits geschrieben, die meisten Presse-E-Mails und Einladungen zur nächsten Vernissage öden ganz schön an. Man scannt das bis zur zweiten Zeile, scrollt einmal drüber und klickt sich schnell raus bevor man vollends wegdöst. Eine freudig begeisterte E-Mail mit Hinweis auf junge, frische, internationale, grenzüberschreitende, wahlweise ungesehene oder eben auch prämierte Kunst folgt der nächsten. Wo kommen diese ganzen Künstler eigentlich her? Wo wollen die alle hin? Das wird noch einmal wirklich spannend zu sehen, was aus diesem immer währenden Strom in ein paar Jahrzehnenten geblieben ist.

Ich weiss, ich weiss, man soll nicht immer so negatives Zeug schreiben. Das verdirbt die gute Stimmung, an irgend etwas will man ja noch glauben können in diesen nüchternen Zeiten, und ja! auch mich nervt das permanente rumgenörgele zu Weilen. Darüber hinaus passt die Kritik natürlich nicht in die allgemeine Begeisterung und Emphase die man dem K-Metier mittlerweile allenthalben entgegen bringt, ohne aber davon abzusehen, es zeitgleich immer weiter zu Gunsten von naturwissenschaftlichen Ingenieursleistungen im Dienste der fortwährenden Konsumoptimierung zu marginalisieren und zu banalisieren. (Kompliment übrigens an Alle die den ganzen Satz bis hier gelesen haben).

Und weil ich eben auch nicht immer nur herum kritteln möchte, gibt es heute mal was echt geiles – und eine Ausnahme noch dazu. Denn den nachfolgenden Tip habe ich als CRM-Massmailer-based-PR-Meldung von Helena S. vom Buraeu N (Achtung Seite ist voll mit Bilder, Browser schmiert ab) als Werbung für Peres Projects bekommen. Und bei aller mittlerweile antrainierten Skepsis, war das eine echte Sternstunde der E-Mail-Zustellung, die ich Euch natürlich nicht vorenthalten möchte.

Mike Lood Ask Officer Pepperspray

Mike Lood – Ask Officer Pepperspray from Mike Lood After Dark.

Ich kannte Mike Lood bisher nicht, finde das aber alles sehr viel versprechend. Und da der Mann in Berlin sein wird, wenn ich auch gerade mal wieder eine Weile in der Hauptstadt bin, könnte es eventuell sogar passieren, dass ich im September nach langer Zeit mal wieder eine Galerie betreten werden, um mir seine Sachen vor Ort anzusehen.

Bis dahin aber erst mal online, denn noch mehr Sachen von Mike Lood findet Ihr hier, auf seiner Webseite. Die facebook-Farm Videos sind im übrigen ebenfalls verdammt gut, ebenso wie seine wirklich eigenartigen Collagen. Mein Tip für Euch: Ansehen!

(via E-Mail. Danke Helena!)

Guten Abend Düsseldorf, Hallo Welt!

Es gibt Dinge, für die mag ich dieses Internet einfach. Eine Sache ist, dass ich hier komische, skurile, verstörende Videos sehen kann, die ohne das zu beanspruchen, problemlos im Kategoriensystem Kunst mitlaufen könnten, ich dafür aber nicht in den zb Düsseldorfer Kunstverein muss, wo man zwar derzeit eine durchaus interessante Arbeit von Brenna Murphy mit starkem Netzbezug zeigt, aber einen bei Anfragen am Telefon gerne mal wie den letzten Deppen behandelt.

Ich mag das Netz weil es Zugang zu den Dingen verschafft. Einfach, schnell und ohne dass ich mich mit prekär beschäftigten, unterbezahlten Kunstwissenschaftlerinnen herum schlagen muss, die weil man erwähnt dass man Blogger ist, fälschlicherweise glauben, man würde doch in der Rang- und Hackordnung des Kunstbetriebs endlich einmal unter ihnen stehen, und die dann auf Basis dieser Eingebung versuchen einen am Telefon mit blöden Sprüchen abzufertigen.

Ich finde diese aktuellen durch das Netz geschaffenen Möglichkeiten gut, denn ich interessiere mich wie viele Andere für Skuriles, Schräges und ästhetisch Ausgefallenes, lege aber keinen gesteigerten Wert auf das zu weilen eher schwierige Publikum welches man zu oft trifft wenn man sich an die Orte der Kunst begibt. Und deshalb hoffe ich, dass diese digitalen Möglichkeiten auch in Zukunft erhalten bleiben, und dieses intelligente Medium nicht von alten ängstlichen Männnern und jungen, hübschen, mindestens eben so ängstlichen Frauen zerstört wird, sondern dass sich bei Zeiten auch wieder eine starke Gegenbewegung auftut.

