Ein Bildbeitrag von Sirin Simsek (Köln und Düsseldorf)

Text: John Copy und Bob Paste

Die Enthusiasm-Reihe ist ein Echoraum für künstlerische und politische Avantgarden. Enthusiasm ist das Theater oder nicht.

1962 fand in Düsseldorf eine Revolution statt. Im Schulterschluss und Streit mit seinen Freunden Paik, Constant, Cage, Novalis und anderen entwickelte Carlheinz Caspari seine Denkarchitektur LABYR: ein Utopia, das jede Vorgabe ablehnt – und in radikaler Gegenwärtigkeit Kunst, Architektur, Politik, Philosophie als untrennbare Einheit denkt. LABYR ist Labor (Tätigkeit, Produktion) und Labyrinth (Unübersichtlichkeit, Zufall, Anarchie), in dem jeder Akteur und Zuschauer ist.


Enthusiasm II ist eine Labyrbegehung oder auch nicht. 17 Künstler, Performer, Artisten suchen nach der Labyrgesellschaft 50 Jahre nach Fluxus und 200 Jahre vor New Babylon. Es geht um nichts oder um die Veränderung der Welt. Der aktuelle Labyrbedarf ist gewaltig: Anfang der Sechzigerjahre fand in Düsseldorf keine Revolution statt.

Mit: Mary Bauermeister, Ellen Caspari, Wilfried Dörstel, Ludwig Haugk, Markus Herse, Christian Jendreiko, Andreas Korte,Marie Milbacher, Thorsten Nolting, Christian Posthofen, Kevin Rittberger, Celine Schäfer, Elena Schmidt, Stefan Schneider, Julia Stoschek, Stefan Werni, Volker Zander

Über den Autor dieses Artikels

emmanuel mir hat bisher Artikel auf perisphere veröffentlicht.

Emmanuel Mir wurde 1972 in Toulon (Frankreich) geboren, studierte Kunst in Nizza und in der Kunstakademie Düsseldorf, wurde Meisterschüler von Prof. Rabinowitch und Diplomkünstler. Studierte dann Kunstgeschichte und Geschichte in Düsseldorf und promovierte 2012 zu einem komplizierten Sachverhalt. Er ist gegenwärtig freier Autor, Kunstvermittler und Kurator sowie Dozent für Kunstgeschichte an der fadbk Essen. Für perisphere ist er Assistant des Praktikants (s. oben). Seine Lieblingsfarbe ist Kartoffelbrei und als Hobby treibt er Einkaufen.