Gleich zwei Projekträume haben am vergangenen Samstag ihre Aktivität in Friedrichsstadt eingestellt. Keine Panik, es ist längst noch kein Aderlass: Aufgrund der räumlichen und personalen Verbundenheit von Grau6 und Capitalgold, war es voraussehbar, dass das Verschwinden der einen Initiative den Tod der Anderen mit sich ziehen würde. Und auch wenn das Projekt CapitalGold von Anfang an auf drei Jahre begrenzt war, ist es bedauerlich, dass der Standort verlassen wird. Derweil fragt man sich, ob nicht eine geographische Verschiebung der Düsseldorfer Off-Szene stattfindet: Friedrichsstadt hat zwei Referenzen verloren und Flingern – das Bobo-Quartier schlechthin – zwei neue innerhalb von wenigen Wochen bekommen: Volker Bradtke (wir berichteten) und – wenn man’s als Off betrachtet will – die Filmwerkstatt. Gentrifizierung, ich verstehe dich nicht mehr…

Über den Autor dieses Artikels

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Emmanuel Mir wurde 1972 in Toulon (Frankreich) geboren, studierte Kunst in Nizza und in der Kunstakademie Düsseldorf, wurde Meisterschüler von Prof. Rabinowitch und Diplomkünstler. Studierte dann Kunstgeschichte und Geschichte in Düsseldorf und promovierte 2012 zu einem komplizierten Sachverhalt. Er ist gegenwärtig freier Autor, Kunstvermittler und Kurator sowie Dozent für Kunstgeschichte an der fadbk Essen. Für perisphere ist er Assistant des Praktikants (s. oben). Seine Lieblingsfarbe ist Kartoffelbrei und als Hobby treibt er Einkaufen.