Und diese Gegenbewegung wird irgendwann auch wieder kommen, denn die Technologie mag aktuell kontrollierbar erscheinen, die Idee der Netzwerke ist es nicht. Der Geist ist nun mal aus der Flaschen. Und wenn es soweit ist, werden sich ausgemusterte Kunstwissenschaftlerinnen an die Zeiten erinnern als sie noch ihre 1-Jahres-Verträge hatten und so gerne über die Blogger lachten. Das waren die Zeiten als man selber noch dabei sein durfte, wenn die alten Männer und Frauen über die letzten Ihrer Art diskutierten und sich den Kopf darüber zerbrachen, warum sich wohl keiner mehr so Recht dafür interessieren wollte was in den heiligen, weißen Hallen geschah.
Nun, vielleicht hätten sie einfach mal etwas offener und netter sein sollen, denn zu netten Menschen kommt man im Allgemeinen recht gern, während man die Snobs eben meidet so gut es eben geht. Das mit dem Meiden haben aber im übrigen mitterweile auch ein paar Andere bemerkt, und Weitere werden folgen. Nicht, dass ich speziell diese Entwicklungen besonders gut finden würde, aber es deutet an wo die Reise gerade sehr zügig hingeht.

Ach, und das hier das sind die eigenartigen, skurilen und verstörenden Dinge die man einfach so findet, kurz  am Schreibtisch anschaut und wegen denen ich das Netz so gerne mag.

Sowas gibts bei LiveLeak.com. Kam rein via E-mail, danke Götz!

Guten Morgen Düsseldorf, guten Morgen #NSA

‘Observant’ is an artistic investigation, a Portrait of Edward Snowden as a Young Man, as filmed in Hong Kong, June 6, 2013.

Based on footage from the film PRISM Whistleblower by Laura Poitras,
Courtesey of The Guardian, Glenn Greenwald and Laura Poitras.

Concept & Editing by Dorotea Etzler

Guten Morgen Düsseldorf, guten Morgen Welt!

Die Verwendung des Wortes Kunst verbietet sich derzeit. Zu viel Reaktionäres und Ungutes, welches unter diesem Begriffen subsumiert wird, und einem, wenn man es zu Nah an sich ran lässt, merklich die Laune und den Glauben an die Sache verdirbt. PR-Profis, Hasenfüße und Streber haben auch hier das Kommando übernommen und halten glücklich und devot das Heft fest in der Hand – und für die nächste Eins mit Auszeichnung bereit.
Das ist nichts für Leute mit Haltung, so wie einem gewissen ästhetischen und politischem Mindestanspruch an sich und die Welt. Und so gilt es Abstand zu nehmen von der Kunst, die zwar auch nur ein Wort von vielen, meist im komplett neutralisierten Umfeld, von netten, freundlichen, braven, zuvorkommenden und überaus distinguierten Leuten verwendet, aber dennoch und eben auch gerade deswegen derzeit Tabu, ist. Und wer sich Heute noch unbekümmert als Künstler bezeichnet, ohne dabei verschämt, leicht rot zu werden, der oder die hat offensichtlich den Schuss nicht gehört.
Dabei geht es natürlich nicht um die Sache an sich, sondern um die Dinge, mit denen man sich gemein macht, in dem man den Begriff für das eigenen Tun und Schaffen verwendet.
Nennt es also wie Ihr wollt, macht was Ihr wollt, aber seht zu, dass Ihr Abstand haltet oder einen wirklich, wirklich(!) guten Deal rausholt, wenn Ihr Euch und Euren guten Namen als Stütze des Systems hergebt. Und wer diesen Deal nicht unterschrieben und gesichert zuhause und auf dem Bankkonto hat – und das sind natürlich alle die, die das hier lesen – hat sich für unbestimmte Zeit fern zu halten von allem was Kunst genannt wird, hat sich fern zu halten um die Dinge zu tun, die Kraft haben, Potentiale entwickeln und diese frei zu setzen vermögen.

Von daher fängt das nachfolgende Video mit der Frauenstimme etwas mau an, (“i am an artist, … “) mag sein, dass das wie so oft halb-ironisch angelegt ist. Ich weiß es nicht und will es aber an dieser Stelle eigentlich auch nicht wissen müssen.
Zum Glück ist das dann aber auch schnell vergessen, denn im weiteren Verlauf wird der Clip herrlich schräg und voll versöhnlich. Die modernen Storm-Trooper-Ritterkostüme mag ich sehr, das Hand-Zepter ist einfach top und lässt das Gerede vom Künstlerin-sein schnell vergessen. Ein solches Kostüm wollte ich immer schon mal haben um damit Nachts durch Düsseldorf zu schweben! Eventuell würde ich dann sogar endlich mal am Karneval gefallen finden.

Und völlig gleichgültig in welche Kategorie die 4:30 Min nun gehören, am Ende bleibt eine knappe aber schöne Remineszenz an den Tausendfüssler, die ehemalige Hochstraße durch Düsseldorfs Mitte, um deren Abriss es viel Diskussionen gab, die aber jetzt, da sie weg ist, nicht wirklich fehlt. Und wenn ein Abriß zu solchen Videos führt, dann gibt es jetzt einen weiteren triftigen Grund in dieser Stadt noch so einiges mehr umzugraben…

 

Weisser Westen is a Duesseldorf artists duo formed by Angela Fette and Phillip Schulze. In her work Fette refers to the idea of the artist in the spirit of the classical avant-garde — embracing painting, costume design, poetry, and performance art. The media-artist and composer Schulze creates and programs electroacoustic sound and light sculptures.

In Weisser Westen Angela Fette chants absurd hymns and manifestos in an imperative, gestural way over the intermittent beats and chiseling electronica of Phillip Schulze. The group presents itself guised in masks and armor, with a look reminiscent of Constructivism or Dada.

www.weisserwesten.com

(via e-mail, Danke Phillip!)